Afrika-Cup Wetten in der Schweiz 2026: Anbieter, Regeln und Quoten im Überblick
Stand: Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) und gegen die Gespa-Liste bewilligter Sportarten und Wettarten.
Wer in der Schweiz auf den Afrika-Cup wetten will, hat keine breite Auswahl. Zwei Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten, beide sind inländisch und genossenschaftlich organisiert, beide brauchen für jeden Wetttyp eine separate Bewilligung. Alles, was daneben im Internet auftaucht, ist formal gesehen nicht erlaubt. Wer sich darauf einlässt, spielt ohne Schweizer Schutz, ohne Sperre und ohne die Möglichkeit, sich beim Gespa zu beschweren. Das ist die Lage, bevor die erste Quote ins Auge fällt.
Die nächste Ausgabe des Turniers ist der Afrika-Cup 2027, geplant vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda. Die jüngst gespielte Endrunde war der Afrika-Cup 2025, ausgetragen vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko. Eine Ausgabe mit dem Namen «Afrika-Cup 2026» existiert nicht – die Jahreszahl im Stichwort ist das Erscheinungsjahr dieser Seite. Wer auf das Turnier wetten will, wettet also entweder auf das nächste Turnier in Ostafrika oder auf Freundschafts- und Qualifikationsspiele, die zwischen den Endrunden stattfinden.
Was den Afrika-Cup ausmacht: Veranstalter, Format und Rhythmus
Der Afrika-Cup ist die kontinentale Fussball-Meisterschaft Afrikas. Veranstalter ist die Confederation of African Football (CAF), das Turnier wurde erstmals 1957 ausgetragen. Rekordsieger ist Ägypten mit sieben Titeln, Rekordtorschütze ist Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil, das sind sechs Vierergruppen. Die Gruppenersten und -zweiten ziehen weiter, dazu kommen die besten vier Gruppendritten – sechzehn Mannschaften erreichen die K.-o.-Runde, die mit Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgetragen wird. Bei Gleichstand nach 90 Minuten folgt Verlängerung, danach Elfmeterschiessen.

Das jüngste Turnier fand unter ungewöhnlichen Vorzeichen statt. Wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 wurde der Afrika-Cup 2025 vom Sommer auf den Jahreswechsel verschoben. Vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 traten 24 Mannschaften in Marokko an. Im Finale standen sich Senegal und Gastgeber Marokko gegenüber. Das Spiel endete 1:0 für Senegal nach Verlängerung. Was danach folgte, gehört zu den ungewöhnlichsten Kapiteln der Turniergeschichte: Zwei Monate nach dem Schlusspfiff wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten. Der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Torschützenkönig wurde Brahim Díaz von Marokko mit fünf Treffern. Im Spiel um Platz 3 setzte sich Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschiessen mit 4:2 durch. Für die Endrunde 2027 haben sich 54 Mannschaften zur Qualifikation gemeldet – ein Rekordfeld. Anschliessend soll der Rhythmus wechseln: Ab 2028 findet der Afrika-Cup nur noch alle vier Jahre statt.
Rechtliche Lage in der Schweiz: wer anbieten darf und wer nicht
Die Schweiz hat den Sportwetten-Markt bewusst eng gehalten. Sportwetten sind Grossspiele im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Die Aufsicht liegt nicht bei der ESBK, die nur Casinos überwacht, sondern bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft. Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten will, braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich für jedes einzelne Spiel eine Spielbewilligung. Beide Bewilligungen gelten nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher existiert nicht, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste gesperrter ausländischer Domains.

Swisslos ist als Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel organisiert und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Vertragsgebiet von Sporttip umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS, mit 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden, Sitz Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne. Beide Anbieter verlangen für die Online-Registrierung Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet, ein Mindestalter von 18 Jahren und dürfen keine bestehende Spielsperre vorliegen haben. Jede Person darf sich nur einmal registrieren, die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis verifiziert.
Was gewettet werden darf, steht auf einer geschlossenen Liste. Die Gespa führt eine Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Fassung vom 10. September 2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Aufgeführt sind nur Sportereignisse, Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind tabu. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Rangwetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Eckball- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste, ebenso ein Esport-Bereich. Live-Wetten sind erlaubt, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt; das BGS schränkt bestimmte Live-Märkte nicht zusätzlich ein. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt, sondern Eigenheit des jeweiligen Anbieters. Zu Virtual Sports ist die Rechtslage nicht abschliessend geklärt – es gibt keine verlässliche Aussage, ob und unter welchen Bedingungen solche Wetten zulässig wären. Für die Afrika-Cup-Gruppenphase und die K.-o.-Runden gilt, dass die Spiele auf der Liste stehen, sobald sie von der Gespa aufgenommen sind.
