Quotenrechner Sportwetten 2026: Was ein Wettrechner wirklich leistet

Ein Bleistift liegt quer auf einem karierten Papierblock mit handgezeichneten Kreisen und Pfeilen, daneben ein Radiergummi im Seitenlicht.

Stand: Oktober 19, 2026. Verifiziert gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) und das Règlement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024) sowie gegen die Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten der Gespa (Stand 10.09.2026).

Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz × (Quote − 1).

Wer mit einem Quotenrechner an eine Sportwette herangeht, hat schon eine Vorentscheidung getroffen: Der Einsatz steht, die Quote ist gelesen, nur der Rechengang fehlt noch. Der Rechner liefert eine Zahl, die wie eine Antwort aussieht – und doch hängt sein Wert an zwei Bedingungen, die nicht in seinem Eingabefeld stehen. Erstens an der Quote selbst, die der Veranstalter festsetzt und in der seine Marge bereits steckt. Zweitens an der Wettart, die bestimmt, wie die Quoten mehrerer Ereignisse verrechnet werden. Wer das übersieht, schiebt den Rechner zwischen sich und die eigentliche Frage. Der folgende Überblick erläutert die Rechnung, ihre Annahmen und ihre Grenzen und zeigt, welche Werkzeuge und Veranstalter in der Schweiz überhaupt zur Verfügung stehen.

Spielerschutz zuerst: Was die Rechnung nicht ersetzt

Ein Rechner zeigt, was eine Wette im Erfolgsfall abwirft. Er zeigt nicht, ob der Einsatz zum Budget passt, ob die eigene Einschätzung zur tatsächlichen Wahrscheinlichkeit passt, und er zeigt schon gar nicht, wann Schluss sein sollte. Diese Seite setzt daher den Spielerschutz an den Anfang – nicht als Pflichtabschnitt, sondern als Rahmen, in dem jede Quotenrechnung steht.

Ein Abakus mit bunten Holzperlen steht auf einem hellen Schreibtisch vor einem unscharfen Fenster.
Ein Wettrechner berechnet Einzel-, Kombi- und Systemwetten mit 1 bis 20 Auswahlen.

Verlustlimiten selbst setzen

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage festlegen. Die Oberlimite liegt bei 9’999 CHF, für unter 21-Jährige bei 1’000 CHF. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – wer also am Sonntagabend die Limite heraufsetzt, kann sie am Montag noch nicht nutzen. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen, die unabhängig von der Verlustlimite greift. Bei Jouez Sport regelt das Règlement die Höchsteinsätze direkt: 500 CHF pro Einzel- oder Kombiwette, 7’500 CHF pro Wettschein mit Multiples. Eine staatlich festgelegte Einzahlungsgrenze für Sportwetten gibt es in der Schweiz nicht; die Limite ist eine Selbstbindung im System des Veranstalters.

Die Logik dahinter: Wer eine Limite setzt, schreibt sich selbst eine Regel, deren Wirkung er dann nicht mehr überschreiben kann, solange die Schutzfrist läuft. Eine 72-Stunden-Frist ist keine Schikane, sie verhindert, dass eine emotionale Reaktion am Bildschirm die Verlustbremse wieder aushebelt. Wer das System nicht nutzt, setzt faktisch keine Obergrenze.

Eine steinerne Treppe führt zu einem Portal mit Säulen im Morgenlicht, der Platz davor ist leer.
Eine Dezimalquote von 1,40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250.

Spielsperre und Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Wer gesperrt ist, kann kein neues Konto eröffnen; die Veranstalter gleichen ihre Neuanmeldungen gegen dieses Register ab. Die Sperre hebt sich nicht von selbst auf, eine Fachstelle ist eingebunden. Freiwillige Pausen bis sechs Monate müssen die Veranstalter anbieten, gesetzlich verankert.

Für die Rechnung auf dieser Seite heisst das: Wer sein Konto bei einem Schweizer Veranstalter sperrt, hat keinen Zugriff mehr auf dessen Quotenrechner. Die Rechenfunktion selbst ist nicht das Problem – das Problem entsteht, wenn ein durchgerechneter Gewinn einen erneuten Einsatz auslöst, der die selbst gesetzte Verlustlimite überschreiten würde. Die beste Quotenrechnung der Welt nützt wenig, wenn das System dahinter den Rechner nicht mehr öffnet.

