Wettseite für alles 2026: Warum es sie in der Schweiz nicht geben kann

Tautropfen glitzern auf dem Netz eines Tores am Rand eines Trainingsplatzes im ersten Morgenlicht.

Stand: Oktober 19, 2026 — geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Verantwortungsvolles Wetten: wer hier überhaupt schützt

Wer in der Schweiz eine Wette platziert, landet früher oder später bei einer Verlustlimite. Nicht, weil der Staat sie aufzwingt, sondern weil die Veranstalter sie verlangen, bevor der erste Tipp abgegeben wird. Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Limits für 1, 7 und 30 Tage setzen — die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage hinterlegen. Wer sich nicht selbst begrenzen will, wird also vom System dazu gebracht, und das hat Folgen für jedes Wettverhalten, das auf dieser Seite beschrieben wird: jede Quote, jeder Bonus, jeder Cash-Out gilt nur innerhalb der selbst gesetzten Schranke.

Diese Limiten greifen nur, weil sie an ein Konto gebunden sind, das wiederum an eine Identität gebunden ist. Bei Swisslos braucht die Online-Registrierung mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet und eine eindeutige Identifikation: ein hochgeladener Ausweis, dessen Daten gegen Adressdatenbanken geprüft werden. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Wer in der Schweizer Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, kommt so zu einem Konto bei Swisslos und zur Marke Sporttip; wer in der Romandie wohnt, zur Loterie Romande und zu Jouez Sport. Das Konto ist die Voraussetzung für jede Limite, und ohne Konto gibt es in der Schweiz keine regulierte Wette.

Eine Wanduhr hängt in einem ruhigen Büro, davor ein aufgeräumter Tisch mit einer Pflanze.
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit.

Die Kehrseite dieser Architektur: Sie funktioniert nur bei den zwei Veranstaltern, die eine Schweizer Bewilligung haben. Ausländische Wettseiten kennen weder die Verlustlimiten der Gespa noch das Schweizer Ausschlussregister. Wer dort spielt, spielt nach den Regeln des jeweiligen Anbieters, in dessen Rechtsraum, mit dessen Schutzmechanismen — oder ohne sie. Das ist der Hauptpunkt dieses Abschnitts: Wer in der Schweiz mit Verantwortung wetten will, hat nur zwei seriöse Türen, und beide haben den Schutz eingebaut, den eine ausländische Seite nicht bieten kann.

Spielsperre: die einzige Bremse, die im Ernstfall hält

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Wer sich für die unbefristete Spielsperre entscheidet, wird in einem schweizweiten Register eingetragen, das auch für Casinos, Online-Casinos und das Fürstentum Liechtenstein gilt. Die Spielsperre ist damit das eine Instrument, das die Schweiz über Veranstalter und Kantonsgrenzen hinweg verbindet: Wer sich einmal aussperrt, bleibt ausgesperrt. Die Volagesperre ist freiwillig, aber ihre Wirkung ist es nicht.

Wer sich für eine kürzere Pause entscheidet, hat Anspruch auf eine selbst gewählte Auszeit von bis zu sechs Monaten. Die Aufhebung einer freiwilligen Spielsperre ist frühestens nach drei Monaten möglich, mit einer Fachstelle und einer Risikoeinschätzung. Das ist kein Selbstbedienungsladen — wer den Zugang wieder haben will, muss zeigen, dass die Kontrolle zurück ist. In diesem Punkt ist die Schweizer Regulierung dichter als die vieler ausländischer Jurisdiktionen, und es ist einer der Gründe, warum die Bewertung am Ende dieser Seite bei den zwei Schweizer Veranstaltern härter ausfallen darf als bei einer Wettseite ohne diese Schicht.