Für Schweizer Spieler heisst das: Wer bei Swisslos oder Loterie Romande wettet, bewegt sich innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, bewegt sich ausserhalb. Eine ausländische Bewilligung – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Gültigkeit (Art. 4 BGS). Das Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz durch die Gespa noch Zugang zum schweizweiten Ausschlussregister. Ausländische Domains landen auf der Gespa-Sperrliste und werden von Schweizer Telekomanbietern per DNS blockiert. Die erste Liste wurde am 3. September 2019 veröffentlicht, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt – das sogenannte Domain-Hopping.
Spielerschutz: Limiten, Sperre und Steuer
Der Spielerschutz gilt unabhängig vom Turnier. Bevor bei Sporttip die erste Wette platziert wird, müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für Spieler unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann freiwillig eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Wer sich selbst sperren will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage ausschliessen, eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande wendet vergleichbare Regeln an.
Die Schweiz kennt keinen gesetzlich fixen Einzahlungs-Cap. Die Limits sind Selbstdisziplin, nicht Vorgabe. Das hat Folgen: Wer mit einem knappen Budget auf den Afrika-Cup setzt, sollte die Limite so setzen, dass ein Verlust über die ganze Turnierdauer tragbar ist, nicht nur eine einzelne Partie. Die Gruppenphase dauert rund drei Wochen, die K.-o.-Runde weitere zwei. Ein Sechs-Wochen-Fenster, in dem täglich Spiele stattfinden, verleitet zu Mehrfachwetten. Eine 30-Tage-Limite, die vorher nie geprüft wurde, wird unter Turnierbedingungen auf einmal relevant.
Bei den Steuern unterscheidet die Schweiz zwischen inland und Ausland. Gewinne aus bewilligten Grossspielen in der Schweiz sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 betrug er CHF 1’070’400. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich, daher die Formulierung «je nach Kanton». Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Wettgewinn liegt weit darunter, also fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, werden aber je nach Kanton als Einkommen versteuert – Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerpflichtiges Einkommen. Auf den Einsatz fällt in der Schweiz keine Wettsteuer.
Wettarten und Quoten: was eine Quote aussagt und was sie kostet
Eine Quote ist nie nur die Einschätzung des Veranstalters, sondern enthält auch dessen Marge. Mathematisch drückt sich das so aus: Für die drei Ausgänge eines klassischen 1X2-Marktes (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + 1/Quote₃). Die Marge ist 100 % minus diese Auszahlungsquote. Beispielrechnung mit den beispielhaften Quoten 2.10, 3.40 und 3.60: 1/2.10 = 0.4762, 1/3.40 = 0.2941, 1/3.60 = 0.2778, Summe = 1.0481. Die Auszahlungsquote liegt bei 1 ÷ 1.0481 = 95.41 %, die Marge bei 100 − 95.41 = 4.59 %. Von jedem Franken, der auf diesen Markt gesetzt wird, behält der Veranstalter rund 4.6 Rappen, der Rest wird als Gewinn wieder ausgeschüttet. In der Praxis schwankt die Marge je nach Markt, Sport und Veranstaltung – sie kann bei populären Spielen niedriger und bei Nischenmärkten deutlich höher liegen. Die Faustregel: je näher die Auszahlungsquote an 100 %, desto besser für den Spieler. Eine 4–6 %-Marge ist typisch, Werte über 8 % wirken happig.
Was das für einzelne Wettarten heisst. Siegerwetten auf den Turniersieger lohnen sich nur, wenn die Quote die Wahrscheinlichkeit übersteigt – was bei Achtelfavoriten selten der Fall ist. Wetten auf den Spielausgang (1X2) tragen die Marge des Marktes, der bei Live-Spielen und bei Spielen mit klarer Favoritenstellung oft enger ausfällt. Kombinationswetten multiplizieren die Quoten der einzelnen Beine, aber auch die Margen: Eine Vierer-Kombi mit Auszahlungsquoten von 95 % je Bein landet bei 0.95⁴ = 0’815, also 81.5 %, was einer Marge von 18.5 % entspricht. Je länger die Kombi, desto grösser der Vorteil des Veranstalters. Der Sporttip-Kombiboost mildert das: Bei mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote ab 1.50 steigt der Bonus auf den Nettogewinn von 5 % bei vier auf 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Boost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, ist pro Person einmal nutzbar, im Einsatz und in der Gewinnerhöhung limitiert und verfällt bei einem Cash-Out.
