NFL Wetten Schweiz 2026: Was bei Sporttip und den übrigen Anbietern geht

Ein ovaler Football liegt auf frisch gemähtem Rasen neben einer weissen Linie, im Hintergrund stehen leere Flutlichtmasten im Abendlicht.

Wer in der Schweiz auf die NFL wetten will, stösst zuerst auf eine Mauer aus Recht: Nur zwei Veranstalterinnen dürfen hier überhaupt Sportwetten anbieten, und was gewettet werden darf, steht in einer geschlossenen Liste. Wer das versteht, versteht auch, warum die Bonus-Werbung der ausländischen Marken hier nichts zu suchen hat und was die Quoten auf den Schweizer Wettmärkten wirklich hergeben.

Die NFL-Hauptrunde 2026 beginnt am 9. September 2026 und endet am 10. Januar 2027; die Playoffs starten am 16. Januar 2027.

Datenstand: Oktober 19, 2026 (geprüft gegen die Spielregeln Sporttip Version 4.2, die Gespa-Bewilligungsregister und die ESTV-Hinweise zu Gewinnen aus Grossspielen).

Spielplan und Wettkalender der NFL im Jahr 2026

Die NFL-Saison 2026 folgt dem gewohnten Rhythmus. Die Hauptrunde startet am 9. September 2026 und endet am 10. Januar 2027, die Playoffs beginnen am 16. Januar 2027 und führen in den Super Bowl. Wer auf einzelne Spieltage, Divisionsiege, Conference-Titel oder die Meisterschaft wetten will, hat also einen klaren Zeitstrahl vor sich; wer den Super Bowl als Einzelereignis spielen will, muss dessen Termin abwarten, der von Jahr zu Jahr festgelegt wird.

Ein Kaffeebecher und ein Football stehen auf einem Küchentisch am Morgen, durch das Fenster sieht man einen Garten mit Raureif.
Die National Football League (NFL) hat 32 Teams, die in die American Football Conference (AFC) und die National Football Conference (NFC) mit je vier Divisionen zu vier Teams gegliedert sind.

Die Hauptrunde umfasst 18 Wochen. Jedes der 32 Teams bestreitet 17 Spiele und hat eine spielfreie Woche, die Bye Week. Seit 2021 stehen drei statt vier Preseason-Spiele auf dem Programm. In die Playoffs rücken pro Conference sieben Teams nach, vier Divisionssieger und drei Wild-Card-Teams, zusammen 14 Mannschaften. Der Erstplatzierte jeder Conference hat in der Wild-Card-Runde spielfrei. Vor 2019 waren es zwölf Playoff-Teams, der Sprung auf 14 verändert die Struktur jeder Conference-Runde.

Der Draft findet Anfang April statt und umfasst sieben Runden. Das Verfahren existiert seit 1936. Was sich daraus für Schweizer Wettkunden ergibt: ein eigenes Wettobjekt, das je nach Gespa-Liste zugänglich ist oder nicht, dazu die Frage nach Wetten auf den wertvollsten Spieler (MVP), der nach der Regular Season gewählt wird.

Conferences, Divisionen und die Liga im Überblick

Die National Football League hat 32 Teams, aufgeteilt in die American Football Conference (AFC) und die National Football Conference (NFC). Jede Conference hat vier Divisionen mit je vier Teams. Diese Gliederung prägt fast jede Wette, die nicht nur das nächste Spiel betrifft: Divisionssiege, Conference-Titel und die Setzliste für die Playoffs hängen direkt an dieser Ordnung.

Ein Briefkasten an einem Holzzaun vor einem Bauernhaus in einer Hügellandschaft, auf den Wiesen liegt Frühnebel.
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit.

Die Geschichte der Liga reicht zurück bis zum 20. August 1920, als die APFA in Canton, Ohio, gegründet wurde. 1922 erfolgte die Umbenennung in National Football League. Commissioner ist Roger Goodell. Die Green Bay Packers halten mit 13 Meisterschaften den Rekord, gefolgt von den Pittsburgh Steelers und den New England Patriots mit je sechs Super-Bowl-Titeln. Solche Zahlen spielen für eine Wette meist nur am Rande eine Rolle, etwa wenn die Form eines Teams über mehrere Saisons bewertet wird.