Gespa-Testkäufe 2025: warum die Verkaufsstelle kein sicherer Ort ist

Die Aufsicht prüft, ob die Regeln eingehalten werden. 2025 hat die Gespa in 200 Testkäufen an Verkaufsstellen geprüft, ob eine Sportwette an Minderjährige verkauft wird. In 47,5 % der Fälle bekam die testweise minderjährige Person die Wette ausgehändigt. Das ist kein Randbefund: Fast jede zweite Verkaufsstelle hat in der Stichprobe versagt. Wer mit unter 18 Jahren an einer Lotto-Verkaufsstelle eine Sportwette platzieren will, hat demnach eine reelle Chance, durchzurutschen. Wer das Spielen ernst nimmt, spielt online mit verifiziertem Konto — dort wird das Alter bei der Registrierung geprüft, nicht beim Schalter.

Boni und Gratiswetten: was die Schweizer Aufsicht überhaupt zulässt

In der Schweiz unterliegt jedes Gratisspiel und jedes Freispiel der vorgängigen Zustimmung der Gespa. Das ist kein Detail: Im Jahr 2025 hat die Aufsicht 24 Zusagen an die Loterie Romande und 8 Zusagen an Swisslos erteilt. Die beiden Veranstalter dürfen also Boni ausgeben, aber jede Aktion ist einzeln bewilligt, und das hält das Angebot klein. Wer eine Wettseite mit einem «100 % Bonus»-Banner erwartet, wie sie im ausländischen Markt stehen, sucht in der Schweiz vergebens.

Sporttip-Kombiboost: ein Bonus mit klarer Mechanik

Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn steigt mit der Anzahl Voraussagen: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Es ist kein Bonus auf die Einzahlung, sondern ein Bonus auf den Nettogewinn einer Wette, die ohnehin gewonnen werden muss, damit der Boost überhaupt greift. Wer 15 Voraussagen mit Quote 1.50 kombiniert, hat eine Gesamtquote von rund 437 und einen erwarteten Wert, der mit jeder zusätzlichen Voraussage sinkt. Der Boost ist Marketing, der das Gefühl eines Geschenks erzeugt — die Mechanik ist ein Zuschlag auf einen Gewinn, der unter den gegebenen Quoten alles andere als sicher ist.

Quoten- und Profitboosts: einmal pro Person, beim Cash-Out weg

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online, für Prematch-Einzelwetten mit einer Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und verfallen bei einem Cash-Out. Wer seinen Tipp vorzeitig aussteigen will, lässt die Erhöhung liegen. Der Mechanismus belohnt damit Geduld: Wer abwartet, bis das Spiel gelaufen ist, bekommt den vollen Boost; wer vorzeitig sichert, verzichtet auf einen Teil des zugesagten Vorteils.

Auszahlungsmechanik: was eine Quote wirklich bedeutet

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote (dem Produkt der Einzelquoten). Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Auf den ersten Blick eine Fussnote, in der Praxis ein Detail, das bei kleinen Einsätzen und kurzen Quoten den Unterschied macht: Ein Gewinn von CHF 1.07 wird auf CHF 1.05 abgerundet. Wer viele kleine Wetten platziert, spürt diese Abrundung, auch wenn sie pro Wette nur Rappen kostet.

Livewetten und Cash-Out: zwei Funktionen mit Tücken

Cash-Out bei Sporttip ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out — Teilauszahlungen sind nicht möglich. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird. Der Cash-Out-Betrag liegt zudem unter dem möglichen Gewinn bei durchlaufendem Spiel; er hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Das ist die Architektur, die in der Werbung als «Flexibilität» verkauft wird: Sie ist eine Option des Anbieters, kein Recht des Wettenden, und der Preis dieser Option ist ein abgezinstes Stück Gewinn.

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das schützt den Veranstalter vor Spätwetten, die das Ergebnis bereits kennen, und es entwertet jede Wette, die während eines Elfmeters auf dessen Ergebnis abgegeben wird. Wer live wettet, muss schneller sein als die Aufsicht, und die Aufsicht ist schnell.

Bet-Builder: abhängige Wetten unter einem Dach

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Wer etwa auf «Heimsieg» und «über 2.5 Tore» im selben Spiel tippen will, kann das nicht einfach als Kombiwette zusammenstellen — die beiden Ereignisse sind nicht unabhängig. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne den Bet-Builder an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Bet-Builder ist damit die einzige legale Art, mehrere Märkte desselben Spiels zu kombinieren, und er bündelt die Quote der Einzeltipps zu einer Gesamtquote, deren Wert mit jeder Auswahl sinkt.

