Wimbledon 2026 in der Schweiz wetten – was die zwei Bewilligungen hergeben

Ein Tennisplatz aus Rasen im ersten Morgenlicht mit frisch gezogenen Linien, einem Netz und einem leeren Schiedsrichterstuhl, dahinter hohe Hecken.

Stand: Oktober 19, 2026 | Geprüft gegen die Gespa-Liste (Stand 10.09.2026) und die Spielregeln von Sporttip, Version 4.2.

Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und waren die 139. Austragung.

Die Schweiz hat für Sportwetten ein geschlossenes System. Nur zwei Veranstalterinnen dürfen hierzulande Wetten auf Wimbledon anbieten, alles andere bewegt sich ausserhalb des Gesetzes. Wer ein Konto bei einem ausländischen Buchmacher eröffnet, spielt ohne Schweizer Bewilligung, ohne Sperrregister-Anschluss und ohne Schweizer Rekursweg. Was bleibt, ist eine kleine, klar geregelte Auswahl: Sporttip im deutschen Sprachraum und Jouez Sport in der Romandie. Beide nutzen die gleiche Gespa-Liste zugelassener Wettarten, beide kennen die gleichen Limits, beide teilen die gleiche Spielsucht-Infrastruktur.

Wimbledon ist ein Turnier, das Spielerinnen und Spieler auf der ganzen Welt fasziniert. Wer von der Schweiz aus seine Wette platziert, findet mit Sporttip und Jouez Sport ein geordnetes Umfeld vor, das durch die Gespa und das Geldspielgesetz klare Leitplanken vorgibt. Die Regeln beim Wetten, die Zusammensetzung von Quoten und Margen sowie wichtige Aspekte für Wettende spielen eine zentrale Rolle, wenn das Turnier auf Rasen in London wieder beginnt.

Das Turnier im Überblick

Die Wimbledon Championships sind das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres und das einzige, das auf Rasen gespielt wird. Austragungsort ist der All England Lawn Tennis and Croquet Club im Londoner Stadtteil Wimbledon. Die ersten Lawn Tennis Championships begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road, seither ist das Turnier ohne Unterbrechung gewachsen und gilt heute als das traditionsreichste der vier Majors. Die 139. Austragung lief vom 29. Juni bis 12. Juli 2026, die nächste folgt 2027.

Ein gelber Tennisball liegt im Gras neben der weissen Grundlinie, Tau glitzert auf den Halmen im flachen Sonnenlicht.
Die ersten Lawn Tennis Championships in Wimbledon begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road.

Das Herrenturnier wird über drei Gewinnsätze entschieden, das Damenturnier über zwei. Bei 6:6 wird der Tiebreak bis 7 gespielt, im Entscheidungssatz seit März 2022 als Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Diese Regelungen greifen bei Satz- und Gamewetten, weil sie den Zeitrahmen eines Matches und damit die Anzahl der spielbaren Märkte verändern: Ein Herrenmatch ohne Tiebreak im fünften Satz kann sechs, sieben oder mehr Stunden dauern, die Quoten reagieren darauf.

Turnierdirektor ist seit 2020 Jamie Baker. Die 2026-Ausgabe brachte zwei Siegerinnen und Sieger aus dem europäischen Spitzentennis: Jannik Sinner wiederholte seinen Vorjahressieg im Herreneinzel, Linda Nosková aus Tschechien gewann das Dameneinzel. Diese Namen stehen hier, weil sie die Quotenarchitektur der nächsten Austragung prägen werden – wer ein Turnier gewonnen hat, geht mit anderer Quote ins Feld als ein Spieler, der im Vorjahr in der zweiten Runde ausgeschieden ist.

Wimbledon ist alle zwei Wochen im Kalender der Wettenden präsent, mehr noch als die übrigen Majors, weil Rasen als Belag die Formkurve überraschend kippen lässt. Spielerinnen und Spieler, die auf Sand oder Hartplatz konstant sind, verlieren auf Rasen häufig an Quote – und mit ihnen alle, die auf diese Quote gesetzt haben. Wer auf Wimbledon wettet, setzt immer auch auf die Eigenheit des Belags.

Rechtliche Lage: warum nur zwei Veranstalterinnen erlaubt sind

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Zuständig ist die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht es für die Veranstalterin und zusätzlich pro Spiel; die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Das Gesetz hat die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.

