NHL Wetten in der Schweiz – was erlaubt ist und wer es anbietet

Ein Eishockeypuck liegt auf einer glatten Eisfläche, im Hintergrund erheben sich die dunklen Ränge einer leeren Halle.

Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Gespa-Liste und die Spielregeln von Swisslos (Stand 14.10.2026).

Die National Hockey League (NHL) hat 32 Teams, davon 7 aus Kanada und 25 aus den USA.

NHL Wetten sind in der Schweiz möglich, aber das Feld ist klar abgegrenzt. Nur zwei Veranstalterinnen haben eine Schweizer Bewilligung für Sportwetten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide bedienen je ihr Sprachgebiet. Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, eröffnet ein Konto bei Swisslos; wer in der Romandie wohnt, bei der Loterie Romande. Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung treffen Schweizer Spielende im Internet, fallen aber nicht unter Schweizer Schutz.

Die NHL selbst ist ein Sportveranstalter aus Nordamerika, und nicht jedes Wettprogramm eines Buchmachers fällt automatisch unter das, was die Schweiz erlaubt. Die Gespa führt eine geschlossene Liste erlaubter Sportseiten, Wettbewerbe und Wetttypen. Steht die NHL-Begegnung, auf die gewettet werden soll, mit dem passenden Wetttyp auf dieser Liste, ist die Wette bei einer der beiden Veranstalterinnen zulässig. Steht sie nicht drauf, geht sie nicht. Was erlaubt ist und was nicht, hängt also an zwei Bedingungen: Veranstalterin und Gespa-Liste.

NHL und Stanley Cup: Spielfeld und Saisonzeiten

Die NHL ist die wichtigste Eishockeyliga der Welt. 32 Teams, 25 aus den USA und 7 aus Kanada, spielen in zwei Konferenzen und vier Divisionen. Gegründet wurde sie am 22. November 1917 von den Montreal Canadiens, den Montreal Wanderers, den Ottawa Senators und den Quebec Bulldogs; erster Präsident war Frank Calder. Rekordgewinner des Stanley Cups sind die Canadiens de Montréal mit 24 Titeln.

Ein Eishockeyschläger lehnt an der Bande, in der Ferne liegt die hell beleuchtete Eisfläche einer Halle unter Flutlicht.
Die NHL-Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026 mit 82 Spielen pro Team bei 32 Teams.

Die Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026 mit 82 Spielen pro Team. Ab der Saison 2026/27 sind 84 Spiele pro Team vorgesehen, das ist im neuen Tarifvertrag so geregelt. Auf die Hauptrunde folgen die Playoffs im Modus Best of seven, also Vier-Siege-Serien. Die Playoffs 2026 liefen vom 18. April bis zum 14. Juni 2026; die Carolina Hurricanes gewannen das Finale 4:2 gegen die Vegas Golden Knights und holten damit ihren zweiten Stanley Cup. Als wertvollster Spieler der Playoffs (Conn Smythe Trophy) wurde Jordan Staal ausgezeichnet. Die Presidents‘ Trophy für die beste Hauptrundenbilanz ging mit 121 Punkten an die Colorado Avalanche.

Diese Daten prägen das Wettprogramm: Vor der Hauptrunde stehen Langzeitwetten auf den Meister oder den wertvollsten Spieler zur Wahl, während der Hauptrunde Einzelspielwetten auf jeden Spieltag, in den Playoffs Serienwetten auf das Weiterkommen pro Runde und im Finale Serien- und Ergebniswetten auf den Stanley Cup. Wer als Spielender auf den Ausgang einer Partie wetten will, muss wissen, wann das Wettprogramm welche Märkte anbietet, und ob die Gespa-Liste diese Märkte trägt.

Schweizer Bewilligung: zwei Veranstalterinnen, zwei Sprachgebiete

In der Schweiz dürfen nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten anbieten, das ergibt sich aus dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und der interkantonalen Vereinbarung. Wer bei einem anderen Anbieter wettet, spielt bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Konsequenzen reichen von fehlendem Schutz im Streitfall bis zur Möglichkeit, dass die Gespa die Domain auf die Sperrliste setzt und der Zugang in der Schweiz per DNS blockiert wird.

Ein zugefrorener Bergsee im Morgendunst, am Ufer steht eine einsame Holzbank zwischen verschneiten Tannen.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Swisslos Sporttip

Die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel ist Veranstalterin der Sporttip-Wetten, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Swisslos-Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Vertragsgebiet möglich, volljährig, ohne Spielsperre und pro Person nur einmal. Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis geprüft, die Adresse gegen Datenbanken abgeglichen.