Die Rangliste: zwei Schweizer Veranstalter und der Rest

Die Rangliste sortiert die Anbieter danach, was sie in der Schweiz tatsächlich leisten — nicht danach, wie gross ihr Werbebudget ist. An erster Stelle stehen die zwei Veranstalter, die eine Schweizer Bewilligung haben, danach die ausländischen Marken, die in der Schweiz präsent sind, aber keine Bewilligung haben und mit ihren Domains auf der Sperrliste der Gespa stehen können.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter und ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip; Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung Loterie Romande, Lausanne; Produkt Jouez Sport; Gespa
Interwetten keine ausländisch, in der Schweiz ohne Bewilligung
Jackbit keine ausländisch, in der Schweiz ohne Bewilligung
Rainbet keine ausländisch, in der Schweiz ohne Bewilligung
MyStake keine ausländisch, in der Schweiz ohne Bewilligung
22Bet keine ausländisch, in der Schweiz ohne Bewilligung
BetPanda keine ausländisch, in der Schweiz ohne Bewilligung
Betclic keine ausländisch, in der Schweiz ohne Bewilligung
WirWetten keine ausländisch, in der Schweiz ohne Bewilligung

Die Trennung ist hart, und sie ist nicht symbolisch. Wer in der Schweiz wettet, kann bei einem ausländischen Anbieter spielen, wenn er dessen Domain findet, bevor die Gespa sie auf die Sperrliste setzt — und die Liste wächst. Am Ende des Jahres 2025 standen 671 Domains auf der Sperrliste; wer dort spielt, hat keine Schweizer Bewilligung als Schutznetz, keinen Anschluss an das Ausschlussregister und keine Schweizer Rekursmöglichkeit. Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Die einzige Frage, die am Ende zählt, ist: Welcher Anbieter hat in der Schweiz eine Bewilligung, und welcher hat sie nicht.

Was eine Wettseite in der Schweiz leisten kann — und wo die Bewilligung das Angebot begrenzt

Eine Wettseite für alles gibt es in der Schweiz nicht, und das ist kein Marktversagen, sondern die Folge der Bewilligungslogik. Das Geldspielgesetz (BGS) verlangt eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und es hat die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande. Jeder der beiden betreibt sein Produkt nur im eigenen Vertragsgebiet. Wer in Genf wohnt, kann kein Konto bei Sporttip eröffnen, und wer in Zürich wohnt, hat keinen Zugriff auf Jouez Sport. Die Schweiz hat damit zwei Wettseiten, die zusammen die ganze Fläche abdecken — aber keine, die für jede Person alle Sportarten unter einem Login führt.

Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die bestimmt, was überhaupt gewettet werden darf. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht erlaubt. Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Rangwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet, nie auf Trainingsläufe. Eckball- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste, ebenso eine Esports-Sektion. Die Liste ist die engste Stelle des Angebots, und sie schliesst Märkte aus, die bei internationalen Anbietern Standard sind.

Wer eine Wettseite erwartet, die Bundesliga, NBA, NHL, UFC, Snooker, Darts und Radsport unter einem Dach mit demselben Login und denselben Quotenboosts führt, sucht in der Schweiz vergebens. Wer eine Wettseite erwartet, die ausserhalb des bewilligten Korridors Wetten anbietet — auf Politik, auf TV-Shows, auf Trainingsläufe — sucht in der Schweiz aus regulatorischen Gründen vergebens. Das ist die Konsequenz der Bewilligungsarchitektur: Sie schützt und begrenzt zugleich, und sie zwingt die zwei Veranstalter in eine Nische, die der internationale Markt nicht kennt.