Wann eine Wette wie zählt, ist eine eigene Frage. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (beim Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf «Marokko gewinnt» setzt und das Spiel in die Verlängerung geht, hat nur dann gewonnen, wenn die Wette auf den Ausgang nach 90 Minuten plus Nachspielzeit zielt. Wer auf «Senegal gewinnt das Turnier» setzt, hat mit dem 1:0-Sieg im Finale recht, unabhängig davon, dass das Spiel in die Verlängerung ging – und unabhängig von der nachträglichen CAF-Wertung, denn die Wette wurde vor dem ursprünglichen Schlusspfiff abgeschlossen.
Wettprogramm Afrika-Cup: von der Gruppenphase bis zum Finale
Der Spielplan eines Afrika-Cups bestimmt, wann welche Wetten möglich sind. Die Gruppenphase beginnt mit den ersten Spielen der sechs Vierergruppen, typischerweise drei Spiele pro Gruppe am ersten und zweiten Spieltag. Wettbar sind Ausgang, Tore, Handicap und teilweise Live-Märkte. Nach den sechs Gruppenspieltagen stehen die Sechzehntel-Achtelfinals an, gefolgt von Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Pro Runde nimmt die Anzahl der Spiele ab, aber das öffentliche Interesse – und damit auch die Vielfalt der angebotenen Märkte – nimmt zu.
Beim Afrika-Cup 2025 in Marokko begann das Turnier am 21. Dezember 2025 mit dem Eröffnungsspiel und endete am 18. Januar 2026 mit dem Finale. Innerhalb von knapp vier Wochen wurden 52 Spiele ausgetragen. Der Afrika-Cup 2027 in Kenia, Tansania und Uganda ist vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 angesetzt – mitten im europäischen Sommer, was die Spielplanlage einfacher macht als beim verschobenen Winterturnier 2025. Wer auf den Afrika-Cup 2027 wetten will, sollte die Qualifikationsspiele im Auge behalten. 54 Mannschaften haben sich gemeldet, die Qualifikation läuft über mehrere Runden, und die Resultate dieser Spiele sind bei Sporttip und Jouez Sport in der Regel ebenfalls wettbar.
Was bei Live-Wetten zu beachten ist. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wer eine Wette platziert, nachdem das Ereignis bereits entschieden ist – etwa nach einem späten Tor, das die Wette klar macht –, wird mit Quote 1.00 abgerechnet. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann der Veranstalter Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Cash-Out ist bei Sporttip nur online verfügbar, für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, prematch und live, immer als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es gibt keine Garantie, dass der Veranstalter Cash-Out für jeden Markt anbietet. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche Gewinn bei vollem Ablauf der Wette, hängt vom Spielstand ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden.
Bet-Builder bei Sporttip funktioniert nur über die entsprechende Funktion. Wer versucht, voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung – etwa «über 1.5 Tore im Spiel» und «genaues Ergebnis 2:0» – ohne den Bet-Builder zu kombinieren, riskiert, dass die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet wird. Die Faustregel: zwei Wetten auf dasselbe Spiel gehören in den Bet-Builder, nicht in die normale Kombiwette.
Vergleich der Anbieter zum Afrika-Cup
Die folgende Übersicht listet die in der Schweiz verfügbaren und die im Internet häufig anzutreffenden Anbieter. Die beiden ersten sind in der Schweiz bewilligt, die übrigen nicht. Wer bei einem nicht bewilligten Anbieter spielt, tut dies auf eigenes Risiko: keine Schweizer Aufsicht, keine Spielsperre, keine Beschwerdestelle.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Lizenzlage |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja, Grossspiel-Bewilligung nach BGS | Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; eines der zwei zugelassenen Schweizer Angebote; nur für Einwohner der Deutschschweizer Kantone, des Tessins und Liechtensteins |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja, Grossspiel-Bewilligung nach BGS | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne; eines der zwei zugelassenen Schweizer Angebote; nur für Einwohner der sechs Westschweizer Kantone |
| Bruce Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenzlage in der Schweiz nicht etabliert; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen; kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister |
| 1xBet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenzlage in der Schweiz nicht etabliert; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen; kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister |
| Funbet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenzlage in der Schweiz nicht etabliert; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen; kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister |
| Boomerang Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenzlage in der Schweiz nicht etabliert; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen; kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister |
| BetLabel | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenzlage in der Schweiz nicht etabliert; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen; kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister |
| Gamdom | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenzlage in der Schweiz nicht etabliert; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen; kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister |
| Pribet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenzlage in der Schweiz nicht etabliert; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen; kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister |
| WirWetten | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenzlage in der Schweiz nicht etabliert; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen; kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister |
Zwei Spalten, weil das die zwei Dinge sind, die hier wirklich zählen: Ob ein Anbieter in der Schweiz eine Bewilligung hat, und wer hinter dem Angebot steht. Wer sich für die Wettquoten interessiert, muss die Plattform selbst besuchen – kein verlässlicher Quotenvergleich lässt sich seriös aus der Distanz führen, ohne dass die Plattform gerade dann, wenn es zählt, die Quoten wieder verschiebt.