Swisslos hat im Geschäftsbericht 2025 (publiziert am 13.02.2026) für das Jahr 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. ausgewiesen: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz (für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey, Sporthilfe). Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) führt das Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. In der Westschweiz unterhält sie 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz in einem dieser sechs Kantone möglich, volljährig und mit verifizierter Identität.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Im Internet treffen Schweizer Spielende auf Marken wie Pribet, X3Bet, BetPanda, GG.BET, 1Bet, Bruce Bet, Sportuna und Funbet. Keine dieser Marken hat eine Schweizer Bewilligung für Sportwetten. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, gilt in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS). Die Gespa kann die Domain solcher Anbieter auf die Sperrliste setzen; per DNS-Block wird der Zugang in der Schweiz unterbrochen, die Liste wird laufend aktualisiert, am Jahresende 2025 umfasste sie 671 Domains. Wer bei einem dieser Anbieter spielt, ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg und riskiert, dass Gewinne aus ausländischen Grossspielen je nach Kanton als Einkommen versteuert werden.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Ja (Sporttip) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel)
Loterie Romande Jouez Sport Ja (Jouez Sport) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne)
Pribet Nein Lizenz nicht ausgewiesen
X3Bet Nein Tobique (Kanada), gemeldet
BetPanda Nein Lizenz nicht ausgewiesen
GG.BET Nein Lizenz nicht ausgewiesen
1Bet Nein Lizenz nicht ausgewiesen
Bruce Bet Nein Lizenz nicht ausgewiesen
Sportuna Nein Lizenz nicht ausgewiesen
Funbet Nein Lizenz nicht ausgewiesen

Die Übersicht zeigt: Zwei Anbieter sind in der Schweiz bewilligt, während ausländische Marken ohne Schweizer Genehmigung operieren.

Was darf gewettet werden: die Gespa-Liste

Die Gespa führt eine geschlossene Liste erlaubter Sportseiten, Wettbewerbe und Wetttypen (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS, Version 10.09.2026). Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind verboten. Eine Wette auf ein NHL-Spiel ist nur dann zulässig, wenn die Gespa-Liste das Ereignis und den Wetttyp trägt. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe ebenso, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe sind tabu. Eckbälle, Karten oder spezielle Fussballmärkte fehlen auf der Liste, eine Esports-Sektion fehlt ebenfalls. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Was die Liste nicht zeigt, ist ebenso wichtig wie das, was sie zeigt: Wer auf einen Markt wetten will, der nicht auf der Liste steht, hat keine legale Wette platziert, selbst wenn die Veranstalterin den Markt im Programm führt. Wer unsicher ist, prüft die aktuelle Liste der Gespa oder den Wettschein: zeigt die Veranstalterin den Markt als verfügbar an, ist das ein guter, aber kein endgültiger Beleg, dass die Gespa-Liste ihn trägt.

Limits und Schutz: was jede Sporttipperin setzen muss

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Beide Schweizer Veranstalterinnen wenden diese Regelung an, sie ergibt sich aus den Swisslos-Bedingungen für die Online-Teilnahme (gültig ab 13. Januar 2025). Gesetzlich verlangt ist eine Mindestwartezeit von 24 Stunden bei einer Limitenerhöhung; Swisslos und Loterie Romande gehen mit 72 Stunden darüber hinaus.

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Spielsperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS); eine spezialisierte Stelle ist einzubeziehen (Art. 81 BGS). Wer ausgeschlossen oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Die Limits sind kein Bonus, sie sind ein Werkzeug. Wer seine tägliche Verlustlimite auf CHF 20 setzt, verliert an einem schlechten Abend nie mehr als CHF 20, egal wie das Spiel läuft. Wer sie auf das gesetzliche Maximum setzt, hat faktisch keine Bremse. Die Limite ist der einzige Hebel, den die Schweiz den Spielenden in die Hand legt, weil sie keine festen staatlichen Einsatz- oder Einzahlungslimits kennt.

Einsatz, Quote und Gewinn: wie eine Sporttip-Wette rechnet

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten mal Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Einsatz von CHF 10 und einer Einzelquote von 2.10 ergibt sich ein Bruttogewinn von CHF 21, also ein Nettogewinn von CHF 11 (nach Abzug des Einsatzes). Bei einer Kombiwette mit drei Quoten von 2.10, 1.80 und 3.20 multiplizieren sich diese zu einer Gesamtquote von 12’096, ein CHF 10-Einsatz würde damit CHF 120.96 zurückbringen, bevor die Rundung greift.

Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei Sporttip beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Die Marge ist die Differenz zwischen dem, was die Spielenden insgesamt setzen, und dem, was die Veranstalterin als Gewinn auszahlt. Für einen Markt mit zwei Ausgängen zu den Quoten 1.90 und 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote (Payout Share) von rund 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0.95, also etwa 95 %. Die Marge ist dann 100 % − 95 % = 5 %. Das ist die Spanne zwischen dem, was reinkommt, und dem, was als Gewinn wieder rausgeht, im Schnitt und über viele Wetten gerechnet. Für die Praxis heisst das: Bei einem Markt mit zwei gleich grossen Ausgängen und einer Marge von etwa 5 % zahlt die Veranstalterin 95 % aller Einsätze als Gewinne zurück, der Rest ist ihr durchschnittlicher Ertrag. Bei einem Dreiwege-Markt mit Quoten von 2.50, 3.40 und 2.80 läge die Auszahlungsquote tiefer, die Marge entsprechend höher, weil die Quoten mehr Spielraum lassen.

Quotenschlüssel und Marge in der Anwendung

Wer zwei Wetten mit identischen Quoten vergleicht, sieht nicht, welcher Anbieter die tiefere Marge nimmt; die Quoten sehen gleich aus. Erst die Rechnung über die Auszahlungsquote zeigt, wo mehr beim Spielenden bleibt. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.85 und 1.95 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1.85 + 1/1.95) ≈ 0’948, also eine Marge von rund 5.2 %. Bei 1.90 und 1.90 wären es rund 5 %. Der Unterschied ist klein, über viele Wetten ist er es nicht.

Das ist auch der Punkt, an dem Marketing-Sprache ins Leere läuft. «Best odds», «boosted odds» oder «sichere Quoten» bezeichnen keinen festen Wert, sie sind Versprechen, die sich am Quotenset des Tages messen lassen müssen. Wer vergleicht, rechnet: Auszahlungsquote, dann Marge. Werbung verschleiert diesen Schritt gerne.

Wettarten bei Sporttip: Einzel, Kombi, System, Live

Einzelwetten sind die einfachste Form: ein Ausgang, eine Quote, ein Gewinn. Kombiwetten multiplizieren die Einzelquoten zur Gesamtquote, was den möglichen Gewinn hebt, aber das Risiko: jede Voraussage muss eintreffen, sonst ist der Einsatz verloren. Systemwetten kombinieren mehrere Wetten zu einem Netz aus Teilwetten und federn einzelne Fehlprognosen ab, sind aber komplexer im Aufbau.

Livewetten laufen während des Spiels. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen (bei Fussball etwa Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für Eishockey fehlt eine vergleichbare Aufzählung im Regelwerk, das Prinzip gilt aber entsprechend.

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Cash-Out: vorzeitig aussteigen, mit Verlust

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Bei Quotenboosts und Profitboosts verfällt der Boost, sobald ein Cash-Out ausgeführt wird.

Wer vor Spielende aussteigt, gibt einen Teil des möglichen Gewinns ab, um den Einsatz gesichert zu haben. Wie viel das kostet, hängt vom Spielstand und vom Cash-Out-Angebot ab, das die Veranstalterin im Wettschein anzeigt. Das Angebot ist nicht garantiert; in spielentscheidenden Phasen kann es verschwinden.

Boosts: Quoten- und Profitboost, Kombiboost

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solcher Voraussagen, Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Der Kombiboost zeigt das Prinzip jedes Boosts: Die Erhöhung gilt nur unter Bedingungen. Vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 schliessen viele kurzfristige Wetten aus, und der Bonus steigt nur in Stufen. Wer die Stufen mitnimmt, muss die Bedingungen mitnehmen. Wer nicht, sieht den Bonus nicht.

Reguläre Spielzeit, Verlängerung und Penaltyschiessen

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Eishockey gilt: Eine Wette auf den Sieger nach regulärer Spielzeit (60 Minuten plus Nachspielzeit) deckt nicht die Overtime oder das Penaltyschiessen ab, wenn das Wettprogramm nicht ausdrücklich darauf hinweist. Eine Wette auf den Sieger des Spiels schliesst die Verlängerung mit ein, wenn das Wettprogramm das so vorsieht.