Einsatzgrenzen bei Sporttip: das Korsett, in dem gewettet wird

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Diese Zahlen sind das, was die Plattform trägt: ein Hochrollsystem mit einer Obergrenze, die für die meisten Spielenden kein Hindernis ist, und einem Mindesteinsatz, der das Platzieren vieler kleiner Wetten erlaubt. Wer mit mehr als CHF 1’000 pro Einzelwette spielen will, ist bei Sporttip am falschen Ort — und je nach Verfügbarkeit von Systemwetten lässt sich ein Teil des Volumens über Systeme abbilden, allerdings mit einer eigenen Limite und einer eigenen Mechanik.

Reguläre Spielzeit: was eine Wette umfasst, und was nicht

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (Fussball: 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf «Heimsieg» tippt, wettet auf das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit; wer auf «Steht es nach Verlängerung unentschieden» tippt, wettet auf ein anderes Ereignis, und die Quote bildet einen anderen Wahrscheinlichkeitsraum ab. Die Definition der Spielzeit entscheidet, ob eine späte Entscheidung zählt — und sie entscheidet auch, ob eine Wette, die nach 90 Minuten schon steht, nach 120 Minuten nochmals kippt.

Abgesagte Ereignisse: die 48-Stunden-Regel

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt (oder im Rahmen eines Turniers), ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Diese Regel ist die einzige Mechanik, die ein abgesagtes Spiel in einer Kombination überlebt — die anderen Voraussagen laufen weiter, das abgesagte Spiel wird zu 1.00, und die Gesamtquote fällt entsprechend. Wer viele Langzeitwetten kombiniert, hat damit ein Klumpenrisiko: Fällt ein Spiel aus, schrumpft die Quote, und der Wert der Wette sinkt, ohne dass sich an den anderen Spielen etwas geändert hätte.

Verfall von Gewinnen: die 26-Wochen-Frist

Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer seinen Gewinn nicht aktiv anmeldet, verliert ihn — an die kantonalen Fonds, die auch sonst von Swisslos profitieren. Die Frist ist lang, aber sie ist nicht optional, und sie unterscheidet die Schweizer Architektur von internationalen Anbietern, die Gewinne oft auf dem Konto parken.

Spielguthaben und Wallet: die Zahlungsmechanik

Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Das ist die einzige Zahlungskette, die namentlich genannt wird — andere Anbieter sind im Wallet-Aufladeprozess möglich, aber nicht in der Liste der Belege dieser Seite. Wer hohe Beträge bewegen will, hat eine Obergrenze, und wer kleine Beträge auflädt, hat ein Mindestmass, das bei jeder Aufladung gilt.

Auszahlung: wann das Geld ankommt, und was es kostet

Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden; die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Das ist die Architektur, die hinter jeder Auszahlung steht: Die ersten zwei Auszahlungen pro Jahr sind kostenlos, ab der dritten kostet es, und die Bank braucht 5 bis 10 Arbeitstage, in Einzelfällen weniger.

Wie der Markt tickt: Quote, Marge und der Preis des Buchmachers

Wer eine Wette platziert, zahlt einen Preis, der nicht in der Quote steht: die Marge des Anbieters. Eine illustrative Rechnung zeigt, wie das funktioniert. Nehmen wir einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1.90. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.9500. Die Marge ist 1 − 0.95 = 0.05, also 5 %. Von jedem Franken, der auf diesen Markt gesetzt wird, behält der Anbieter 5 Rappen, die restlichen 95 Rappen werden über die Quoten ausgeschüttet. Bei einer Quote von 1.85 / 1.85 sinkt die Auszahlungsquote auf 0’925, die Marge steigt auf 7.5 %. Bei 1.95 / 1.95 steigt die Auszahlungsquote auf 0’975, die Marge sinkt auf 2.5 %.