Minderjährigenschutz und ein realer Befund

Sportwetten sind erst ab 18 Jahren zugänglich; Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer an einem Wettereignis als Wettkämpfer teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen testen lassen, ob die Alterskontrolle greift – bei 200 Versuchen wurde in 47,5 % der Fälle eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Wer also glaubt, der Jugendschutz an der Ladenkasse sei eine Selbstverständlichkeit, sieht sich mit einem realen Befund konfrontiert. Online ist die Lage enger: Die Identität wird bei der Registrierung gegen Ausweis und Adressdatenbanken geprüft, eine doppelte Registrierung ist ausgeschlossen.

Diese Zahlen gehören in jeden Quotenrechner-Text, weil sie zeigen, dass der Schutz im stationären Vertrieb löchrig ist. Online ist der Schutz dichter, aber kein System ist perfekt. Wer für einen Jugendlichen verantwortlich ist, sollte wissen, dass die Verkaufsstelle das nicht zuverlässig abfängt.

Wettarten und Quotenformate: Was in den Rechner gehört

Ein Quotenrechner rechnet nur so gut, wie seine Eingaben sind. Wer nicht weiss, was eine Kombiwette von einer Systemwette unterscheidet oder wie sich Dezimal-, Bruch- und US-Quote zueinander verhalten, gibt Zahlen in ein Feld ein, dessen Mechanik er nicht versteht. Dieser Abschnitt legt die Grundlagen, auf denen die spätere Beispielrechnung aufbaut.

Reingewinn und Auszahlung

Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz × (Quote − 1). Die Auszahlung – das, was am Ende auf dem Wettkonto landet – ist Einsatz × Quote, also der Reingewinn zuzüglich des Einsatzes. Ein Beispiel: 100 CHF zu Quote 2,50 ergeben eine Auszahlung von 250 CHF, davon 150 CHF Reingewinn. Verliert die Wette, ist der Einsatz weg; der Rechner zeigt nur den Erfolgsfall, er zeigt nie den Verlust. Das ist der erste Punkt, an dem die Mechanik kippt: Wer den Rechner als Entscheidungshilfe nutzt, sieht den Gewinn, nicht den erwarteten Verlust.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Ereignis, eine Quote, ein Ergebnis. Die Kombiwette – auch Kombinationswette oder Mehrfachwette genannt – multipliziert die Einzelquoten zu einer Gesamtquote. Der Einsatz gilt für die gesamte Wette, nicht für jede Voraussage einzeln. Gewonnen ist die Kombi nur, wenn jedes Ereignis richtig getippt wurde. Ein einziger Fehler und der gesamte Einsatz verfällt. Genau darin liegt der Reiz und das Risiko: Schon vier Voraussagen zu je 1,80 ergeben eine Gesamtquote von 10,50 – ein ansprechender Wert auf dem Wettschein, aber die Trefferwahrscheinlichkeit liegt dann nicht bei 1,80-Quoten-Niveau, sondern beim Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten. Wer mit einem Rechner 100 CHF zu Gesamtquote 10,50 eingibt, sieht 1’050 CHF Auszahlung. Was er nicht sieht, ist die Wahrscheinlichkeit, mit der er diesen Betrag tatsächlich erhält.

Die Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben. Jede dabei entstehende Kombination heisst Wettreihe. Eine Trixie etwa ist 2 aus 3 – drei Wettreihen, jede mit zwei von drei Voraussagen, dazu die Einzelwetten auf alle drei. Eine Patentwette ist 2 aus 3 plus die drei Einzelwetten und die Kombiwette auf alle drei – also sieben Wettreihen. Eine Yankee ist 2 aus 4 mit elf Wettreihen, eine Canadian 2 aus 5 mit 26 Wettreihen. Mit steigender Anzahl Auswahlen wächst die Zahl der Wettreihen überproportional: Schon 2 aus 6 ergibt 15 Reihen, 2 aus 7 sind 21, 2 aus 8 sind 28. Wer mit 2 aus 10 spielt, hat 45 Wettreihen – und der Einsatz wird zur 45-fachen Einheit, sofern man pro Reihe gleich setzt.

Systemwetten im Detail: Trixie und ihre Verwandten

Die Trixie ist ein gutes Beispiel, um die Mechanik zu zeigen. Drei Auswahlen, kombiniert zu 2 aus 3 – das ergibt drei Wettreihen, je zwei Voraussagen pro Reihe. Wer 30 CHF Gesamteinsatz setzt, wettet effektiv 10 CHF pro Reihe. Gewinnt eine Reihe, wird der Reingewinn aus dieser Reihe ausgezahlt; die anderen beiden Reihen laufen parallel weiter oder sind verloren. Im Unterschied zur Kombiwette verzeiht die Trixie einen Fehler, sie braucht allerdings zwei von drei richtigen Voraussagen, damit überhaupt ein Gewinn herauskommt. Wer alle drei richtig tippt, gewinnt alle drei Reihen plus die Gesamtquote der Kombi – bei 3 aus 3 ist die Trixie also der Kombiwette überlegen, weil die Einzelreihen zusätzlich greifen.