Ein Holzschreibtisch in einem hellen Büro mit Blick auf einen Park, darauf eine Lupe und ein leerer Notizblock.
Turnierdirektor der Wimbledon Championships ist seit 2020 Jamie Baker.

Die beiden Veranstalterinnen decken zusammen die ganze Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein ab, aber nach Sprachregion getrennt. Sporttip ist für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein zuständig, also für Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich. Jouez Sport betreut die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Ein Online-Konto lässt sich nur mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet eröffnen, und die Verifikation läuft über die hochgeladenen Ausweisdaten.

Was gewettet werden darf, bestimmt eine geschlossene Liste. Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten trägt den Stand 10.09.2026 und ist die einzige Quelle, die definiert, welche Märkte angeboten werden dürfen. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden, also auch keine Eckball- oder Kartenmärkte wie im Fussball und keine Esports-Sektion. Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Damenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Wetten auf Minderjährigen-Meisterschaften ebenso.

Livewetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Das BGS enthält keine Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt, sondern eine Funktion, die jede Veranstalterin in ihren eigenen Regeln beschreibt – bei Sporttip etwa als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung, nur online und ohne Garantie auf jeden Markt.

Für die Frage «Wimbledon legal aus der Schweiz wetten» ist die Liste der Veranstalterinnen kurz: Wer ein Konto bei einem anderen Anbieter eröffnet, hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Die Gespa führt die Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren, Ende 2025 waren es 671 Domains, die Liste wird laufend aktualisiert und Domains werden im Stundenrhythmus nachgezogen, wenn ein Anbieter auf einen anderen Namensserver ausweicht.

Wer mit einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung wettet, hat keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Beschwerdestelle und keinen Schweizer Konsumentenschutz. Die Gewinne fallen zudem unter die kantonale Steuerpraxis, der Kanton Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Der Anbieter selbst riskiert eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, wenn er gewerbsmässig ohne Bewilligung Sportwetten anbietet. Wer spielt, wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Spielerschutz: was vor der ersten Wette gesetzt werden muss

Beide Veranstalterinnen verlangen vor der ersten Sporttip- oder Jouez-Sport-Teilnahme eine Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze bei Sporttip liegt bei CHF 9’999 pro Person, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, das ist die Frist, die Swisslos in den eigenen Bedingungen anwendet, das Gesetz sieht nur 24 Stunden vor. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Bei einer zweiwöchigen Wimbledon-Woche ist eine 7-Tage-Limite das passende Instrument, weil sie kürzer greift als die 30-Tage-Variante.

Die Spielsperre ist ein zweites Instrument. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie in Liechtenstein. Das Register ist die zentrale Stelle, über die eine Selbstaussperrung auch andere Schweizer Anbieter erreicht. Eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, mit Begleitung einer Fachstelle. Das Gesetz verlangt ausserdem, dass die Veranstalterin eine Pause von bis zu sechs Monaten anbietet, die ohne Eingriff der Veranstalterin zustande kommt.

Wer gesperrt ist oder das 18. Lebensjahr nicht vollendet hat, hat keinen Anspruch auf die Rückzahlung von Einsätzen oder Gewinnen. Die Identitätsprüfung gehört zum Standard: Online-Registrierung braucht Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, einen gültigen Ausweis, der gegen Adressdatenbanken geprüft wird, und es darf keine Spielsperre bestehen. Jede Person darf sich nur einmal registrieren, ein zweites Konto wird nicht eröffnet.

Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt, mit einem Ergebnis, das die Schwächen des Verkaufsstellen-Schutzes zeigt: In 47,5 % von 200 Versuchen wurde eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer am Schalter statt online spielt, sollte sich auf diese Quote einstellen. Online ist die Verifikation konsequenter, weil der Ausweis hochgeladen wird.

Wer während der Wimbledon-Woche den Überblick behalten will, setzt sich eine harte 7-Tage-Limite, prüft das eigene Wettverhalten nach jedem Spieltag und nutzt die produktspezifische Sperre, sobald das eigene Limit gerissen wird. Die Werkzeuge sind im System eingebaut, sie müssen nur vor dem ersten Spiel aktiviert sein, nicht erst nach einer verlorenen Wette.