Die Marge ist nicht statisch. Sie hängt vom Markt, vom Anbieter, von der Sportart und vom Zeitpunkt ab, und sie ist das, was eine Wette auf Dauer teuer macht. Wer 100 Franken auf einen Markt mit 5 % Marge setzt, verliert im statistischen Mittel 5 Franken, bevor die Wette überhaupt platziert ist. Wer 1000 Franken setzt, verliert 50 Franken. Über ein Jahr und viele Wetten ist die Marge der grösste einzelne Kostenträger — grösser als die Verlustlimite, grösser als der Bonus, der sie manchmal überlagert, grösser als die Auszahlungsgebühr ab der dritten Auszahlung. Das ist die Zahl, die jede Wettstrategie zuerst schlagen muss, und sie ist der Grund, warum die Auswahl der Märkte und der Anbieter langfristig schwerer wiegt als die Auswahl der Tipps.

Warum das bei Sportarten und Zeitpunkten schwankt

Die Marge ist nicht auf jedem Markt gleich. Top-Ligen kurz vor Spielbeginn haben in der Regel niedrigere Margen als Randsportarten Tage im Voraus; Live-Märkte haben oft höhere Margen als Prematch, weil die Unsicherheit im Spielverlauf grösser ist und der Anbieter mehr Spielraum bei der Quotierung hat. Die Quoten, die bei Sporttip auf der Website stehen, sind Momentaufnahmen, und sie verändern sich mit jeder Wettabgabe, mit jedem Tor, mit jeder Verletzungsmeldung. Wer die Quote sieht, sieht den Preis, den der Anbieter in diesem Moment verlangt — und wer eine andere Quote sucht, muss einen anderen Markt öffnen oder auf eine andere Veranstaltung warten. Es gibt keinen festen Preis, nur einen Preis, der zu diesem Zeitpunkt gilt.

Was das für den Leser dieser Seite heisst

Wer in der Schweiz wettet und auf Dauer einigermassen ausgeglichen spielen will, hat mit der Marge den grössten Hebel. Die beiden Schweizer Veranstalter haben auf den von der Gespa bewilligten Märkten Quoten, die sich an der internationalen Konkurrenz messen lassen müssen — und die Margen auf den Top-Ligen bewegen sich in der Regel im einstelligen Bereich, mit Ausreissern nach oben bei Nischenmärkten und Livewetten. Wer das nicht prüft, weil er «seinen» Anbieter hat, zahlt drauf. Wer zwischen Anbietern vergleicht, hat die Marge als Werkzeug.

Rechtslage: was erlaubt ist, was verboten ist, was passiert

Die Schweiz hat ihre Sportwetten bewusst eng reguliert. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019) definiert Online-Sportwetten als Grossspiel und unterstellt sie der Aufsicht durch die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit dem 1. Januar 2021) — nicht der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung besteht aus einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spiel, und sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Wer in der Schweiz wettet, wettet damit unter einem Regime, das zwei Veranstalter zulässt und alles andere ausschliesst.

Eine Uferpromenade an einem Schweizer See liegt am frühen Morgen leer da, am anderen Ufer ragen Berge auf.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Die Konsequenz: Wer eine ausländische Wettseite in der Schweiz nutzt, tut dies in einem rechtlichen Graubereich. Die Veranstalterin auf der ausländischen Seite kann sich nicht auf eine Schweizer Bewilligung berufen, und ihre Lizenz aus dem Ausland hat in der Schweiz keine Kraft. Das ist keine Frage der Strenge, sondern der Architektur. Wer in der Schweiz wettet, schliesst den Vertrag auf einer Plattform ab, die nach Schweizer Recht nicht zugelassen ist. Die Einsatz- und Gewinnsummen sind dadurch nicht automatisch verloren, aber sie können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Schweizer Stelle, die bei einer Beschwerde helfen kann.

Werbung und Bonusregeln: was die Gespa verbietet

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratis- oder Freispiele brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Wer also einen «gratis Tipp», einen «100 % Bonus» oder einen «Code für die erste Einzahlung» sieht, sollte prüfen, ob die Quelle bewilligt ist — und wenn nicht, ist die Werbung in der Schweiz selbst schon problematisch. Auf dieser Seite werden keine Codes und keine konkreten Bonusangebote ausländischer Anbieter abgedruckt, weil sie in der Schweiz nicht beworben werden dürfen.