Wer auf einen Markt setzt, ohne den Zusatz zu lesen, wettet auf etwas anderes, als er denkt. Wer auf ein Unentschieden nach regulärer Spielzeit setzt und das Spiel geht in die Overtime, hat die Wette verloren, obwohl das Spiel nicht durch ein Siegtor entschieden wurde.

Prognose im Eishockey: Form, Torhüter, Statistik, Schätzung

Eine Prognose im Eishockey stützt sich auf vier Bausteine: die Form der Mannschaft über die letzten Spiele, die Torhüterleistung, die Statistik der Direktvergleiche und das Umfeld (Heim/Auswärts, Verletzungen, Back-to-Back-Spiele). Die Form lässt sich aus den letzten 5 bis 10 Spielen ablesen, wobei ein 6:3-Sieg gegen einen schwachen Gegner weniger zählt als ein 2:1-Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Der Torhüter ist im Eishockey wichtiger als in vielen anderen Sportarten, weil eine Fangquote von 92 % gegen 88 % über ein Spiel hinweg den Unterschied macht. Statistiken zu Schüssen, gegnerischen Schüssen, Powerplay-Quote und Penalty-Killing-Quote geben Hinweise auf das Spielsystem.

Ein Value-Bet ist eine Wette, deren Quote nach eigener Einschätzung der Wahrscheinlichkeit zu hoch ist. Liegt die geschätzte Siegwahrscheinlichkeit bei 60 % und die Quote bei 2.00, wäre das ein Value, weil 60 % × 2.00 = 1.20 einen Erwartungswert über 1 ergibt, was auf lange Sicht Gewinn verspricht. Die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit ist das Problem: Wer 60 % sagt, sagt nicht, wie er auf 60 % kommt. Ohne ein Modell, das Quoten, Heimvorteil, Torhüter und Form kombiniert, ist die Schätzung willkürlich. Und selbst mit Modell ist jede einzelne NHL-Prognose eine Schätzung, weil Verletzungen, Torhüterwechsel und Spielflusslauben sich nicht vorhersagen lassen. Keine Prognose ist sicher, und Wetten sind kein Einkommen.

Was bleibt, ist ein Werkzeugkasten, kein Orakel. Wer ihn nutzt, schätzt Wahrscheinlichkeiten, vergleicht sie mit Quoten und sucht die Differenz. Wer ihn nicht nutzt, wettet nach Bauchgefühl. Beides ist erlaubt, beides hat denselben Endpunkt: eine Wette, die eintrifft oder nicht.

Spielsperre, Pause und Schutz: was im Ernstfall hilft

Wer merkt, dass er die Kontrolle verliert, kann eine Pause bei der Veranstalterin setzen (1 bis 180 Tage produktbezogen bei Swisslos) oder eine unbefristete Spielsperre im schweizweiten Register eintragen lassen. Die Spielsperre gilt für Casinos und Online-Casinos gleichermassen und für das Fürstentum Liechtenstein. Sie wird nicht vor Fristablauf aufgehoben, eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten gelöst werden, und eine spezialisierte Stelle ist einzubeziehen.

Wer eine Spielsperre aufheben will, hat ein dreimonatiges Mindestfenster zu warten. Das ist kein Versehen, sondern Absicht: Eine Spielsperre, die sich sofort aufheben liesse, schützt nicht. Wer unter Druck eine Sperre setzt und sie am nächsten Morgen wieder löst, hat keine Sperre.

Werbung, Werbegrenzen und Bonusregeln

Werbung für Sportwetten darf in der Schweiz nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt.

Eine Promo-Code-Liste für Schweizer Buchmacher, wie sie im Ausland üblich ist, gibt es nicht. Bonusbedingungen stehen in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen der jeweiligen Veranstalterin, nicht in einem Werbebrief.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die Schweizer Bewilligung trennt das Feld in zwei Gruppen. Die zwei bewilligten Veranstalterinnen, Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport, bieten das, was Schweizer Recht erlaubt; die acht ausländischen Anbieter bieten mehr Auswahl im Wettprogramm, aber ohne Schweizer Schutz. Für wen welche Gruppe passt, hängt davon ab, was höher gewichtet wird: das Wettprogramm oder die Rechtssicherheit.

Swisslos Sporttip – das volle Schweizer Programm

Swisslos Sporttip ist die bewilligte Veranstalterin für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Das Wettprogramm umfasst die NHL und den Stanley Cup, sofern die Gespa-Liste das Ereignis und den Wetttyp trägt. Livewetten sind verfügbar, Cash-Out als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, Quotenboosts und der Kombiboost ergänzen das Angebot. Limits: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Verlustlimiten müssen vor der ersten Teilnahme gesetzt werden, eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Online-Registrierung ab 18 Jahren, mit Wohnsitz im Vertragsgebiet, mit Ausweisprüfung, ein Konto pro Person.