Wettarten und Quoten: was auf einer Wimbledon-Wette steht

Was eine Wette kostet und was sie einbringt, steht in der Quote. Die Quote 1.90 auf einen Spieler heisst: Einsatz CHF 10 ergibt CHF 19 zurück, davon CHF 9 Reingewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, eine Vierer-Kombi mit Quoten von 1.50, 1.80, 2.00 und 2.20 hat die Gesamtquote 11.88, der CHF-10-Einsatz bringt CHF 118.80.

Was der Anbieter vom Markt behält, ist die Marge. Für einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten bei Quote 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0.95, also 95 %. Die Marge ist 100 % minus 95 %, also rund 5 %, der Anbieter behält von jedem Franken, der auf diesen Markt gesetzt wird, etwa 5 Rappen. Bei einem Drei-Wege-Markt mit Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 addieren sich die Kehrwerte zu 0.4762 + 0.2941 + 0.2778 = 1.0481, die Auszahlungsquote liegt bei rund 95.4 %, die Marge bei rund 4.6 %, was für einen Tennis-Match-Markt mit Aussenseiterwerten ein niedriger Wert ist. Die Marge ist umso höher, je näher die beiden Seiten einer Wette an 1.90/1.90 liegen, und umso niedriger, je grösser die Spanne zwischen Favorit und Aussenseiter wird, weil das Buch über die langen Quoten Risiko absichert.

Was die Gespa-Liste für Tennis zulässt, ist die Grundlage des Angebots. Match-Wetten, Satzwetten, Gamewetten, Turniersieger-Wetten und Ranglistenwetten stehen zur Verfügung, soweit sie auf der Liste sind. Eckball- oder Kartenmärkte wie im Fussball sind in der Liste nicht vorgesehen, was den Tennis-Markt von Anfang an schmaler macht als den Fussball-Markt. Wetten auf Trainingsläufe oder auf Wettbewerbe, die nicht auf der Liste stehen, sind ausgeschlossen.

Cash-Out bei Sporttip ist nur als vollständiger Cash-Out verfügbar, nicht als Teilauszahlung. Er deckt Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten ab, vor Spielbeginn und live, aber nur online und ohne Garantie auf jeden Markt. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Nicht-Cash-Out, weil der Anbieter sich die vorzeitige Beendigung mit einem Abschlag vergüten lässt. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, bei Livewetten in spielentscheidenden Situationen kann eine Wette mit Quote 1.00 gewertet werden, etwa nach einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einer Videoschiedsrichter-Entscheidung.

Quotenboosts und Profitboosts sind ein zweiter Mechanikstrang. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Person nur einmal nutzbar und im Einsatz und in der Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Auch hier sind Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert.

Wer auf Wimbledon wettet, sollte zuerst die Quote lesen, nicht das Marketing. Eine «boosted odds»-Aktion, die den Nettogewinn um 5 % erhöht, kostet bei einer Quote von 1.50 etwa 2.5 Rappen pro Franken Gewinn, ein kleiner Betrag, der nur sichtbar wird, wenn man die Rechnung selbst aufmacht.

Spielplan und Turnierverlauf

Wimbledon beginnt Ende Juni und dauert zwei Wochen, der Spielplan gliedert das Turnier in Runden vom Auftakt bis zum Finale. Herren spielen auf drei Gewinnsätze, Damen auf zwei, was die Matchdauer verändert. Ein Herreneinzel ohne Tiebreak im fünften Satz kann sechs bis sieben Stunden dauern, das Finale 2018 zwischen Kevin Anderson und Novak Djokovic war mit 6:36 das längste Wimbledon-Finale, das Dameneinzel bleibt in der Regel unter drei Stunden, weil der dritte Satz wegfällt. Diese Zeitunterschiede schlagen sich in der Zahl der spielbaren Märkte pro Match nieder: Ein langes Herrenmatch eröffnet mehr Gamewetten, mehr Satzwetten und mehr Livewetten als ein Damenmatch.

Die Wettereignisse sind auf der Gespa-Liste gelistet, jedes Match ist ein zugelassenes Ereignis, jede Wettart auf dieses Match ist zulässig, soweit sie Tennis als Sportart und das jeweilige Turnier als Wettbewerb abdeckt. Wettkämpferinnen und Wettkämpfer, die am Spiel beteiligt sind, dürfen auf dieses Spiel nicht wetten, das gilt für die Profis ebenso wie für Juniorinnen und Junioren, die im Juniorenturnier antreten. Die Spielregeln von Sporttip definieren die reguläre Spielzeit einschliesslich Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind, bei Tennis ohnehin kein Thema.