Die Patentwette erweitert die Trixie um die drei Einzelwetten – sieben Wettreihen insgesamt. Sie verzeiht sogar zwei Fehler, solange eine Voraussage sitzt. Allerdings: Bei sieben Wettreihen verteilt sich der Einsatz, und der einzelne Treffer fällt kleiner aus als bei einer fokussierten Einzelwette. Wer mit dem Rechner arbeitet, muss daher zwei Dinge auseinanderhalten: Was die Reihen im Erfolgsfall auszahlen – und wie viele Reihen parallel laufen, was die Verlustwahrscheinlichkeit nach oben treibt.

Quotenformate: Dezimal, Bruch, US

Die meisten europäischen Anbieter – so auch Sporttip und Jouez Sport – arbeiten mit Dezimalquoten. Eine Quote von 2,50 bedeutet: 1 CHF Einsatz zahlt im Erfolgsfall 2,50 CHF zurück, davon 1,50 CHF Reingewinn. Eine Quote von 5,50 entspricht bei 1 € Einsatz einer Auszahlung von 5,50 € und einem Reingewinn von 4,50 €; dieselbe Quote lautet als Bruchquote 9/2 und als US-Quote +450. Das sind drei Schreibweisen desselben Werts.

Die Bruchquote 9/2 liest sich so: 9 CHF Gewinn pro 2 CHF Einsatz. Die US-Quote +450 bedeutet: 100 $ Einsatz zahlen 450 $ Gewinn. Umgekehrt die US-Quote −250 – das Vorzeichen steht für den Favoriten, und −250 heisst: 250 $ Einsatz zahlen 100 $ Gewinn. Die entsprechende Dezimalquote ist 1,40 – niedrig, wie es sich für einen klaren Favoriten gehört. Wer zwischen den Formaten wechselt, rechnet: Dezimalquote = 1 + (Bruchzähler / Bruchnenner). Die US-Quote +x entspricht der Dezimalquote 1 + x/100; die US-Quote −x entspricht 1 + 100/x.

Für Schweizer Wettende ist die Dezimalquote das Arbeitsformat, weil Sporttip und Jouez Sport so quotieren. Wer ausländische Quotenrechner nutzt – etwa von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung –, bekommt unter Umständen Bruch- oder US-Formate zu sehen und muss umrechnen, bevor er das Ergebnis in einen Schweizer Kontext überträgt.

Quotenrechner im Vergleich: Wer rechnet, was, mit welcher Marge

Die folgende Übersicht vergleicht Rechner beziehungsweise Anbieter nach ihrer Eignung für Schweizer Spielende. Im Vordergrund steht die Frage: Ist der Anbieter in der Schweiz überhaupt zugelassen, und wenn ja, wer steht als Veranstalterin dahinter?

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin bzw. ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne
22Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung
MyStake ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung
Interwetten ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung
IviBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung
bet365 ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung
BC.Game ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung
GG.BET ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung

Die Tabelle trennt zwei Welten: Auf der einen Seite die zwei Veranstalterinnen, die das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS) in der Schweiz zulässt – Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Sie besitzen eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung, unterstehen der Aufsicht der Gespa, sind an die Schweizer Spielsperre angeschlossen und zahlen Gewinne auf ein Konto im Namen der spielenden Person aus. Auf der anderen Seite acht Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Sie mögen im Ausland lizenziert sein – Curaçao, Malta, Deutschland –, aber eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen und per DNS für Schweizer Anschlüsse unzugänglich gemacht werden. Wer dort spielt, hat keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Rekursweg und keine Garantie, dass Gewinne tatsächlich ausgezahlt werden – die Aufsicht des Lizenzlandes greift, nicht die schweizerische.