Wertung: Für Spielende in der Deutschschweiz und im Tessin ist Sporttip die rechtlich saubere Wahl, der einzige Weg zu einer Wette mit Schweizer Bewilligung und voller Anbindung an das Schweizer Sperrregister. Wer das volle Wettprogramm und alle Markttypen aus den grossen internationalen Anbietern sucht, wird hier nicht fündig, weil die Gespa-Liste nicht jeden Wetttyp trägt.

Loterie Romande Jouez Sport – das Gegenstück für die Romandie

Die Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Das Produkt ist das Gegenstück zu Sporttip, die Spielregeln gleichen sich. Online-Registrierung ab 18 Jahren, Wohnsitz im Vertragsgebiet, Ausweisprüfung, ein Konto pro Person.

Wertung: Für Spielende in der Romandie dasselbe wie Sporttip für die Deutschschweiz: die bewilligte Veranstalterin, kein Schweizer Rechtsweg nötig, keine Sperrlisten-Risiken. Wer in der Romandie wohnt, hat keine andere Wahl mit Schweizer Bewilligung.

Pribet – internationales Programm, keine Schweizer Bewilligung

Pribet ist ein internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Lizenz nicht ausgewiesen. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, der Zugang in der Schweiz wird dann per DNS blockiert. Kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rechtsweg im Streitfall, Gewinne ausländischer Grossspiele je nach Kanton steuerlich als Einkommen behandelt.

Wertung: Pribet richtet sich an Spielende, die das internationale Wettprogramm über die Schweizer Bewilligung stellen. Wer eine ausländische Marke nutzt, nimmt die fehlende Schweizer Anbindung in Kauf. In der Schweiz ist das Angebot weder bewilligt noch geschützt.

X3Bet – Lizenz Tobique (Kanada)

X3Bet wirbt mit einer Lizenz aus Tobique (Kanada). Eine kanadische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen.

Wertung: X3Bet fällt in dieselbe Kategorie wie Pribet: internationales Programm, keine Schweizer Bewilligung. Wer hier spielt, hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg.

BetPanda – Lizenz nicht ausgewiesen

BetPanda ist ein weiterer internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Lizenz nicht ausgewiesen.

Wertung: Wie Pribet und X3Bet, mit demselben Risikoprofil: kein Schweizer Schutz, mögliche Sperrliste, ausländische Gewinne steuerlich je nach Kanton als Einkommen.

GG.BET – Esports-Schwerpunkt ohne Schweizer Bewilligung

GG.BET positioniert sich mit einem Esports-Schwerpunkt. Die Gespa-Liste führt keine Esports-Sektion, was bei einem Schweizer Anbieter den Markt bedeuten würde, dass er nicht angeboten werden darf. Bei einem ausländischen Anbieter bleibt das Angebot erreichbar, solange die Domain nicht auf der Sperrliste steht. Lizenz nicht ausgewiesen.

Wertung: Für Spielende, die Esports-Märkte suchen, fällt die Schweizer Bewilligung ohnehin weg, weil Esports nicht auf der Gespa-Liste steht. GG.BET ist dann eine unter mehreren ausländischen Optionen, jede mit demselben fehlenden Schweizer Schutz.

1Bet – internationales Programm

1Bet ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung und ohne hier anerkannte Lizenz.

Wertung: Wie die anderen ausländischen Anbieter, internationales Programm, kein Schweizer Schutz.

Bruce Bet – internationales Programm

Bruce Bet verfügt über keine Schweizer Bewilligung und weist keine hier gültige Lizenz aus.

Wertung: Gleiche Kategorie wie Pribet, X3Bet und 1Bet, kein Schweizer Schutz, mögliche Sperrliste.

Sportuna – internationales Programm

Sportuna ist ein internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Lizenz nicht ausgewiesen.

Wertung: Wie die übrigen ausländischen Anbieter. Wer das internationale Wettprogramm sucht, findet es hier, ohne Schweizer Anbindung.

Funbet – internationales Programm

Funbet ist ein internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Lizenz nicht ausgewiesen.

Wertung: Wie Sportuna und die übrigen. Keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Schutz, mögliche Sperrlisten-Erfassung.