Spielplan, Setzungen und Auslosung werden vom All England Club veröffentlicht, die Wimbledon Championships sind als Grossveranstaltung datenfest dokumentiert, die 2026-Ausgabe lief vom 29. Juni bis 12. Juli 2026, die nächste folgt 2027. Wettende, die langfristig planen, kalkulieren mit dem Wimbledon-Fenster Ende Juni / Anfang Juli als fixem Punkt im Jahreskalender.

Anbieter im Überblick

Anbieter Bewilligung Veranstalterin / berichtete Lizenz
Swisslos Sporttip Gespa (BGS, SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Gespa (BGS, SR 935.51) Loterie Romande, Lausanne; Produkt Jouez Sport
ZotaBet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
Unibet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
Betscore keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
WirWetten keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
BetFury keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
Rollbit keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
Rabona keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
Bruce Bet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung

Die Tabelle zeigt die zwei lizenzierten Veranstalterinnen oben, alles darunter sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Die Spalte «Veranstalterin / berichtete Lizenz» macht sichtbar, dass hinter den lizenzierten Marken jeweils eine Schweizer Genossenschaft steht, hinter den nicht lizenzierten Marken eine Lizenz, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen von 2019 (IKV 2020). Die Online-Teilnahme steht Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz im Vertragsgebiet offen, also in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein. Wer ein Konto eröffnet, lädt einen Ausweis hoch, dessen Daten gegen Adressdatenbanken geprüft werden, eine zweite Registrierung derselben Person ist ausgeschlossen.

Das Wettangebot folgt der Gespa-Liste. Matchwetten, Satzwetten, Gamewetten, Turniersiegerwetten, Livewetten und Cash-Out sind verfügbar, soweit sie auf der Liste stehen. Cash-Out funktioniert als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung, nur online und ohne Garantie auf jeden Markt; der angebotene Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Nicht-Cash-Out. Quotenboosts und Profitboosts sind pro Person nur einmal nutzbar, der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 und staffelt den Bonus auf den Nettogewinn nach Anzahl der Voraussagen.

Die Limits sind kundenfreundlich für Einsteiger und eng für Hochroller. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette; Swisslos kann die Limits jederzeit ändern, eine Wette über dem Limit wird nicht angenommen. Die Verlustlimite ist obligatorisch vor der ersten Teilnahme, sie wird für 1, 7 und 30 Tage gesetzt, mit Obergrenze CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000); Senkung gilt sofort, Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer sich selbst sperren will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage blockieren, eine unbefristete Spielsperre wird ins Schweizer Register eingetragen.

Die Reingewinn-Verwendung 2025 zeigt, wohin die Branche fliesst: Swisslos verteilte CHF 562 Mio., CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.). Die Mittel kommen aus dem Bruttoerlös minus Auszahlung, die Differenz ist die Marge der Wettmärkte, nicht der einzelnen Wette. Wer auf Wimbledon bei Sporttip setzt, setzt gegen ein Haus, das einen Teil seines Erlöses an die öffentliche Hand abführt.

Der Vorteil von Sporttip liegt in der Kombination aus Gespa-Bewilligung, breiter Sprachabdeckung im deutschen Teil der Schweiz, klaren Limits und einer Spielsperre, die auch für Casinos gilt. Der Nachteil liegt in der Geschlossenheit der Gespa-Liste: Märkte, die im internationalen Tennis-Wettgeschäft selbstverständlich sind, etwa Spielerstatistiken oder spezielle Game-Szenarien, sind hier nicht verfügbar. Wer mit der Gespa-Liste auskommt, ist hier richtig, wer darüber hinaus wetten will, muss in einen Markt ohne Schweizer Bewilligung ausweichen und akzeptiert die damit verbundenen Risiken.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne ist die zweite zugelassene Veranstalterin und betreibt Sportwetten unter dem Produktnamen Jouez Sport. Sie bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Ein Online-Konto ist nur mit Wohnsitz im Vertragsgebiet möglich, die Identitätsprüfung folgt dem gleichen Muster wie bei Swisslos, mit Ausweis-Upload und Abgleich gegen Adressdatenbanken.