Die Rechner selbst unterscheiden sich nicht nur in der Lizenz, sondern auch in der Funktionalität. Schweizer Rechner – also die Wettschein-Anzeigen bei Sporttip und Jouez Sport – rechnen Einzel-, Kombi- und Systemwetten durch, allerdings nur die Wettarten, die das Programm des Veranstalters tatsächlich anbietet. Ausländische Rechner rechnen oft mehr – etwa Asian Handicap, Corner-Märkte, esports-Wetten, Spezialmärkte aus dem Unterhaltungsbereich –, aber sie rechnen auch Wetten durch, die in der Schweiz gar nicht legal platziert werden können. Ein Quotenrechner kann eine korrekte Auszahlung für eine Wette zeigen, die nach Schweizer Recht niemals angenommen werden darf. Das ist keine Schwäche der Rechenfunktion, aber ein Punkt, der bei der Bewertung zählt.

Was ein Quotenrechner leistet – und was nicht

Ein Quotenrechner ist ein Werkzeug, kein Urteil. Wer ihn nutzt, sollte verstehen, was er abbildet und wo seine Mechanik endet.

Was die Rechnung abbildet

Der Rechner nimmt Eingaben entgegen – Einsatz, Quoten, Wettart, bei Systemwetten die Anzahl Wettreihen – und liefert eine Auszahlung im Erfolgsfall. Bei einer Kombiwette multipliziert er die Einzelquoten zu einer Gesamtquote und multipliziert diese mit dem Einsatz. Bei einer Systemwette rechnet er die Auszahlung jeder Wettreihe einzeln und summiert sie. Manche Rechner ergänzen das Ergebnis um die implizite Trefferwahrscheinlichkeit – das ist die Wahrscheinlichkeit, die eine ausgeglichene Quote ohne Marge hätte – und zeigen so, wie stark der Veranstalter die Quote zu seinen Gunsten verschiebt.

Die Rechnung selbst ist deterministisch: Gleiche Eingaben, gleiches Ergebnis. Wer 100 CHF zu Quote 2,50 eingibt, bekommt 250 CHF, immer. Das ist die Stärke des Werkzeugs, und sie ist nicht klein: Vor allem bei Systemwetten verliert man schnell den Überblick, welche Reihe welchen Gewinn abwirft; der Rechner behält die Übersicht.

Was die Rechnung nicht zeigt

Drei Dinge fehlen. Erstens: die Marge des Veranstalters. Jede einzelne Quote trägt eine Marge, die sich aus dem Zusammenspiel der Quoten aller möglichen Ausgänge ergibt. Bei einer 1X2-Wette auf Fussball – Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg – addieren sich die reziproken Quoten zu einer Zahl über 1, und der Überschuss ist die Marge. Bei einer Zweiweg-Wette – etwa über/unter einer Torzahl – gilt dasselbe Prinzip mit zwei statt drei Ausgängen. Der Rechner zeigt die Quote, nicht aber, wieviel davon tatsächlich an die Spielenden zurückfliesst.

Zweitens: die Korrelation zwischen den Voraussagen. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten, als wären die Ereignisse unabhängig. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Rechner sieht diese Logik nicht; er rechnet die Multiplikation, als wäre alles erlaubt.

Drittens: die Wahrscheinlichkeit, mit der die Wette tatsächlich gewinnt. Bei einer Einzelwette ist das die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote, korrigiert um die Marge. Bei einer Kombiwette ist es das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten, korrigiert um die Marge. Wer fünf Voraussagen zu je 1,80 kombiniert, sieht eine Gesamtquote von 18,90 – das klingt nach einem sicheren Geschäft, ist aber das Produkt von fünf Wahrscheinlichkeiten um die 55 %, was eine reale Trefferchance unter 5 % ergibt.

Eine Beispielrechnung: Zweiweg-Markt mit 5,3 % Marge

Angenommen wird ein Zweiweg-Markt mit Dezimalquoten 1,90 und 1,90. Das ist ein fiktives Beispiel, kein tatsächlich quotierter Preis, und dient allein der Demonstration. Die Auszahlungsquote – der Anteil der Einsätze, der im Mittel an die Spielenden zurückfliesst – ist 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,9500, also 95,00 %. Die Marge ist 100 % − 95,00 % = 5,00 % – ein typischer Wert für Hauptmärkte. Auf 100 CHF Einsatz an diesem Markt zahlt der Veranstalter im langfristigen Mittel 95 CHF an die Spielenden zurück, die restlichen 5 CHF behält er. Wer diesen Markt spielt, verliert auf Dauer etwa 5 CHF pro 100 CHF Einsatz, unabhängig davon, wie klug die Auswahl erscheint.

Bei einem Dreiweg-Markt – Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg – mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,50 sieht die Rechnung so aus: 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,50) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2857) = 1 ÷ 1,0560 ≈ 0,9470, also 94,70 % Auszahlung und 5,30 % Marge. Eine typische Marge für Fussball-1X2. Bei 100 CHF Einsatz fliessen im Mittel 94,70 CHF zurück, 5,30 CHF bleiben beim Veranstalter.