Steuern: was vom Gewinn übrig bleibt

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind in der Schweiz bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der bundesrechtliche Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400); der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, daher gilt «je nach Kanton». Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Wettender gewinnt weit unter dem Freibetrag, also fällt weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer an. Auf ausländische Gewinne fällt keine Verrechnungssteuer an, aber die kantonale Praxis — der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Eine pauschale Aussage dazu ist nicht möglich, weil jeder Kanton seine eigene Praxis hat. Wer unsicher ist, fragt den Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Was es bedeutet, wenn eine ausländische Seite auf der Sperrliste steht

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren (Art. 86-93 BGS; erste Liste am 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Steht eine Domain auf der Liste, ist sie in der Schweiz über die meisten Anschlüsse nicht erreichbar, und das Spielen über sie ist dadurch zumindest erschwert. Wer die Sperre umgeht — über VPN, über Mirror-Domains, über ausländische Anschlüsse — spielt weiterhin auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Konsequenzen, die das hat. Eine Sperrliste ist keine Garantie, dass niemand spielt; sie ist ein Hinweis darauf, dass der Anbieter in der Schweiz nicht zugelassen ist. Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home explizit auf der Liste und bet365 ebenfalls.

Verkaufsstellen: das schwächste Glied der Kette

Die Schweizer Veranstalter vertreiben ihre Wetten nicht nur online, sondern auch über Verkaufsstellen — die Loterie Romande zählt 2’350 davon in der Westschweiz. An diesen Verkaufsstellen gilt das gleiche Mindestalter von 18 Jahren wie online. Die Gespa-Testkäufe 2025 haben gezeigt, dass 47,5 % der 200 getesteten Verkaufsstellen einem minderjährigen Testkäufer eine Sportwette verkauft haben. Das ist die Statistik, die den Online-Kanal stärkt: Wer online spielt, wird bei der Registrierung verifiziert, und die Spielfähigkeit ist an die Identität gebunden. An der Verkaufsstelle ist die Verifikation eine Frage des Personals, das die Wette entgegennimmt, und die Quote der Verifikation ist nicht berauschend.

Die zwei Schweizer Veranstalter im Detail

Die zwei Veranstalter mit Schweizer Bewilligung sind Swisslos und Loterie Romande. Sie decken zusammen die ganze Schweiz ab, jeweils für ihre Region. Wer die Marke mit dem grösseren Wettprogramm sucht, ist bei Sporttip; wer im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt, kommt um Jouez Sport nicht herum, und wer die Romandie verlässt und in der Deutschschweiz wohnt, hat nur Sporttip.

Swisslos Sporttip

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat den Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Der Veranstalter bedient das Swisslos-Vertragsgebiet: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in diesem Gebiet wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen und Sporttip nutzen; alle anderen sind von der Online-Teilnahme ausgeschlossen.

Das Wettprogramm deckt die Sportarten ab, die die Gespa-Liste führt: Fussball mit Bundesliga, Premier League, Super League, Serie A, La Liga, Champions League und Europa League; Eishockey mit National League und NHL; Tennis mit Grand Slams und ATP-Tour; weitere olympische und teamsportliche Disziplinen je nach Saison. Was nicht auf der Liste steht, fehlt im Programm — und das schliesst Märkte aus, die bei internationalen Anbietern selbstverständlich sind. Sporttip ist damit nicht der Anbieter, der alles anbietet, sondern der Anbieter, der alles anbieten darf, was die Schweiz erlaubt.

Die Einsatzgrenzen sind eng: CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, bis CHF 10’000 pro Systemwette. Wer höhere Einsätze platzieren will, ist hier am falschen Ort; wer im Bereich bis CHF 1’000 pro Tipp spielt, hat das volle Programm. Die Livewetten sind verfügbar, der Cash-Out als vollständige Auszahlung, der Kombiboost und die Quoten- und Profitboosts sind online nutzbar. Die Auszahlung auf das Bank- oder Postkonto erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, die ersten zwei Auszahlungen pro Jahr kostenlos, ab der dritten mit 3 % Kommission.