Swisslos Sporttip: das Standardangebot für die Deutschschweiz
Swisslos ist für die meisten Deutschschweizer der naheliegende Anbieter. Das Sporttip-Angebot umfasst Einzel-, Kombinations- und Systemwetten auf Fussball, Eishockey, Tennis und die übrigen Sportarten der Gespa-Liste. Mindesteinsatz: CHF 1. Höchsteinsatz: CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Der Veranstalter kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, Wetten über der Limite werden nicht angenommen. Quotenboosts und Profitboosts gibt es nur online, nur prematch, nur auf Einzelwetten mit einer Voraussage; beide sind pro Spieler einmal nutzbar und im Einsatz und in der Gewinnerhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Wer bei Sporttip auf den Afrika-Cup wettet, sollte mit den Afrika-Cup-Spielen auf der Gespa-Liste rechnen. Steht ein Spiel auf der Liste, darf es angeboten werden; steht es nicht drauf, gibt es keine Wette. Die Liste wird laufend aktualisiert, wobei eine Aktualisierung mit etwas Vorlauf zum Turnierbeginn zu erwarten ist. In der Vergangenheit hat Sporttip sowohl die Gruppenspiele als auch die K.-o.-Runden abgedeckt. Cash-Out, Live-Wetten und der Kombiboost funktionieren auch auf Afrika-Cup-Spiele, soweit die jeweiligen Bedingungen erfüllt sind – beim Kombiboost die Mindestanzahl Voraussagen und die Mindestquote 1.50.
Der Reingewinn, den Swisslos 2025 ausschüttete, betrug CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Sporttip ist kein margenlastiges Glücksspielprodukt, sondern Teil eines gemeinwohlorientierten Modells – die Überschüsse fliessen in die Kantone und in den Breitensport. Das ändert nichts an der Tatsache, dass die Quoten eine Marge enthalten, und es ändert nichts daran, dass die meisten Wetten am Ende verlieren. Es bedeutet aber, dass der Anbieter keine Boni braucht, um Spieler zu ködern – und dass die Mechaniken schlichter sind als bei ausländischen Plattformen, die mit Quotenboosts und Gratiswetten um Aufmerksamkeit kämpfen.
Verdikt: Für jeden, der in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, ist Sporttip die einzige seriöse Adresse. Wer ein Konto eröffnet, kann Afrika-Cup-Spiele legal und unter Schweizer Aufsicht wetten, mit Sperrliste, Limiten und Beschwerdemöglichkeit bei der Gespa. Wer tiefe Margen, Cash-Out und Live-Wetten sucht, ist hier richtig. Wer ein breiteres Wettprogramm, internationale Wettbewerbe ausserhalb der Gespa-Liste oder Casino-Spiele erwartet, sucht bei Sporttip vergebens – die Schweiz trennt Sportwetten und Casino konsequent, und was nicht auf der Liste steht, wird nicht angeboten.
Loterie Romande Jouez Sport: das Standardangebot für die Westschweiz
Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Wer in Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt oder Wallis wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen; wer in der Deutschschweiz wohnt, ist hier aussen vor – die Vertragsgebiete der beiden Veranstalter überschneiden sich nicht. Das Angebot deckt sich in den Grundzügen mit dem von Sporttip: Einzel-, Kombinations- und Systemwetten auf die in der Schweiz bewilligten Sportarten, Cash-Out, Live-Wetten, Quotenboosts.