Das Wettangebot nutzt ebenfalls die Gespa-Liste, der Markt ist also identisch mit dem von Sporttip, nur in der französischen Sprachfassung. Für Romands, die ihre Wetten auf Französisch abwickeln wollen, ist Jouez Sport die naheliegende Wahl, weil die Oberfläche, die Regeln und der Kundendienst in der eigenen Sprache laufen. Für Deutschschweizer ist Sporttip die Adresse, ein Wechsel ist nicht möglich, weil das Vertragsgebiet den Wohnsitz bindet.

Die Spielregeln ähneln sich, weil beide Veranstalterinnen unter dem gleichen BGS-Regime arbeiten. Verlustlimiten, Spielsperre, Zugangsbeschränkungen, Identitätsprüfung und Werbebeschränkungen folgen dem gleichen Rahmen. Im Detail können die Limits und die Hausregeln abweichen, etwa bei Mindest- und Höchsteinsätzen, bei Cash-Out-Bedingungen oder bei der Auszahlungsgeschwindigkeit. Was die Gespa-Liste zugelassen hat, ist gemeinsam, was die Hausordnung regelt, ist hauseigen.

Wer im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt, hat mit Jouez Sport die einzige legal zugängliche Wettplattform, weil die Veranstalterin für die Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS zuständig ist und die Gespa-Bewilligung an die Veranstalterin und nicht an die Wettenden gebunden ist. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann bei Loterie Romande kein Konto eröffnen, das ist die Konsequenz der gebietsbezogenen Bewilligung.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die übrigen Anbieter in der Tabelle – ZotaBet, Unibet, Betscore, WirWetten, BetFury, Rollbit, Rabona und Bruce Bet – sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Sie tauchen in dieser Übersicht auf, weil Schweizer Wettende sie im Internet finden, sie auf den Sperrlisten oder in der Werbung sehen und mit ihnen in Berührung kommen. Sie stehen hier nicht, weil sie empfohlen werden, sondern weil sie existieren und Spielerinnen und Spieler wissen sollten, was sie sind und was sie nicht sind.

Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Die Bewilligungspflicht greift unabhängig davon, ob der Anbieter in Malta, Curaçao oder Deutschland reguliert ist. Wer ein Konto bei einem dieser Anbieter eröffnet, spielt ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister und ohne Schweizer Rekursweg. Bei Streit mit dem Anbieter ist der Gerichtsstand im Ausland, die Sprache der AGB ist nicht garantiert Deutsch oder Französisch, und die Datenschutzregeln entsprechen dem ausländischen Standard.

Die Sperrliste der Gespa umfasst Domains dieser Anbieter, soweit der Gespa ein konkreter Auftritt bekannt ist. Schweizer Internetanbieter blockieren diese Domains per DNS. Wer die Sperre umgeht, indem er einen VPN-Dienst nutzt oder einen anderen DNS-Server einstellt, verstösst nicht gegen das Gesetz, aber das Wetten bleibt ohne Schweizer Bewilligung und damit ohne den Schutz, den die Veranstalterinnen Swisslos und Loterie Romande bieten. Die Gewinne aus diesen Wetten fallen unter die kantonale Steuerpraxis, in Thurgau etwa als voll steuerbares Einkommen unabhängig von der Höhe, in anderen Kantonen mit Freibeträgen.

Die Werbung für ausländische Anbieter ist in der Schweiz verboten, das Gesetz sieht eine Busse bis zu CHF 500’000 vor. Werbung in sozialen Medien, in Suchmaschinen oder über direkte Werbe-E-Mails, die in der Schweiz zugänglich sind, fällt unter das Verbot. Werbung, die sich an Minderjährige richtet, ist zusätzlich verboten, ebenso irreführende Werbung und aggressive Werbung. Das gilt für die Anbieter, nicht für die Wettenden, die auf solche Anzeigen stossen. Sie sind nicht verantwortlich, aber sie sind auch nicht geschützt.