Verfügbare Wettmärkte bei Sporttip und Jouez Sport

Bei Sporttip und Jouez Sport stehen die gleichen Grundmärkte zur Verfügung, die auch international angeboten werden: Siegwette (Moneyline), Spread-Wette, Total (Über/Unter), Halbzeit- und Viertelwetten, Spielerwetten, sowie Langzeitwetten auf Divisionssieger, Conference-Sieger, Super-Bowl-Sieger und MVP. Welche dieser Märkte tatsächlich freigeschaltet sind, hängt von der Gespa-Liste ab; was nicht auf der Liste steht, wird auch nicht angeboten.

Die wichtigsten Marktbegriffe, die ein NFL-Wettender kennen sollte:

Quoten, Auszahlungsquote und Marge verstehen

Eine Wettquote ist nicht einfach der Preis für einen Sieg, sondern das Verhältnis von Einsatz zu möglicher Auszahlung inklusive Einsatz. Eine Quote von 2.10 bedeutet: Wer 10 CHF setzt, erhält bei Gewinn 21 CHF zurück, also 11 CHF Nettogewinn zuzüglich des Einsatzes. Bei einer Kombiwette werden die Einzelquoten multipliziert; eine Wette mit drei Auswahlen zu 2.00, 3.00 und 4.00 hat die Gesamtquote 24.00.

Die Auszahlungsquote eines Marktes (manchmal als Quotenschlüssel bezeichnet) gibt an, wie viel von jedem eingesetzten Franken bei vollständiger Berücksichtigung aller möglichen Ausgänge zurückfliesst. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen, beide zu Quote 1.90, ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also rund 0.95 oder 95 %. Die Marge des Veranstalters ist die Differenz zu 100 %, in diesem Beispiel rund 5 %. Das ist die Spanne, die der Anbieter im Durchschnitt pro eingesetztem Franken behält, unabhängig vom Ausgang.

Für eine Wette auf einen Spread bei Quote 1.90/1.90 liegt die Auszahlungsquote in einem Bereich von etwa 94 % bis 96 %, wenn die Quoten symmetrisch angesetzt sind. Bei 1.85/1.95 verschiebt sich die Marge zugunsten des Anbieters, auch wenn sich die Quoten dem blossen Auge ähnlich darstellen. Die Faustregel: Je näher die beiden Quoten eines Zweiwege-Marktes an der 2.00, desto grösser die Auszahlungsquote und desto kleiner die Marge; jede Abweichung nach unten kostet den Wettenden Prozente.

Die Marge variiert von Markt zu Markt und von Wettanbieter zu Wettanbieter. Drei-Wege-Märkte mit Unentschieden als drittem Ausgang haben in der Regel eine höhere Marge als Zwei-Wege-Märkte, weil der Anbieter das zusätzliche Risiko einpreist. Spielerwetten liegen oft zwischen 4 % und 6 % Marge, Langzeitwetten können deutlich höher liegen, weil die Quoten weiter auseinandergehen und der Veranstalter das grössere Risiko einberechnet.

Anbieter im Vergleich: lizenziert in der Schweiz und ohne Schweizer Bewilligung

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalter / gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung, Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung, Gespa) Loterie Romande, Lausanne
AmunRa Nein Lizenz nicht ausgewiesen; ohne Schweizer Bewilligung
bet-at-home Nein Lizenz nicht ausgewiesen; ohne Schweizer Bewilligung
Fezbet Nein Lizenz nicht ausgewiesen; ohne Schweizer Bewilligung
BetPanda Nein Lizenz nicht ausgewiesen; ohne Schweizer Bewilligung
Boomerang Bet Nein Lizenz nicht ausgewiesen; ohne Schweizer Bewilligung
Unibet Nein Lizenz nicht ausgewiesen; ohne Schweizer Bewilligung
20Bet Nein Lizenz nicht ausgewiesen; ohne Schweizer Bewilligung
HornetBet Nein Lizenz nicht ausgewiesen; ohne Schweizer Bewilligung

Die Spalte «Veranstalter / gemeldete Lizenz» zeigt für die beiden Schweizer Anbieter die Gesellschaft hinter dem Produkt und den Sitz. Für die übrigen acht Anbieter ist die Sachlage eindeutig und für die Schweiz ohne jede Bedeutung: Eine ausländische Lizenz hat hier keine Kraft, weil das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) in Artikel 4 festhält, dass eine ausländische Bewilligung in der Schweiz nicht gilt. Die Marken tauchen hier auf, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler ihnen in der Werbung und über DNS-Sperren hinweg begegnen; in der Schweiz können sie nicht legal genutzt werden, und ein Schweizer Rechtsschutz besteht nicht.