Über die Quotenmarge bei Jouez Sport lässt sich aus der Distanz keine verlässliche Aussage machen, weil keine offiziellen Marge-Werte veröffentlicht werden. Beide Schweizer Anbieter verwenden ähnliche Quotenmodelle, und die Marge auf den Hauptmärkten bewegt sich erfahrungsgemäss im Bereich von 4–6 % – was den Quoten ausländischer Anbieter nahekommt, aber nicht garantiert besser ist. Wer wissen will, wie Jouez Sport im konkreten Afrika-Cup-Spiel quotiert, muss die Plattform besuchen. Wer die Quoten vergleichen will, kann sie für dasselbe Spiel bei Sporttip gegenchecken – und sehen, dass die Unterschiede klein sind.
Verdikt: Wer in der Westschweiz wohnt, kommt an Jouez Sport nicht vorbei, wenn er legal auf den Afrika-Cup wetten will. Das Angebot entspricht dem, was Sporttip in der Deutschschweiz bietet, mit vergleichbaren Limits und Mechaniken. Die entscheidende Einschränkung ist die Westschweiz-Bindung: Wer umzieht oder eine Adresse in einem anderen Vertragsgebiet hat, kann das Konto nicht einfach weiter nutzen.
Bruce Bet: ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
Bruce Bet wirbt im deutschsprachigen Raum mit einem breiten Wettprogramm und Quotenboosts. In der Schweiz hat das Angebot keine Grundlage. Eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – hat in der Schweiz keine Gültigkeit (Art. 4 BGS). Wer bei Bruce Bet wettet, wettet ohne Schweizer Aufsicht, ohne Spielsperre und ohne Möglichkeit, sich bei der Gespa zu beschweren. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, was den Zugang aus dem Schweizer Netz erschwert oder unmöglich macht.
Über das konkrete Afrika-Cup-Angebot von Bruce Bet – die Quotenmarge, die verfügbaren Märkte, die Einsatzlimits – lässt sich ohne Registrierung keine seriöse Aussage machen. Plattformen, die nicht der Schweizer Aufsicht unterstehen, sind in der Werbung oft grosszügig, in den Auszahlungsbedingungen weniger. Wer dort spielt, sollte damit rechnen, dass die Regeln weniger klar sind als bei Sporttip, dass Auszahlungen länger dauern und dass im Konfliktfall nur der Anbieter selbst entscheidet. Schweizer Spieler, die bei Bruce Bet spielen, fallen zudem in eine Grauzone: Die Gewinne sind in den meisten Kantonen als Einkommen steuerpflichtig, im Kanton Thurgau unabhängig von der Höhe.
Verdikt: Bruce Bet ist für Schweizer Spieler keine Alternative. Wer die Plattform dennoch nutzt, akzeptiert den Verlust des Schweizer Schutzes – Limiten, Sperre, Aufsicht – und trägt das Bonitätsrisiko eines ausländischen Anbieters. Im Vergleich zu Sporttip oder Jouez Sport fällt die Plattform durch: kein legaler Rahmen, keine Schweizer Spielsperre, kein Zugang zum hiesigen Ausschlussregister. Das ist kein Werbe- oder Image-Problem, sondern eine rechtliche Tatsache.
1xBet: ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
1xBet gehört zu den grössten internationalen Wettanbietern und ist auch im deutschsprachigen Raum präsent. Die Plattform bietet Fussballwetten mit Quoten, die auf den ersten Blick oft besser aussehen als bei Schweizer Anbietern – was meist mit einer höheren Marge bezahlt wird, nicht mit einem besseren Modell. Eine breite Marktpalette, viele Live-Wetten und ein umfangreiches Bonusprogramm gehören zum Geschäftsmodell. Für Schweizer Spieler gilt: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an die Gespa-Sperrliste, keine Spielsperre über das schweizweite Register.
Die 1xBet-Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen. Wer den Zugang trotzdem findet, spielt im rechtlichen Graubereich. Im Konfliktfall bleibt nur der Weg zum ausländischen Lizenzgeber, falls vorhanden – und der Weg zur Schweizer Justiz, der wegen fehlender Schweizer Bewilligung des Anbieters selten erfolgreich ist. Die Gewinne sind in den meisten Kantonen steuerpflichtig.
Verdikt: 1xBet ist für Schweizer Spieler nicht empfehlenswert. Die Quoten mögen verlockend wirken, aber die fehlende Schweizer Aufsicht und die fehlende Anbindung an das hiesige Schutzsystem wiegen schwerer als ein halber Prozentpunkt Marge. Wer in der Schweiz legal auf den Afrika-Cup wetten will, ist bei Sporttip oder Jouez Sport besser aufgehoben.