Die Bandbreite, die sich aus diesen Rechnungen ergibt, liegt zwischen 95,00 % und 94,70 % Auszahlung – oder, anders gesagt, zwischen 5,00 % und 5,30 % Marge. Das ist die Spanne, in der sich die Hauptmärkte bewegen; bei Nebenmärkten – Handicap, Torzahl exakt, Halbzeit/Endstand – liegen die Margen oft deutlich höher, teils bei 7 bis 10 %. Ein Quotenrechner, der die Marge mit anzeigt, lässt den Spielenden sofort sehen, wo der Veranstalter mehr behält.

Cash-Out: Der Rechner im laufenden Spiel

Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Für die Rechnung heisst das: Wer eine Wette mit 100 CHF Einsatz zu Quote 3,00 platziert und nach 30 Minuten feststellt, dass sein Team 1:0 führt, sieht auf dem Bildschirm einen Cash-Out-Wert, der unter den 300 CHF liegt, die am Ende möglich wären. Der Rechner im Kopf sagt: 200 CHF Reingewinn wären drin. Der Cash-Out-Wert ist das Angebot, das Risiko abzuschneiden – er beinhaltet eine zusätzliche Marge des Veranstalters, weil das Cash-Out-Angebot stets unter dem fairen Wert liegt. Wer das nicht einkalkuliert, schenkt dem Veranstalter einen Teil des Gewinns.

Rechtliche Lage in der Schweiz: Wer rechnen darf – und wer wetten darf

Die Schweiz hat 2019 das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS) in Kraft gesetzt; die Aufsicht liegt bei der Gespa. Für Sportwetten bedeutet das: Nur zwei Veranstalterinnen dürfen das Angebot stellen, nur auf bestimmte Sportarten, nur an Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet, und nur nach identitätsgeprüfter Registrierung. Ein Quotenrechner ist davon nicht betroffen – er ist ein Werkzeug. Aber er rechnet Wetten durch, die in der Schweiz nicht platziert werden können, und er wird von Anbietern angeboten, die hier nicht zugelassen sind.

Was erlaubt ist: Zwei Veranstalterinnen, klar definierte Märkte

Swisslos mit Sporttip bedient die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein – insgesamt 19 Kantone plus das Fürstentum. Loterie Romande mit Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in Genf wohnt, kann nur bei Loterie Romande online spielen; wer in Zürich wohnt, nur bei Swisslos. Diese Aufteilung gilt seit der interkantonalen Vereinbarung von 2019 und ist im BGS verankert.

Was gewettet werden darf, steht auf der Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten der Gespa, Stand 10.09.2026. Dort sind die Sportarten aufgeführt, die in der Schweiz quotiert werden dürfen – Fussball, Eishockey, Tennis und weitere, mit Einschränkungen. Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet; Trainingsläufe nie. Eckball- und Kartenmärkte erscheinen auf der Liste nicht, ebenso kein esports-Bereich. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind generell ausgeschlossen.

Was nicht erlaubt ist: Ausländische Anbieter, ungeprüfte Wetten

Eine ausländische Lizenz – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Schweizer Sperrregister und ohne Schweizer Rekursweg. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains; Schweizer Telekomanbieter sperren diese Domains per DNS. Wer die Sperre umgeht, etwa über VPN, ändert nichts an der Rechtslage in der Schweiz. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die spielende Person wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse von bis zu 500’000 CHF bestraft (Art. 131 BGS). Wer einen Quotenrechner eines ausländischen Anbieters aufruft, sieht möglicherweise Werbung, die in der Schweiz so nicht hätte geschaltet werden dürfen.

Werbung, Boni und Gratisspiele

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Gratiswetten und Gratisguthaben benötigen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte die Gespa 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos. Die genauen Bonusbedingungen legen die Veranstalter in ihren Teilnahmebedingungen fest. Wer einen Bonus annimmt, sollte prüfen, welche Umsatzbedingungen gelten, welche Mindestquoten verlangt werden und welche Fristen laufen.