Swisslos Sporttip

Sporttip ist das Sportwetten-Produkt von Swisslos, der Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Die Bewilligung stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020), die Aufsicht liegt bei der Gespa. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort Wohnsitz hat, kann ein Online-Konto eröffnen, die Online-Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre; jeder Person ist nur ein Konto erlaubt.

Das Wettprogramm deckt American Football im Rahmen der Gespa-Liste ab. Die Quoten liegen nahe am europäischen Standard, die Marge ist im Schweizer Markt vergleichsweise moderat. Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Livewetten gelten unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00.

Der Mindesteinsatz beträgt 1 CHF, der Höchsteinsatz 1’000 CHF pro Einzel- oder Kombinationswette und 10’000 CHF pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten aus dem Produkt der Einzelquoten; der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1.50 und stockt den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Auswahlen auf, Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts und Profitboosts sind nur online für Prematch-Einzelwetten nutzbar, pro Wettenden nur einmal, bei Cash-Out verfällt der Boost.

Verlustlimiten müssen vor der ersten Teilnahme für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, die Oberlimite liegt bei 9’999 CHF (unter 21 Jahren 1’000 CHF); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage ist zusätzlich möglich. Die Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein.

Für einen NFL-Wettenden, der in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, ist Sporttip die einzige legale Adresse. Wer ein Konto hat, kann auf das volle NFL-Programm zugreifen, sofern die Gespa-Liste die jeweilige Wette erlaubt, und profitiert von der Spielsperre und den Schweizer Limiten. Wer eine bestimmte Spielerwette oder einen exotischen Markt sucht, der nicht auf der Liste steht, geht leer aus.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist das Pendant zu Sporttip in der Romandie. Veranstalterin ist die Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) mit Sitz in Lausanne. Das Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer dort Wohnsitz hat, kann ein Online-Konto eröffnen; die Regeln zu Alter, Identitätsprüfung und Spielsperre entsprechen den Vorgaben des BGS.

Das Wettprogramm deckt American Football im Rahmen der Gespa-Liste ab, die Bedingungen zu Cash-Out, Livewetten und Limits sind vergleichbar mit Sporttip. Wer in der Romandie wohnt und auf die NFL wetten will, nutzt Jouez Sport, ein Wechsel zu Sporttip ist nicht möglich, weil das Vertragsgebiet die Romandie nicht einschliesst.

Für einen NFL-Wettenden aus der Westschweiz ist Jouez Sport die einzige legale Option. Das Angebot an NFL-Wetten hängt davon ab, was die Gespa-Liste für die Romandie freischaltet, und die Identitätsprüfung läuft nach dem gleichen Verfahren wie bei Sporttip.

AmunRa, bet-at-home, Fezbet, BetPanda, Boomerang Bet, Unibet, 20Bet und HornetBet

Diese acht Marken werben in der Schweiz aktiv um Kundschaft, obwohl sie keine Schweizer Bewilligung haben. Ihre Lizenzen, wo sie welche haben, gelten in Curaçao, Malta, Deutschland oder anderen Jurisdiktionen, die hier ohne rechtliche Wirkung sind. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS), das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, die mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren, geahndet wird (Art. 130 BGS). Für die Spielerin und den Spieler gilt das nicht, aber: kein Schweizer Rechtsschutz, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, ausländische Gewinne unterliegen je nach Kanton einer anderen Steuerpraxis als Schweizer Gewinne, und die Gespa kann die Domains auf die DNS-Sperrliste setzen, was in der Praxis zu Ersatzangeboten unter neuen Adressen führt, die innerhalb von Stunden nachgezogen werden.

Wer in der Schweiz auf diese Anbieter zugreift, riskiert die Sperrung der Seite durch den Schweizer Provider und die Unmöglichkeit, Gewinne einzuziehen, wenn der Anbieter die Auszahlung verweigert oder insolvent wird. Wer ein Konto bei einem dieser Anbieter eröffnet, muss sich zwingend mit Ausweis und Adresse legitimieren, die Daten liegen ausserhalb der Schweiz und unterliegen nicht dem Schweizer Datenschutz. Wer dort spielt, fällt ausserhalb der Schutzmechanismen, die das BGS für Schweizer Spielende vorsieht.

Rechtliche Lage: Geldspielgesetz, Gespa und die geschlossene Wettliste

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Die Aufsicht führt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), die durch das Geldspielkonkordat seit 1. Januar 2021 mit erweiterter Zuständigkeit ausgestattet ist. Eine Bewilligung umfasst die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Der Gesetzgeber hat die Veranstalterinnen auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein sowie Loterie Romande mit Jouez Sport für die Romandie.