Funbet: ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
Funbet positioniert sich als junger Anbieter mit breitem Wettprogramm und moderner Benutzeroberfläche. Die Plattform ist im deutschsprachigen Raum aktiv, mit Fokus auf Fussball, Eishockey und Tennis. Wie alle ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gilt: keine Gespa-Aufsicht, keine Spielsperre über das schweizweite Register, keine Beschwerdemöglichkeit bei Schweizer Behörden. Funbet kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, was den Zugang aus der Schweiz blockiert.
Die Quoten bei Funbet sind vergleichbar mit anderen ausländischen Anbietern, mit Margen im üblichen Bereich. Über konkrete Afrika-Cup-Quoten und -Märkte lässt sich aus der Distanz keine Aussage machen. Schweizer Spieler, die sich auf Funbet einlassen, bewegen sich ausserhalb des gesetzlichen Rahmens – mit allen Konsequenzen für Spielerschutz und Steuer.
Verdikt: Funbet ist keine Alternative zu den Schweizer Anbietern. Das breite Wettprogramm und die moderne Oberfläche ändern nichts daran, dass in der Schweiz nur zwei Anbieter bewilligt sind. Wer bei Funbet spielt, verzichtet auf die Schutzmechanismen, die in der Schweiz Standard sind.
Boomerang Bet: ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
Boomerang Bet ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das Angebot umfasst Fussball, weitere Sportarten und Live-Wetten. Wie bei den anderen ausländischen Plattformen gilt: keine Gespa-Aufsicht, keine Spielsperre, keine Schweizer Beschwerdestelle. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen.
Das Risiko für Schweizer Spieler ist dasselbe wie bei Bruce Bet, 1xBet und Funbet: kein Schweizer Schutz, mögliche Schwierigkeiten bei Auszahlungen, steuerliche Behandlung der Gewinne nach kantonalem Recht. Plattformen wie Boomerang Bet leben davon, dass Spieler aus Ländern mit engem Markt den Weg zu ihnen finden – mit allen Konsequenzen.
Verdikt: Boomerang Bet ist für Schweizer Spieler nicht empfehlenswert. Das Angebot mag breit sein, aber die fehlende Schweizer Bewilligung bedeutet, dass die Plattform in der Schweiz nicht legal genutzt werden kann. Wer den Zugang trotzdem findet, geht das Risiko ein, ohne Schutz zu spielen.
BetLabel: ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
BetLabel gehört zu den internationalen Anbietern, die im deutschsprachigen Raum präsent sind. Fussball, Eishockey, Tennis, Live-Wetten und ein umfangreiches Bonusprogramm gehören zum Standard. Die Plattform hat keine Schweizer Bewilligung, keine Gespa-Aufsicht und keine Anbindung an das schweizweite Ausschlussregister.
Über das konkrete Afrika-Cup-Angebot lässt sich aus der Distanz keine Aussage machen. Die Quotenmarge ist vergleichbar mit anderen ausländischen Anbietern, die Boni mögen grosszügig wirken, sind aber an Umsatzbedingungen geknüpft, die das Bild schnell relativieren. Für Schweizer Spieler gilt: Wer bei BetLabel wettet, wettet ohne Schweizer Schutz.
Verdikt: BetLabel ist keine Alternative zu Sporttip oder Jouez Sport. Die Plattform mag international bekannt sein, aber in der Schweiz zählt nur die Schweizer Bewilligung – und die hat BetLabel nicht.
Gamdom: ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
Gamdom ist vor allem als Plattform für Krypto-Wetten und Esport bekannt. Für Schweizer Spieler ist Gamdom in mehrfacher Hinsicht problematisch: keine Schweizer Bewilligung, keine Gespa-Aufsicht, keine Spielsperre, und Krypto-Auszahlungen, die in der Schweiz für bewilligte Anbieter nicht erlaubt sind. Die Plattform kann auf der Gespa-Sperrliste stehen.
Gamdom ist keine Alternative für Schweizer Spieler, die legal auf den Afrika-Cup wetten wollen. Die Plattform bedient eine andere Zielgruppe – Krypto-affine Nutzer, Esport-Wettende – und fällt in der Schweiz durch die regulatorischen Maschen.