Der Gewinn geht in den Swisslos-Reingewinn, der 2025 bei CHF 562 Mio. lag: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz (für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey, Sporthilfe). CHF 109 Mio. stammten 2025 aus den Sportwetten, nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Wer bei Sporttip wettet, finanziert mit seinem Einsatz zu einem kleinen Teil den Schweizer Sport — das ist die Seite der Medaille, die der Anbieter nicht aktiv bewirbt.

Sporttip ist die richtige Wahl für Spielende mit Wohnsitz im Vertragsgebiet, die innerhalb der Schweizer Regulierung wetten wollen, mit klaren Limits, mit einem schmalen, aber seriösen Wettprogramm, mit Schweizer Bewilligung und Schweizer Rekurs. Wer mit höheren Einsätzen spielen will, mit anderen Sportarten oder mit nicht gelisteten Märkten, ist hier eingeschränkt.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Der Veranstalter zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer in einem dieser Kantone wohnt, hat Anspruch auf ein Online-Konto bei Jouez Sport; wer in der Deutschschweiz wohnt, ist ausgeschlossen.

Das Wettprogramm folgt derselben Gespa-Liste wie Sporttip; die Spielregeln sind in den Grundzügen vergleichbar. Wer die Westschweiz verlässt und in den Osten zieht, verliert den Zugang zum Konto und muss sich bei Sporttip neu registrieren — was mit Wohnsitzwechsel und Ausweisprüfung verbunden ist. Das System der zwei regionalen Veranstalter ist ein Stück Schweizer Föderalismus, und es hat Konsequenzen für die Mobilität: Wer umzieht, muss sein Wettkonto umziehen.

Jouez Sport eignet sich für Spielende im Westschweizer Vertragsgebiet, die innerhalb der Schweizer Regulierung wetten wollen, mit demselben Schutz, denselben Limits und demselben begrenzten Wettprogramm wie Sporttip. Die Marke ist kleiner als Sporttip, was sich in einer schmaleren Marktpräsenz und einer etwas bescheideneren Werbung niederschlägt; die Mechanik ist vergleichbar.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die folgende Liste nennt Anbieter, die in der Schweiz präsent sind, aber keine Schweizer Bewilligung haben. Sie sind nach den Kriterien bewertet, die für die Schweizer Anbieter gelten, und ihre Karten markieren, was sie nicht haben: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Ausschlussregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit, und ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa stehen.

Interwetten

Interwetten ist eine ausländische Wettseite, die in der Schweiz keine Bewilligung hat. Die Marke existiert seit Jahrzehnten im europäischen Markt und ist in einigen Märkten etabliert; die Gespa nennt die Domain explizit auf der Sperrliste, sie wird in der Schweiz per DNS blockiert. Wer Interwetten aus der Schweiz nutzt, spielt auf einer Plattform ohne Schweizer Schutz, und die Quoten und das Wettprogramm liegen ausserhalb dessen, was die Gespa-Liste erlaubt. Für die Bewertung in dieser Seite reicht das: Wer eine Schweizer Bewilligung will, ist hier falsch.

Jackbit

Jackbit ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung, mit Schwerpunkt auf Kryptowährungen und einem breiten Wettprogramm, das über das hinausgeht, was die Gespa-Liste in der Schweiz erlaubt. Die Domain kann auf der Sperrliste stehen. Wer hier spielt, hat keinen Schweizer Schutz, keine Schweizer Verlustlimiten und keine Schweizer Rekursmöglichkeit. Der Reiz der Plattform liegt in Märkten, die in der Schweiz nicht verfügbar sind, und der Preis dieses Reizes ist der Verlust des regulatorischen Schutzes.

Rainbet

Rainbet ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Domain kann auf der Sperrliste stehen. Welche Sportarten, Quoten und Limits die Plattform bietet, ist nicht Gegenstand dieser Seite, weil keine Schweizer Bewilligung vorliegt und die Plattform in der Schweiz nicht reguliert ist. Wer Rainbet nutzt, tut dies ausserhalb des Schweizer Schutzraums.