Was gewettet werden darf, ist abschliessend in der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen geregelt (Version 10.09.2026). Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt, Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Eckball- und Kartenmärkte fehlen, ein eigener E-Sport-Bereich ist nicht vorgesehen. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Was nicht auf der Liste steht, kann auch nicht gewettet werden, und die Liste wird von der Gespa gepflegt, nicht vom Veranstalter.

Live-Wetten sind erlaubt, sowohl vor Spielbeginn als auch live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält. Das BGS enthält keine statutarische Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt, sondern eine Funktion des Anbieters. Zu virtuellen Sportarten schweigt sich die Gespa-Liste aus, was ihre Rechtlichkeit in der Schwebe lässt; über E-Sport ist nur bekannt, dass es keinen eigenen Listenabschnitt gibt.

Die Spielsperre (Art. 80–82 BGS) erfasst verschuldete oder spielsüchtige Personen ebenso wie den Selbstausschluss und wird in einem schweizerweiten Register geführt; eine Sperre kann freiwillig erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt; in 47.5 % von 200 Fällen wurde eine Sportwette an Minderjährige verkauft, ein Befund, der nicht über die Strenge des Verkaufsstellenschutzes hinwegtäuschen sollte.

Werbeerestriktionen sind im BGS klar definiert: Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielen (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit Busse bis 500’000 CHF bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS), die 2025 insgesamt 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt hat. Ein Promo-Code gehört nicht auf eine solche Seite.

Spielerschutz: Limiten, Spielsperre und Pause

Der Spielerschutz im Schweizer Sportwetten-Markt ruht auf drei Pfeilern: Verlustlimiten, die der Spielende vor der ersten Teilnahme setzt, eine Spielsperre, die entweder produktbezogen oder unbefristet im Register eingetragen wird, und die Pause, die das BGS als freiwilliges Instrument vorsieht.

Die Verlustlimite wird vom Spielenden selbst festgelegt, der Anbieter muss nach Art. 87 VGS mindestens einen Höchstwert für täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatz oder Verlust verlangen. Sporttip setzt die Oberlimite auf 9’999 CHF für 1, 7 und 30 Tage, für unter 21-Jährige auf 1’000 CHF. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, was das BGS auf 24 Stunden begrenzt, der Anbieter verschärft also die eigene Regel. Eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage ist zusätzlich möglich. Eine fixe staatliche Einzahlungsgrenze, wie sie andere Länder kennen, gibt es in der Schweiz nicht.

Die Spielsperre ist bei Sporttip produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Einbezug einer Fachstelle. Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.

Die Pause ist im BGS als freiwilliges Instrument verankert, mit einer maximalen Dauer von sechs Monaten. Sie ist das mildere Mittel zwischen der produktbezogenen Sperre und der Registersperre und richtet sich an Spielende, die eine Atempause brauchen, ohne sich vollständig aus dem Wettangebot zurückzuziehen.

Wer in der Schweiz auf NFL wetten will, sollte sich vor der ersten Wette mit den eigenen Limiten auseinandersetzen. Die Verlustlimite ist kein Schutz vor Verlust, sondern ein Schutz vor einem Verlust, der das eigene Budget sprengt. Wer mit 50 CHF pro Wochenende spielt, setzt die Wochenlimite auf 50 CHF und die Monatslimite auf 200 CHF. Wer die Limite erhöhen will, muss 72 Stunden warten, was Zeit für eine bewusste Entscheidung lässt.

Vorhersagen, Strategien und das ehrliche Tauchen in die Form

Prognosen für NFL-Spiele entstehen aus Form, Verletzungslage und Spielstatistik. Ein Blick auf die letzten drei Spiele eines Teams, den Gesundheitszustand des Quarterbacks, die Heimbilanz und die Bilanz gegen den konkreten Gegner liefert mehr als jede Expertentipp-Seite. Quoten spiegeln diese Einschätzung, korrigieren sie aber nicht; eine Quote von 1.50 auf das favorisierte Team sagt, dass die Buchmacher das Team klar vorne sehen, ein Spread von -7 sagt, dass sie einen klaren Sieg erwarten.