Wer aus Gewohnheit bei einem ausländischen Anbieter wettet, weil dort die Quoten besser sind oder die Märkte breiter, sollte sich bewusst sein, dass die Gespa-Liste auch das Risiko der Anbieter reguliert. Ein lizenzierter Anbieter muss seine Quoten so setzen, dass er das Risiko tragen kann, ein ausländischer Anbieter kann seine Quoten so setzen, dass er das Risiko auf die Wettenden abwälzt, etwa durch spätere Annullierung, durch nachträgliche Quotenkorrekturen oder durch Kontosperrungen bei grösseren Gewinnen. Die Gespa schreibt Regeln vor, an die sich die lizenzierten Anbieter halten müssen, der ausländische Markt folgt seinen eigenen Regeln.

Marge und Preis: was die Quote über den Markt verrät

Eine Quote ist kein Tipp, sie ist ein Preis. Was der Anbieter vom Markt behält, ist die Marge, der Anteil, der nicht an die Wettenden zurückfliesst. Die Rechnung ist einfach: Für einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten bei Quote 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0.95, also 95 %. Die Marge ist 100 % minus 95 %, also 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt mit Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 addieren sich die Kehrwerte zu etwa 1’048, was eine Auszahlungsquote von etwa 95.4 % und eine Marge von etwa 4.6 % ergibt. Der Anbieter behält also nicht «5 %» als Pauschale, sondern den genau berechneten Anteil, der sich aus der Summe der Kehrwerte ergibt.

Bei einem ausgeglichenen Match ohne klaren Favoriten liegen die Quoten für beide Spieler oft um 1.85 bis 1.95, die Marge liegt dann zwischen 2.5 % und 5 %, was im internationalen Vergleich hoch ist. Bei einem klaren Favoriten spreizen die Quoten, die Marge sinkt, weil der Anbieter das Risiko auf der Favoritenseite durch die höhere Quote auf der Aussenseiterseite absichert. Die Marge ist also nicht über alle Märkte gleich, sie variiert mit der Quotenstruktur.

Bei einer Quote von 1.90 auf beiden Seiten liegt die Marge bei rund 47 %, ein hoher Wert, der den Markt für Wettende teuer macht. Bei 2.10/3.40/3.60 liegt die Marge bei rund 4.6 %, ein niedriger Wert, der den Markt günstig macht. Die Marge ist das, was die Wettenden bezahlen, ohne es zu sehen. Wer 100 Wetten zu Quoten 1.90/1.90 platziert, verliert langfristig etwa 47 Franken pro 100 Franken Einsatz, statistisch gesehen, nicht garantiert. Wer 100 Wetten zu Quoten 2.10/3.40/3.60 platziert, verliert langfristig etwa 4.60 Franken pro 100 Franken Einsatz, wieder statistisch.

Für Wimbledon bedeutet das: Märkte mit klaren Favoriten, etwa im Herreneinzel an der Spitze des Tableaus, haben tendenziell niedrigere Margen als Märkte ohne klaren Favoriten, etwa in der ersten Runde gegen unbekannte Spielerinnen und Spieler. Die Gespa-Liste begrenzt die Auswahl, aber innerhalb der Liste schwanken die Margen, und wer konsequent auf Märkte mit niedriger Marge wettet, gibt langfristig weniger Geld aus als jemand, der auf ausgeglichene Märkte mit hoher Marge setzt.

Was die Gespa nicht vorschreibt, ist die Margenhöhe. Die Veranstalterinnen setzen ihre Quoten innerhalb des gesetzlichen Rahmens, der keine Marge festlegt. Wer auf der Suche nach den niedrigsten Margen ist, muss die Quoten vergleichen, was bei den zwei lizenzierten Veranstalterinnen direkt möglich ist, weil beide die gleiche Gespa-Liste nutzen und ihre Quoten für die gleichen Ereignisse veröffentlichen.

Cash-Out, Livewetten und Spielentscheidungen

Cash-Out bei Sporttip ist als vollständiger Cash-Out verfügbar, nicht als Teilauszahlung. Er deckt Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten ab, vor Spielbeginn und live, aber nur online und ohne Garantie auf jeden Markt. Der angebotene Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei Nicht-Cash-Out, weil der Anbieter sich die vorzeitige Beendigung vergüten lässt, und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, eine zweite Chance gibt es nicht.