Verdikt: Gamdom ist für Schweizer Spieler nicht relevant. Die fehlende Schweizer Bewilligung schliesst die Plattform aus dem legalen Rahmen aus, und das Geschäftsmodell – Krypto, Esport – passt nicht zum Schweizer Sportwetten-Markt.
Pribet: ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
Pribet ist ein weiterer internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das Angebot umfasst Fussball, weitere Sportarten und Live-Wetten. Wie bei allen ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung gilt: keine Gespa-Aufsicht, keine Spielsperre, keine Schweizer Beschwerdestelle.
Pribet ist keine Alternative zu den Schweizer Anbietern. Wer in der Schweiz auf den Afrika-Cup wetten will, ist bei Sporttip oder Jouez Sport besser aufgehoben – mit Schweizer Schutz, klaren Regeln und der Möglichkeit, sich bei der Gespa zu beschweren.
Verdikt: Pribet fällt durch die regulatorischen Maschen. Die Plattform mag in anderen Märkten etabliert sein, in der Schweiz zählt nur die Schweizer Bewilligung.
WirWetten: ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
WirWetten positioniert sich als deutschsprachiger Anbieter mit Fokus auf Fussball und Eishockey. Die Plattform hat keine Schweizer Bewilligung, keine Gespa-Aufsicht und keine Anbindung an das schweizweite Ausschlussregister. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen.
WirWetten ist keine Alternative zu den Schweizer Anbietern. Der Name klingt deutsch, die Bewilligung ist keine. Wer in der Schweiz legal auf den Afrika-Cup wetten will, ist bei Sporttip oder Jouez Sport richtig.
Verdikt: WirWetten ist für Schweizer Spieler nicht empfehlenswert. Die Plattform mag in Deutschland oder Österreich aktiv sein, in der Schweiz zählt die Schweizer Bewilligung – und die hat WirWetten nicht.
Wie eine Wette praktisch abläuft
Wer bei Sporttip oder Jouez Sport auf ein Afrika-Cup-Spiel setzen will, geht vier Schritte: Konto eröffnen, Limite setzen, Wette platzieren, Gewinn auszahlen lassen. Die Kontoeröffnung verlangt einen Ausweis und einen Wohnsitznachweis im jeweiligen Vertragsgebiet. Vor der ersten Wette werden die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt – wer das überspringt, kann nicht wetten. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Wette selbst wird im Online-Konto oder an einer Verkaufsstelle platziert. Mindesteinsatz: CHF 1, Höchsteinsatz: CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette.
Bei Live-Wetten gilt: Die Wette wird unabhängig davon angenommen, ob das Spiel live übertragen wird. Wer nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs wettet, wird mit Quote 1.00 abgerechnet. Bei spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Das schützt den Veranstalter vor Spätwetten, die das Ergebnis bereits kennen; es ist aber ein Grund, bei Live-Wetten besonders auf das Timing zu achten.
Die Auszahlung erfolgt auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielenden. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es in der Schweiz nicht. Die Gewinne werden auf das Bankkonto oder Postkonto überwiesen, das bei der Registrierung hinterlegt wurde. Bei Gewinnen über dem Freibetrag – CHF 1’071’000 seit 1. Januar 2026, je nach Kanton tiefer – wird die Verrechnungssteuer direkt abgezogen.
Was bei einem Afrika-Cup zu beachten ist
Die Wette auf das Turnier ist nicht dasselbe wie die Wette auf ein Spiel. Eine Langzeitwette auf den Turniersieger wird über die ganze Dauer gehalten – sechs Wochen beim Afrika-Cup 2025, ähnlich beim Afrika-Cup 2027. Cash-Out funktioniert auch bei Langzeitwetten, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out. Wer auf «Senegal gewinnt das Turnier» setzt und nach der Gruppenphase mit Cash-Out aussteigt, sichert sich den aktuellen Wert – verpasst aber möglicherweise einen späteren Gewinn. Wer auf den Sieger setzt, sollte sich bewusst sein, dass die Quote zu Beginn des Turniers oft am höchsten ist, weil die Favoriten noch nicht ausgeschieden sind – und dass die Quote sinkt, je weiter das Team kommt.