Ein Wert-Tipp bleibt eine Schätzung. Niemand weiss vor Spielbeginn, ob der Quarterback nach zwei Wochen Verletzungspause wirklich bei 100 % ist, ob das Wetter die Passspielstrategie durchkreuzt, ob ein unsichtbarer Ausfall in der Offensive Line die Laufspielbalance verschiebt. Wetten ist kein Einkommen, eine Wette ist ein bezahlter Ausgang eines Wahrscheinlichkeitsurteils, nicht der Versuch, die Quote in bares Geld zu verwandeln.

Die Strategie, die am seltensten enttäuscht, ist die einfachste: nicht mehr setzen, als man verlieren kann, die Quote dort suchen, wo sie zu hoch ist, und die eigenen Regeln kennen. Eine Quote von 2.20 auf einen Aussenseiter ist nur dann ein Wert, wenn die tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit über 45 % liegt. Wer das nicht schätzen kann, sollte nicht setzen. Wer das schätzen kann, weiss, dass auch eine Quote von 2.20 noch eine Marge von mehreren Prozent enthält.

Wetttypen und Quoten im Detail

Einzelwette

Die Einzelwette ist die Grundform. Ein Spiel, eine Auswahl, eine Quote. Der Gewinn ist einfach zu berechnen: Einsatz mal Quote. Bei einer Quote von 2.50 und einem Einsatz von 20 CHF ergibt sich ein Gewinn von 50 CHF, also 30 CHF Nettogewinn plus Einsatz. Verlängerung zählt, wenn die Wette auf den Sieger nach regulärer Spielzeit steht, gilt der Stand nach Nachspielzeit; bei einer Siegwette mit Verlängerung zählt das Ende des Spiels.

Kombiwette

Die Kombiwette multipliziert die Einzelquoten. Bei drei Auswahlen zu 2.00, 3.00 und 4.00 ergibt sich die Gesamtquote 24.00. Ein Einsatz von 10 CHF bringt 240 CHF, also 230 CHF Nettogewinn. Die Kehrseite: Jede Auswahl muss gewinnen, ein Verlust killt die ganze Wette. Der Kombiboost bei Sporttip stockt den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Auswahlen auf, alle mit Einzelquote von mindestens 1.50. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Systemwette

Die Systemwette erlaubt es, auch dann zu gewinnen, wenn nicht alle Auswahlen treffen. Bei einer 3/4-Systemwette werden vier Auswahlen getroffen, die Wette gewinnt, wenn mindestens drei davon eintreffen. Der Gewinn hängt davon ab, welche Auswahlen gewinnen und wie hoch ihre Quoten sind. Der Höchsteinsatz pro Systemwette bei Sporttip beträgt 10’000 CHF.

Livewette

Die Livewette wird während des Spiels platziert. Die Quote verändert sich mit dem Spielstand und der Spielzeit. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen bei Sporttip mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann der Anbieter Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Die Livewette ist ein Instrument für Spielende, die das Spiel beobachten und eine Verschiebung der Wahrscheinlichkeiten erkennen, nicht ein Instrument, um Verluste aus der Prematch-Wette zu kompensieren.

Cash-Out

Cash-Out erlaubt es, eine Wette vor dem Ende des Spiels auszuzahlen. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei natürlichem Ausgang, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann vom Anbieter jederzeit geändert werden. Cash-Out verfällt bei Quoten- und Profitboosts.

Steuern auf Wettgewinne

Gewinne aus Schweizer Grossspielen, also auch aus Sportwetten, sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei. Der Freibetrag gilt pro Einzelgewinn. Ab 1. Januar 2026 liegt die Bundesfreigrenze bei 1’071’000 CHF, 2025 waren es 1’070’400 CHF. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich je nach Kanton, daher die Faustregel «je nach Kanton», niemals eine einzelne kantonale Zahl.

Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer NFL-Wettender wird den Freibetrag nicht überschreiten, die Frage der Verrechnungssteuer stellt sich in der Praxis kaum. Wer grosse Wetten auf Super-B-Outright oder Saisonausgang platziert und gewinnt, sollte die Steuerfrage mit dem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung klären.

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer. Die kantonale Praxis ist aber nicht einheitlich: Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerpflichtiges Einkommen, unabhängig vom Betrag. Wer dort wohnt und bei einem ausländischen Anbieter spielt, muss den Gewinn versteuern, auch wenn er unter dem Freibetrag liegt. Wer in einem anderen Kanton wohnt, folgt der kantonalen Praxis.

Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz. Die Steuer fällt nur auf den Gewinn an, nicht auf den Einsatz. Diese Aussage gilt für Schweizer Veranstalter; ausländische Anbieter behalten teils eine eigene Steuer ein, was in den jeweiligen AGBs zu prüfen ist.