Beim Sporttip-Kombiboost etwa gilt: Nur online, Prematch, Live oder Systemwetten, mindestens vier Voraussagen mit Mindestquote 1,50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Wer 200 CHF auf eine Kombi mit sieben Voraussagen setzt und gewinnt, sieht nicht nur den regulären Gewinn, sondern einen um 20 % erhöhten Nettogewinn. Was die Rechnung verschweigt: die Mindestquote 1,50 pro Voraussage, die den Markt einschränkt; die Tatsache, dass bei einem Cash-Out der Boost verfällt; und die Tatsache, dass die höheren Stufen (10 und 15 Voraussagen) ein Vielfaches an Wettreihen mitbringen.

Steuern: Freibetrag, Verrechnungssteuer, kantonale Praxis

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1.1.2026 bei 1’071’000 CHF, im Jahr 2025 waren es 1’070’400 CHF. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich – wer Gewinne verbucht, fragt die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden können. Für die allermeisten Sportwettenden ist die Frage akademisch: Die Trefferquote liegt im einstelligen Prozentbereich, die Treffer im niedrigen vierstelligen Bereich, der Freibetrag wird nicht überschritten.

Anders liegt der Fall bei Gewinnen von ausländischen Anbietern. Diese unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil der ausländische Anbieter nicht in der Schweiz zum Abzug verpflichtet ist. Aber: Der Kanton Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. In anderen Kantonen ist die Praxis weniger eindeutig. Wer regelmässig spielt, sollte das im Steuerformular nicht verschweigen – die ausländischen Anbieter melden Gewinne nicht automatisch an die Schweizer Behörden, aber die Bank sieht den Zahlungseingang.

Operatoren im Detail

Die folgenden Abschnitte beschreiben die zwei Schweizer Veranstalterinnen und die acht ausländischen Anbieter aus der Vergleichstabelle. Die Reihenfolge entspricht der Tabelle: zuerst die zwei Anbieter mit Schweizer Bewilligung, dann die acht ohne.

Swisslos Sporttip

Swisslos mit Sitz in Basel veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung als Veranstalterin und die Spielbewilligung sind im BGS verankert; die Aufsicht führt die Gespa. Sporttip wird im Gebiet von 19 Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein durchgeführt.

Beim Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten 1 CHF, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette 1’000 CHF und für eine Systemwette 10’000 CHF. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote – bei Kombinationen mal Gesamtquote – und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Cash-Out ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out. Bei Cash-Out verfällt ein laufender Boost.

Das Rechnerurteil: Sporttip ist der Rechner für deutschsprachige Wettende in der Schweiz. Das Wettprogramm deckt die zugelassenen Sportarten ab, die Quoten sind im Dezimalformat, und der Wettschein zeigt die Gesamtquote in Echtzeit. Wer mit Systemwetten experimentiert, sieht sofort, wie sich die Anzahl Wettreihen auf den Einsatz auswirkt. Die Höchsteinsätze sind moderat – 1’000 CHF pro Einzelwette reicht für die meisten Profile, und 10’000 CHF pro Systemwette liegt im Rahmen, wenn man mit kleinen Reihen spielt. Die echte Einschränkung liegt im Wettprogramm: Was nicht auf der Gespa-Liste steht, kann auch der Rechner nicht durchrechnen.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Kontaktadresse: Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende.

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online 2 CHF, in Verkaufsstellen 3 CHF, für Multiples 2 CHF. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei 500 CHF; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens 7’500 CHF Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1,10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei 300’000 CHF, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei 1’000’000 CHF. Das Règlement (17. Ausgabe, September 2024) ist die massgebliche Quelle.

Das Rechnerurteil: Jouez Sport ist das westliche Gegenstück zu Sporttip, mit etwas anderen Limiten und einem engeren Quotenband. Wer aus dem Welschland kommt oder dort wohnt, hat keine andere Wahl – Loterie Romande ist die einzige Veranstalterin mit Schweizer Bewilligung für diese Kantone. Der Mindesteinsatz von 2 CHF online ist doppelt so hoch wie bei Sporttip; der Höchsteinsatz mit 500 CHF nur halb so hoch. Bei einer Kombiwette mit zehn Voraussagen kann der Gesamteinsatz auf dem Wettschein 7’500 CHF erreichen, was zehn parallele Einzelreihen mit 750 CHF oder 45 Reihen mit 167 CHF ermöglicht. Der Rechner hilft hier, die Reihen zu strukturieren, ohne den Überblick zu verlieren.

22Bet

22Bet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, die der Anbieter ausweist, ist nicht in der Schweiz anerkannt (Art. 4 BGS); die Gespa-Aufsicht greift nicht, der Anschluss an das Schweizer Sperrregister fehlt. Schweizer Spielerinnen und Spieler haben bei 22Bet keinen Schweizer Rekursweg. Die Domain 22bet kann auf der Gespa-Sperrliste landen, was den Zugriff aus Schweizer Netzen per DNS blockiert.