Livewetten sind bei Sporttip verfügbar, vor Spielbeginn und live, in der gleichen Wettoberfläche. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; ob der Stream verfügbar ist, spielt für die Wette keine Rolle. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, der Einsatz wird zurückgegeben. In spielentscheidenden Situationen, etwa nach einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einer Videoschiedsrichter-Entscheidung, kann eine Wette ebenfalls mit Quote 1.00 gewertet werden, das ist eine Schutzklausel gegen Spätwetten auf bereits entschiedene Situationen.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Wetten auf den Match-Sieger und auf den Satz-Sieger im ersten Satz sind Beispiele für voneinander abhängige Ereignisse, die nur über den Bet-Builder kombiniert werden dürfen. Nimmt der Anbieter irrtümlich eine solche Kombination ohne den Bet-Builder an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist keine Schikane, sondern die logische Konsequenz daraus, dass zwei Wetten auf dasselbe Spiel sonst ein Klumpenrisiko erzeugen würden.

Quoten ändern sich während eines Tennismatches je nach Spielstand und Dynamik. Bei einem Break im Aufschlagspiel verändert sich die Quote für den nächsten Game, bei einem verlorenen ersten Satz verschiebt sich die Quote für den Match-Sieg. Die Geschwindigkeit der Quotenänderung hängt von der Wettaktivität ab, ein stark frequentiertes Match mit vielen Livewetten bewegt sich schneller als ein schwach frequentiertes Match, wo der Anbieter die Quote seltener anpasst. Wer live wettet, sollte die Quote beobachten, nicht nur den Spielstand, weil eine scheinbar klare Situation schon zwei Spiele später anders quotiert sein kann.

Besteuerung von Wettgewinnen

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund hat den Freibetrag per 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 angehoben, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die Kantone setzen ihre eigenen Freibeträge, die je nach Kanton unterschiedlich hoch sind, daher die Faustregel «je nach Kanton» statt einer festen Zahl. Über dem Freibetrag zieht die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann.

Wer unter dem Freibetrag bleibt, hat in den meisten Kantonen keine Einkommensteuer auf den Wettgewinn zu zahlen, und keine Verrechnungssteuer wird abgezogen, weil die Veranstalterin den Freibetrag pro Einzelgewinn anwendet. Das gilt pro Wette, nicht pro Jahr, eine einzelne Wette über dem Freibetrag ist steuerpflichtig, mehrere kleine Wetten unter dem Freibetrag sind kumuliert steuerfrei. Bei den typischen Wettgewinnen auf Wimbledon, die im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich liegen, fällt keine Steuer an.

Gewinne aus ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung fallen unter die kantonale Steuerpraxis. Der Kanton Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen, andere Kantone haben eigene Regeln, die von der Höhe des Gewinns und der Quelle abhängen. Wer einen grösseren Gewinn aus einem ausländischen Anbieter realisiert, sollte den Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung fragen, bevor er den Betrag ausgibt. Die Eidgenössische Steuerverwaltung gibt allgemeine Auskunft, die kantonale Praxis entscheidet.

Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz, also keine Steuer, die der Wettende bei der Platzierung der Wette zahlt. Die Verrechnungssteuer ist eine Quellensteuer auf den Gewinn, nicht auf den Einsatz. Wer auf Wimbledon wettet, zahlt nur den Einsatz und die Marge des Anbieters, keine zusätzliche staatliche Abgabe pro Wette.

Werbung, Boni und Graubereiche

Werbung für Glücksspiele darf in der Schweiz nicht aufdringlich, nicht irreführend und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein. Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, ist verboten und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden, das gilt für den Anbieter, nicht für die Wettenden. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa, die im Jahr 2025 acht Bewilligungen an Swisslos und 24 an Loterie Romande erteilt hat. Bonusbeträge und Bedingungen kommen aus den Bedingungen der Veranstalterin, nicht aus dem Gesetz.

Die Veranstalterinnen werben im Rahmen dieser Regeln, mit dem gebotenen Mass an Aufdringlichkeit und ohne Minderjährigen-Adresse. Werbung in der Nähe von Schulen oder auf Plattformen, die Minderjährige bevorzugt ansprechen, ist nicht erlaubt, eine Zeitbeschränkung im Stil eines Werbeverbots zwischen 6 und 18 Uhr gibt es im Schweizer Recht nicht. Der Verzicht auf eine Promo-Code-Praxis ist auffällig: Während ausländische Anbieter mit Codes arbeiten, die auf Affiliate-Seiten kursieren, sind die Schweizer Veranstalterinnen zurückhaltender, ihre Angebote sind in der Wettoberfläche selbst sichtbar, nicht über einen Code, der die Werbeplattform umgeht.