Die Frage, ob das Finale 2025 nun Senegal oder Marokko zugesprochen wurde, ist für die Wettauswertung komplex. Die Wette wurde vor dem ursprünglichen Schlusspfiff platziert; die nachträgliche CAF-Wertung erfolgte zwei Monate später. Bei Sporttip zählt das Ergebnis zum Zeitpunkt des Spielendes – und das war der 1:0-Sieg Senegals nach Verlängerung. Wer auf Marokko gesetzt hatte, hat verloren, unabhängig von der nachträglichen Wertung. Wer auf Senegal gesetzt hatte, hat gewonnen. Die Berufung beim CAS war zum Zeitpunkt dieser Seite noch nicht entschieden, und ob die CAF-Wertung retroaktiv Auswirkungen auf die Wettauszahlung hätte, ist eine Frage, die Sporttip zum gegebenen Zeitpunkt klären müsste.
Wer auf den Afrika-Cup 2027 wetten will, sollte jetzt die Qualifikationsspiele im Auge behalten. 54 Mannschaften spielen um 24 Plätze, die Qualifikation läuft über mehrere Runden. Viele dieser Spiele sind bei Sporttip und Jouez Sport wettbar, oft mit tieferer Marge als die Endrundenspiele. Wer Mannschaften kennt, die in der Qualifikation überraschen, kann früh auf ihren Einzug in die Endrunde setzen – und profitiert von Quoten, die sich später, wenn das Turnier näher rückt, oft anpassen.
Häufige Fragen
Wer organisiert den Afrika-Cup, und wann findet die nächste Ausgabe statt?
Den Afrika-Cup organisiert die Confederation of African Football (CAF), das Turnier wird seit 1957 ausgetragen. Die nächste Endrunde, der Afrika-Cup 2027, ist vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Die jüngste Ausgabe, der Afrika-Cup 2025, fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko statt – verschoben vom Sommer wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025. 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet, das ist ein Rekordfeld.
Darf in der Schweiz auf den Afrika-Cup gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?
Ja, aber nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern. Swisslos mit dem Produkt Sporttip ist für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein zuständig, die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Beide benötigen eine Grossspiel-Bewilligung nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und stehen unter Aufsicht der Gespa. Eine Online-Registrierung verlangt Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet, ein Mindestalter von 18 Jahren und die Verifizierung der Identität. Ausländische Anbieter dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten, ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen.
Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Wette auf den Spielausgang zur regulären Spielzeit?
Nein, in der Regel nicht. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (beim Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie ausdrücklich Gegenstand der Wette sind. Wer auf «Heimsieg in 90 Minuten» setzt, hat bei einem 1:0 nach Verlängerung verloren – obwohl die Heimmannschaft das Spiel am Ende gewonnen hat. Wer auf «Turniersieger» setzt, ist von dieser Regel nicht betroffen, weil das Turnierergebnis nach allen Runden feststeht, einschliesslich Verlängerung und Elfmeterschiessen.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Gewinn bei einer Wette ist der Einsatz mal die Quote. Bei einer Einzelwette mit Einsatz CHF 10 und Quote 2.50 ergibt sich ein Bruttogewinn von CHF 25, der Nettogewinn – also Gewinn ohne Einsatz – beträgt CHF 15. Bei einer Kombiwette werden die Quoten der einzelnen Beine multipliziert. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jedem gesetzten Franken einbehält. Beispielrechnung für ein 1X2-Markt mit Quoten 2.10, 3.40 und 3.60: Die Auszahlungsquote liegt bei rund 95.4 %, die Marge bei rund 4.6 %. Pro 100 Franken Einsatz auf diesen Markt werden rund 95.4 Franken als Gewinn wieder ausgeschüttet, 4.6 Franken behält der Veranstalter. Bei Kombiwetten mit vier Beinen liegt die Auszahlungsquote deutlich tiefer.
Wie funktionieren die Verlustlimiten, und wie wird eine Spielsperre eingetragen?
Bei Sporttip und Jouez Sport müssen vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für Spieler unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer sich selbst sperren will, kann den Zugang für 1 bis 180 Tage produktbezogen ausschliessen, eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Spielsperre kann nur über eine spezialisierte Stelle und frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden.
Ab welchem Betrag fällt auf Wettgewinne Verrechnungssteuer an, und was bedeutet «je nach Kanton»?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000. Über diesem Betrag behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich – daher «je nach Kanton». Ein typischer Wettgewinn liegt weit unter dem Freibetrag, fällt also weder unter die Einkommenssteuer noch unter die Verrechnungssteuer. Gewinne aus ausländischen Anbietern werden je nach Kanton als Einkommen versteuert, im Kanton Thurgau unabhängig von der Höhe. Auf den Einsatz fällt in der Schweiz keine Wettsteuer.
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Inhalt erstellt vom Team «tippsheutech»