Wettangebot, Bewilligung und Schutz im Überblick

Das Feld teilt sich klar: zwei bewilligte Veranstalterinnen für die Schweiz, acht ausländische Marken ohne Bewilligung. Wer in der Schweiz auf NHL-Spiele wetten will, hat zwei Wege. Der erste führt über Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport, mit Schweizer Bewilligung, Schweizer Ausschlussregister und Schweizer Rechtsweg, aber mit einem engeren Wettprogramm, das an die Gespa-Liste gebunden ist. Der zweite führt über eine der ausländischen Marken, mit breiterem Wettprogramm, aber ohne Schweizer Schutz und mit dem Risiko einer Sperrlisten-Erfassung. Wer in der Deutschschweiz wohnt, geht zu Swisslos; wer in der Romandie wohnt, zu Loterie Romande; wer aus dem einen in das andere Gebiet umzieht, muss das Konto ummelden oder ein neues eröffnen.

Die Wahl ist keine Stilfrage, sie ist eine Schutzfrage. Ausländische Anbieter werben mit Quotenboosts, Livewetten und Cash-Out-Funktionen, die teils über das Schweizer Programm hinausgehen. Schweizer Veranstalterinnen bieten Schutzmechanismen, die im Ausland fehlen. Wer mit kleinen Einsätzen spielt und das internationale Programm sucht, mag mit dem fehlenden Schutz leben; wer mit grösseren Einsätzen spielt, findet im Schweizer Recht den besseren Rahmen.

Verrechnungssteuer und Steuerfreibetrag: was vom Gewinn bleibt

Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn, der bundesrechtlich ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 liegt (im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400). Über dem Freibetrag behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Der kantonale Freibetrag weicht vom Bundesrecht ab, weshalb die Höhe je nach Kanton variiert. Die meisten Wettenden gewinnen deutlich unter dem Freibetrag, sodass weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer anfallen.

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis behandelt sie je nach Kanton als steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Im Kanton Thurgau etwa werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen voll besteuert. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, sollte den kantonalen Steuerverwalter oder eine Steuerberatung fragen, nicht die Rechnung im Wettschein.

Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz. Wer eine Wette zu einer Quote von 2.10 platziert, zahlt keine zusätzliche Steuer auf den Einsatz. Die Marge steckt in der Quote, nicht in einer separaten Abgabe.

Häufige Fragen

Dürfen in der Schweiz NHL-Spiele und der Stanley Cup gewettet werden?

Ja, aber nur bei Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport, den beiden Veranstalterinnen mit Schweizer Bewilligung. Voraussetzung ist, dass die Gespa-Liste das Ereignis und den Wetttyp trägt. Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind in der Schweiz nicht zugelassen.

Wie lässt sich prüfen, ob ein NHL-Spiel auf der Gespa-Liste steht?

Die Gespa führt eine geschlossene Liste erlaubter Sportseiten, Wettbewerbe und Wetttypen (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Die Liste ist auf der Gespa-Website abrufbar. Steht das Spiel oder der Wetttyp nicht drauf, ist die Wette bei einer Schweizer Veranstalterin nicht zulässig.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der Gewinn ist Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten mal Gesamtquote (dem Produkt der Einzelquoten). Die Marge ist der Anteil, den die Veranstalterin im Durchschnitt behält: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ), Marge = 100 % − Auszahlungsquote. Bei Quoten 1.90/1.90 auf einem Zwei-Wege-Markt sind das rund 95 % Auszahlung und etwa 5 % Marge.

Was ist ein Value-Bet, und warum bleibt jede Prognose eine Schätzung?

Ein Value-Bet liegt vor, wenn die geschätzte Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs höher ist als die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote. Wer 60 % Siegchance schätzt und die Quote 2.00 bekommt, hat einen Wert von 1.20. Die Schätzung der Wahrscheinlichkeit ist das Problem: ohne Modell ist sie willkürlich, mit Modell bleibt sie eine Schätzung. Kein System macht die nächste NHL-Prognose sicher.

Was zählt bei Eishockeywetten als reguläre Spielzeit, und wie werden Verlängerung und Penaltyschiessen behandelt?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Sieger nach regulärer Spielzeit deckt die Overtime nicht ab, wenn das Wettprogramm das nicht ausdrücklich vorsieht.

Welche Verlustlimiten gelten, und wann kann eine Spielsperre aufgehoben werden?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre von 1 bis 180 Tagen lässt sich nicht vor Fristablauf aufheben; eine freiwillige Spielsperre frühestens nach drei Monaten, mit Einbezug einer spezialisierten Stelle.

Inhalt erstellt vom Team «tippsheutech»