Wer eine «100 % Bonus»-Aktion sieht, sollte die Rechnung selbst aufmachen. Ein Bonus, der den Ersteinsatz verdoppelt, kostet den Anbieter einen Euro pro Euro Ersteinsatz, der Anbieter holt sich diesen Euro über die Marge zurück, also über niedrigere Quoten, über höhere Mindestquoten für die Bonuserfüllung oder über eine Begrenzung der Märkte, die mit dem Bonus gespielt werden dürfen. Der «gratis»-Anteil ist die Differenz zwischen dem, was die Wette ohne Bonus gekostet hätte, und dem, was sie mit Bonus kostet. Diese Differenz ist meistens kleiner, als die Werbung vermuten lässt, und sie kommt aus der Marge, nicht aus dem Marketingbudget.

Häufige Fragen

Wann fanden die Wimbledon Championships 2026 statt, und auf welchem Belag wird gespielt?

Die 139. Austragung lief vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London, die nächste folgt 2027. Wimbledon ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Rasen, gespielt wird im All England Lawn Tennis and Croquet Club im Londoner Stadtteil Wimbledon. Die ersten Championships begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road, seither ist das Turnier ohne Unterbrechung gewachsen und gilt heute als das traditionsreichste der vier Majors.

Wer darf in der Schweiz Wetten auf Wimbledon anbieten, und welche Wettarten stehen auf der Gespa-Liste?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten, jedes in seinem Sprachgebiet. Die zugelassenen Wettarten stehen auf der geschlossenen Gespa-Liste (Stand 10.09.2026), die Matchwetten, Satzwetten, Gamewetten, Turniersiegerwetten und Livewetten umfasst, soweit die Sportart Tennis und der Wettbewerb Wimbledon gelistet sind. Eckball- und Kartenmärkte sowie Esports sind in der Liste nicht vorgesehen.

Wie unterscheiden sich Herren- und Damenturnier bei der Satzzahl, und was bedeutet das für Satz- und Matchwetten?

Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz seit März 2022 einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Ein Herrenmatch ohne Tiebreak im fünften Satz kann sechs bis sieben Stunden dauern, das Damenmatch bleibt in der Regel unter drei Stunden. Für Satz- und Matchwetten heisst das: Herrenmatches eröffnen mehr spielbare Märkte pro Spiel, Damenmatches sind in der Quote weniger anfällig für lange Verläufe.

Wie wird die Auszahlung einer Tenniswette aus Einsatz und Quote berechnet, und was ist die Marge des Anbieters?

Der Gewinn ist Einsatz mal Quote, bei einer Kombiwette Einsatz mal Gesamtquote (Produkt der Einzelquoten). Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Marge des Anbieters ergibt sich aus 100 % minus der Auszahlungsquote, die als 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) berechnet wird. Bei 1.90/1.90 liegt die Marge bei rund 47 %, bei 2.10/3.40/3.60 bei rund 4.6 %.

Was gilt bei Livewetten auf Tennis, und wie schnell ändern sich Quoten während eines Spiels?

Livewetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, sofern die Veranstalterin eine entsprechende Bewilligung hat. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird, Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen, etwa nach einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einer Videoschiedsrichter-Entscheidung, kann eine Wette ebenfalls mit Quote 1.00 gewertet werden. Quoten ändern sich je nach Spielstand und Wettaktivität, bei einem Break im Aufschlag oder einem verlorenen ersten Satz verschiebt sich die Quote für den Match-Sieg.

Wie wirken sich Verlustlimiten und die Spielsperre auf Wetten während der Turnierwochen aus?

Vor der ersten Teilnahme wird eine Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage gesetzt, Obergrenze bei Sporttip CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Spielsperre kann produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden, eine unbefristete Spielsperre wird ins Schweizer Register eingetragen und gilt auch für Casinos. Während der zweiwöchigen Wimbledon-Wochen ist die 7-Tage-Limite das passende Instrument, weil sie kürzer greift als die 30-Tage-Variante und das Turnierfenster abdeckt.

Inhalt erstellt vom Team «tippsheutech»