Zahlungen: nur auf das eigene Konto

Gewinne und Guthaben werden nach Art. 50 Abs. 2 VGS nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren im lizenzierten Schweizer Wettmarkt nicht. Die Kreditierung an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmittel ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und steht in den jeweiligen AGBs.

Die Schweiz kennt kein Zahlungs-Blocking-Instrument gegen nicht lizenzierte Wettanbieter. Banken und Kartenherausgeber blockieren Zahlungen an solche Anbieter nicht systematisch; wer bei einem ausländischen Anbieter mit Karte einzahlt, hat in der Regel keine Sperre zu befürchten. Das ist eine Lücke im Vollzug, die das BGS nicht schliesst; die Sperrliste der Gespa setzt nur auf DNS-Ebene an.

Bonusregeln und Werbeversprechen

Sporttip bietet Quotenboosts, Profitboosts und den Kombiboost, alle im Rahmen der Gespa-Zustimmung. Quotenboosts sind nur online für Prematch-Einzelwetten nutzbar und gelten pro Wettenden nur einmal, Profitboosts erhöhen den Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen Prozentsatz, der Kombiboost stockt den Nettogewinn einer Mehrfachauswahl auf. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Die genauen Bedingungen stehen in den Spielregeln Sporttip, Version 4.2.

Jouez Sport folgt den analogen Regeln, jeweils abgestimmt mit der Gespa. Die konkreten Werte unterscheiden sich, die Grundstruktur ist vergleichbar.

Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit Busse bis 500’000 CHF bestraft werden (Art. 131 BGS). Bonusangebote ausländischer Anbieter, die in der Schweiz beworben werden, fallen unter dieses Verbot. Wer eine solche Werbung sieht, sollte sie der Gespa melden; die Aufsichtsbehörde hat in den letzten Jahren wiederholt gegen unzulässige Werbung vorgegangen und Bussen verhängt. Ein Promo-Code für einen ausländischen Anbieter gehört nicht auf eine seriöse Vergleichsseite.

Häufige Fragen

Ist es in der Schweiz erlaubt, auf NFL-Spiele und den Super Bowl zu wetten?

Ja, aber nur bei Swisslos Sporttip (Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein) oder Loterie Romande Jouez Sport (Romandie), und nur für Wettetap, die auf der Gespa-Liste stehen. Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind verboten, ihre Werbung in der Schweiz ist es verboten.

Stehen Wetten auf den NFL-Draft oder den wertvollsten Spieler in der Gespa-Liste?

Das hängt von der jeweils gültigen Version der Gespa-Liste ab. Die Liste wird von der Gespa gepflegt, nicht vom Veranstalter, und veröffentlicht die zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Was nicht auf der Liste steht, kann nicht gewettet werden, auch wenn der Anbieter die Wette anbietet.

Was bedeutet ein Spread im Vergleich zu einer einfachen Siegwette, und wie wird der Gewinn berechnet?

Eine einfache Siegwette (Moneyline) wettet auf den Sieger eines Spiels. Ein Spread gibt dem favorisierten Team eine fiktive Punktevorgabe; das Team «gewinnt» die Wette, wenn es mit mehr als dem Spread gewinnt. Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote in beiden Fällen, die Quoten liegen beim Spread oft nahe 1.90/1.90.

Wie zählt bei Wetten die reguläre Spielzeit, und gilt die Verlängerung?

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, im American Football also vier Viertel. Verlängerung zählt nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette ist, etwa bei einer Wette auf den Sieger inklusive Verlängerung.

Welche Verlustlimiten und welche Spielsperre gelten bei den zugelassenen Anbietern?

Bei Sporttip setzen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, die Oberlimite liegt bei 9’999 CHF (unter 21 Jahren 1’000 CHF), eine Erhöhung gilt erst nach 72 Stunden. Die Spielsperre ist produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich, eine unbefristete Sperre wird ins Schweizer Register eingetragen.

Wie wird ein Gewinn besteuert, und was bedeutet der Steuerfreibetrag je nach Kanton?

Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei, ab 1. Januar 2026 liegt die Bundesfreigrenze bei 1’071’000 CHF pro Einzelgewinn, der kantonale Freibetrag unterscheidet sich je nach Kanton. Über dem Freibetrag werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die durch Deklaration in der Steuererklärung zurückgefordert werden können.

Inhalt erstellt vom Team «tippsheutech»