Das Rechnerurteil: 22Bet ist ein ausländischer Anbieter, dessen Quotenrechner für Schweizer Profile nur dann relevant wird, wenn man bewusst eine Wettart durchrechnen will, die in der Schweiz nicht angeboten wird – etwa Asian Handicap in voller Tiefe, exotische Torzahlmärkte oder Spezialwetten auf Spielerverhalten. Wer das Werkzeug nutzt, sollte die Rechnung nicht mit einer Platzierung verwechseln. Eine Auszahlung, die der Rechner anzeigt, ist kein Anspruch, der in der Schweiz durchsetzbar wäre.

MyStake

MyStake hat keine Schweizer Bewilligung. Ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rekursweg. Die Domain kann auf der Sperrliste stehen.

Das Rechnerurteil: Wie bei 22Bet – das Rechenwerkzeug existiert, aber die rechtliche Grundlage für eine Platzierung in der Schweiz fehlt. Wer mit MyStake rechnet, rechnet mit Quoten eines Marktes, der hier nicht zugänglich ist. Das ist ein Unterschied zur Spielmechanik, nicht zur Mechanik des Rechners.

Interwetten

Interwetten (Interwetten.com) gehört zu den Anbietern, die die Gespa namentlich als Beispiel für «Domain-Hopping» nennt – das Phänomen, dass gesperrte Domains durch neue ersetzt werden, was die Gespa innerhalb von Stunden nachzieht. Interwetten hat keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz greift hier nicht (Art. 4 BGS).

Das Rechnerurteil: Interwetten ist im deutschsprachigen Raum ein bekannter Name und taucht in vielen Tests als Beispiel für ausländische Anbieter auf. Die Quotenrechner-Funktion existiert, aber die Bewertung für Schweizer Nutzerinnen und Nutzer ist eindeutig: ohne Bewilligung kein Schweizer Schutz, ohne Schutz kein Anspruch auf faire Behandlung im Streitfall.

IviBet

IviBet hat keine Schweizer Bewilligung. Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt. Domain möglicherweise auf der Sperrliste.

Das Rechnerurteil: Wie die anderen ausländischen Anbieter – das Werkzeug existiert, der rechtliche Rahmen fehlt. Für die Rechnung selbst heisst das: Man kann mit IviBet-Quoten rechnen, aber die Platzierung dieser Wetten ist in der Schweiz strafrechtlich relevant (Art. 130 BGS), wenngleich die spielende Person nicht bestraft wird.

bet365

bet365 wird von der Gespa namentlich als auf der Sperrliste stehend genannt. Keine Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz. Der Anschluss an das Schweizer Sperrregister fehlt.

Das Rechnerurteil: bet365 ist international einer der grössten Anbieter und hat einen ausgereiften Quotenrechner mit Cash-Out-Funktion, Bet-Builder und Live-Quoten. Die Mechanik der Rechnung ist solide. Was für Schweizer Profile fehlt, ist die Bewilligung – und damit die Aufsicht durch die Gespa, der Anschluss an das Sperrregister und der Schweizer Rekursweg. Wer bet365 nutzt, akzeptiert die ausländische Aufsicht des Lizenzlandes, nicht die schweizerische.

BC.Game

BC.Game hat keine Schweizer Bewilligung. Lizenz aus dem Ausland, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS). Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rekursweg.

Das Rechnerurteil: BC.Game ist vor allem für Kryptowährungen bekannt; die Rechner-Mechanik ist vergleichbar zu anderen Anbietern. Für Schweizer Profile ist die Bewertung eindeutig: Ohne Bewilligung keine Schweizer Schutzmechanismen. Wer mit Kryptowährungen einzahlt, hat zudem das Problem, dass die Auszahlung nicht über ein Schweizer Bankkonto läuft – und die Schweiz nur Auszahlungen auf ein Konto im Namen der spielenden Person anerkennt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Eine BC.Game-Auszahlung auf eine Krypto-Wallet ist in der Schweiz keine «anonyme Auszahlung», weil das Wallet einer Person zugeordnet werden kann; sie ist aber keine «Auszahlung auf das Spielerkonto» im Sinne der Schweizer Spielregeln.

Bruce Bet

Bruce Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz nicht anerkannt. Möglicherweise auf der Sperrliste.