MyStake

MyStake ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Domain kann auf der Sperrliste stehen. Welche Quoten und welches Wettprogramm angeboten werden, ist nicht Gegenstand dieser Seite. Wer MyStake nutzt, spielt ausserhalb der Schweizer Regulierung.

22Bet

22Bet ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung, die in mehreren Märkten aktiv ist. Die Domain kann auf der Sperrliste stehen. Welche Sportarten und Quoten geboten werden, ist nicht Gegenstand dieser Seite. Wer 22Bet nutzt, spielt ohne Schweizer Schutz.

BetPanda

BetPanda ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung, mit Schwerpunkt auf Kryptowährungen. Die Domain kann auf der Sperrliste stehen. Welche Quoten, Limits und Märkte angeboten werden, ist nicht Gegenstand dieser Seite. Wer BetPanda nutzt, spielt ohne Schweizer Schutz.

Betclic

Betclic ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung, die in einigen europäischen Märkten präsent ist. Die Domain kann auf der Sperrliste stehen. Welche Sportarten und Limits angeboten werden, ist nicht Gegenstand dieser Seite.

WirWetten

WirWetten ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Domain kann auf der Sperrliste stehen. Welche Quoten und welches Wettprogramm geboten werden, ist nicht Gegenstand dieser Seite.

Häufige Fragen

Gibt es in der Schweiz eine einzige Wettseite, die alle Sportarten abdeckt?

Nein. Die Schweiz hat per Gesetz nur zwei Veranstalter für Sportwetten: Swisslos mit der Marke Sporttip und Loterie Romande mit der Marke Jouez Sport. Welche Sportarten und Wettarten angeboten werden dürfen, bestimmt die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, und diese Liste ist geschlossen. Eine Wettseite, die alle Sportarten unter einem Dach vereint, ist mit der Schweizer Bewilligungsarchitektur nicht vereinbar.

Welche Veranstalter dürfen Sportwetten für Kundschaft in der Schweiz anbieten?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos (Marke Sporttip) und Loterie Romande (Marke Jouez Sport) Sportwetten anbieten. Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande die sechs Westschweizer Kantone. Eine ausländische Bewilligung — aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS).

Was bedeutet es, wenn eine ausländische Wettseite auf der Sperrliste der Gespa steht?

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, darunter Interwetten und bet365. Eine Sperrliste heisst: Die Seite ist in der Schweiz über die meisten Anschlüsse nicht erreichbar, und der Anbieter hat keine Schweizer Bewilligung. Wer die Sperre über VPN oder Mirror-Domains umgeht, spielt weiterhin ohne Schweizer Schutz und ohne Schweizer Rekurs.

Welche Sportarten und Wettarten sind bei Sporttip und Jouez Sport erlaubt, und wer bestimmt das?

Erlaubt sind nur die Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die auf der Gespa-Liste stehen (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt; Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Eckball- und Kartenmärkte fehlen; Esports ist nicht auf der Liste. Die Liste ist die engste Stelle des Schweizer Angebots, und sie wird von der Aufsicht festgelegt, nicht von den Veranstaltern.

Wie funktionieren Livewetten und Cash-Out bei den zugelassenen Veranstaltern?

Bei Sporttip sind Livewetten unabhängig von einer Live-Übertragung verfügbar; Wetten, die nach dem Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder VAR-Entscheidung kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Cash-Out ist nur online und nur als vollständige Auszahlung verfügbar, nicht teilweise; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei durchlaufendem Spiel. Swisslos muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten.

Auf welches Konto werden Gewinne ausbezahlt, und welche Kosten können dabei anfallen?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Wetten werden auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto ausgezahlt. Bei Swisslos sind die ersten zwei Auszahlungen pro Jahr kostenlos, ab der dritten Auszahlung fällt eine Kommission von 3 % an, und die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gewinne bis CHF 1’000 werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen.

Inhalt erstellt vom Team «tippsheutech»