Das Rechnerurteil: Bruce Bet reiht sich in die Liste der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ein. Der Rechner funktioniert, die Lizenz greift in der Schweiz nicht. Für die Frage «welcher Quotenrechner für wen» ist Bruce Bet irrelevant, solange die Platzierung in der Schweiz nicht möglich ist.

GG.BET

GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung. Lizenz aus dem Ausland, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS). esports-Wetten gehören zum Angebot, sind aber in der Schweiz auf der Gespa-Liste nicht zugelassen.

Das Rechnerurteil: GG.BET ist auf esports spezialisiert, und genau das macht es für Schweizer Profile uninteressant – esports erscheint nicht auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten. Wer mit GG.BET-Quoten rechnet, rechnet Wetten durch, die in der Schweiz gar nicht platziert werden können. Der Rechner als solcher ist nicht das Problem; das Problem ist die fehlende Bewilligung für die Wettart.

Häufige Fragen zum Quotenrechner

Wie wird der Reingewinn einer Sportwette aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Reingewinn ergibt sich aus Einsatz × (Quote − 1). Die Auszahlung – Einsatz plus Gewinn – ist Einsatz × Quote. Bei 100 CHF Einsatz zu Quote 2,50 sind das 250 CHF Auszahlung, davon 150 CHF Reingewinn. Bei einer Kombiwette wird zuerst die Gesamtquote berechnet (Produkt der Einzelquoten), dann der gleiche Rechenschritt angewandt.

Wie unterscheiden sich Dezimal-, Bruch- und US-Quoten?

Die Dezimalquote 2,50 entspricht der Bruchquote 3/2 («3 zu 2») und der US-Quote +150. Eine Dezimalquote von 5,50 entspricht der Bruchquote 9/2 und der US-Quote +450. Die US-Quote −250 (für Favoriten) bedeutet 250 $ Einsatz für 100 $ Gewinn und entspricht der Dezimalquote 1,40. Schweizer Veranstalter quotieren in Dezimalquoten; ausländische Rechner können Bruch- oder US-Formate zeigen.

Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette berechnet, und warum sinkt die Trefferchance mit jeder weiteren Voraussage?

Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Bei drei Voraussagen zu je 1,80 ergibt sich 1,80 × 1,80 × 1,80 = 5,83. Die Trefferchance sinkt, weil die Gesamtquote das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten ist – aus 55 % pro Voraussage werden 55 % × 55 % × 55 % = 16,6 %, korrigiert um die Marge. Jede weitere Voraussage vervielfacht die Quote, aber die Wahrscheinlichkeit, alle richtig zu tippen, fällt überproportional.

Was ist eine Systemwette, und wie viele Einzelwetten stecken etwa in einer Trixie?

Eine Systemwette fasst mehrere Kombinationswetten zusammen, geschrieben als «X aus Y». Jede Kombination heisst Wettreihe. Eine Trixie ist 2 aus 3 mit drei Wettreihen (je zwei der drei Voraussagen). Die Patentwette ergänzt die Trixie um die drei Einzelwetten und ergibt sieben Reihen. Eine Yankee (2 aus 4) hat elf Reihen, eine Canadian (2 aus 5) 26 Reihen, eine Heinz (2 aus 6) 15 Reihen. Mit steigender Auswahlzahl wächst die Reihenzahl schnell.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei 1 CHF, der Höchsteinsatz für Einzel- oder Kombinationswetten bei 1’000 CHF, für Systemwetten bei 10’000 CHF. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online 2 CHF, in Verkaufsstellen 3 CHF, für Multiples 2 CHF. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei 500 CHF, der maximale Einsatz pro Wettschein mit Multiples bei 7’500 CHF. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt bei Jouez Sport 300’000 CHF, pro Multiple insgesamt 1’000’000 CHF.

Zeigt ein Quotenrechner die Marge des Anbieters, und was bedeutet sie für den Erwartungswert?

Die meisten Quotenrechner zeigen die Marge nicht direkt, sondern die Quoten selbst. Aus den Quoten lässt sich die Marge errechnen: 1 minus die Summe der Kehrwerte der Quoten. Bei einer Zweiweg-Wette mit 1,90/1,90 ergibt sich eine Marge von 5,00 %, bei einer Dreiweg-Wette mit 2,10/3,40/3,50 etwa 5,30 %. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter im Mittel behält – auf Dauer verliert die spielende Person diesen Prozentsatz ihres Einsatzes, unabhängig von der Trefferquote. Wer den Erwartungswert berechnen will, zieht die Marge von jeder Quote ab.

Inhalt erstellt vom Team «tippsheutech»