French Open Wetten in der Schweiz – was Spielende auf Sandplatz-Tennis wissen müssen

Ein Tennisplatz aus rotem Sand liegt im ersten Licht des Morgens, das Netz hängt still und die Linien sind frisch gezogen.

Die Quoten für ein Grand-Slam-Turnier auf Sand stehen am Tag der Auslosung, ändern sich mit der ersten Runde und nochmals nach jedem Achtelfinal. Wer aus der Schweiz auf die French Open wetten will, hat eine kurze Auswahl: zwei Veranstalter mit Bewilligung, ein gemeinsames Wettprogramm, identische Spielregeln in beiden Häusern. Was das für die Quote bedeutet, was der Mindesteinsatz kostet, und weshalb Senkungen der eigenen Verlustlimite sofort wirken, Erhöhungen aber erst nach drei Tagen — all das ist in den folgenden Abschnitten erklärt.

Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Oktober 19, 2026 · Stand der Bewilligungslage und Angebote gemäss den Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos (Sporttip) und der Loterie Romande (Jouez Sport) sowie der Gespa-Liste der bewilligten Wettformen.

Was die French Open für Wettende ausmacht

Das Turnier ist das zweite Grand-Slam-Ereignis der Saison, gespielt auf Sand, ausgetragen im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris. Veranstalter auf Weltebene ist die ITF; auf Platzebene arbeiten die nationalen Verbände und die Spielerorganisationen mit. Was auf Sand passiert, unterscheidet sich von Hartplatz und Rasen in drei Punkten, die jede Wette berühren: Ballwechsel dauern länger, Aufschlag lässt sich schwerer durchbringen, und Comebacks nach verlorenem Satz sind häufiger als auf schnellen Belägen.

Ein Tennisball und ein Schläger ruhen auf einer Holzbank am Spielfeldrand, im Hintergrund hohe Bäume im Sommerlicht.
Rekordsieger der French Open im Herreneinzel ist Rafael Nadal mit 14 Titeln; im Dameneinzel hält Chris Evert den Rekord mit 7 Titeln.

Das Spielformat ist zwischen den Geschlechtern verschieden, und die Wettlinie folgt: Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 wird der Tiebreak bis 7 gespielt, im Entscheidungssatz der Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Diese Regel gilt seit März 2022 in allen vier Grand-Slam-Turnieren — sie hat den Satzmarkt verkürzt und die Quote für Fünfsatz-Begegnungen verändert.

Eine Wette auf den Gesamtsieger läuft vom Beginn des Hauptfelds bis zum Finale; eine Einzelmatch-Wette endet mit dem letzten Ball des jeweiligen Spiels; eine Satzwette endet mit dem Satzball. Wer vor dem Turnier auf den Turniersieger setzt, nimmt einen Preis, der über Tage sinkt, je kürzer die Liste der verbleibenden Spieler wird.

Die French Open im Jahr 2026 liefen vom 24. Mai bis zum 7. Juni, ausgetragen auf Terre battue. Das Herreneinzel entschied Alexander Zverev (Deutschland) im Finale gegen Flavio Cobolli (Italien) für sich; das Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Preisgeld belief sich auf 61 723 000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger erhielten je 2 800 000 €. Diese Zahlen sind vergangen und stehen hier, weil sie die Schwere des Feldes und den Wert der ausgeschütteten Titel beschreiben.

Historie und Rekorde, die jeden Satzmarkt prägen

Das erste Turnier der French Open fand 1891 unter dem Namen «Championnat de France international de Tennis» statt. Seitdem ist die Siegquote im Herreneinzel von Rafael Nadal mit 14 Titeln eine Klasse für sich; Chris Evert hält den Damenrekord mit 7 Titeln. Wer vor einem Match auf einen Spieler setzt, tut es im Schatten dieser Zahlen — Nadal ist auf Sand nie nur ein weiterer Top-Ten-Spieler, Evert war es auf Sand über ein Jahrzehnt lang ebenfalls nicht.

Was Sandplätze aus den Quoten machen

Auf Sand verlieren Aufschlag-Spieler häufiger als auf Hartplatz. Das verschiebt die Quote des Favoriten: ein Match zwischen zwei gleich starken Spielern auf Sand ist für den Buchmacher weniger vorhersagbar als auf Hartplatz, und die Marge fällt höher aus, wenn die Wettenden auf den Favoriten drängen. Wer auf den Aussenseiter setzt, bekommt auf Sand typischerweise einen besseren Preis als auf schnellen Belägen — aber auch dort sitzt die Marge drin.

Rechtslage in der Schweiz

In der Schweiz sind Sportwetten Grossspiele nach dem Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019). Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat vom 1. Januar 2021 — nicht die ESBK, die nur Spielbanken beaufsichtigt. Eine Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Wettform, und sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.

Ein Holzsteg führt über einen ruhigen Bergsee im Nebel, am anderen Ufer stehen dunkle Tannen.
Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze und die Damen auf zwei Gewinnsätze.

Was gewettet werden darf, steht in der Gespa-Liste der bewilligten Wettformen (Fassung vom 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Auf der Liste stehen einzelne Sportarten und Wettbewerbe sowie die erlaubten Wetttypen — Qualifikationsrunden nur, wenn sie namentlich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Rangwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Die Liste enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte und keinen Esports-Bereich.

Eine Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet und darf keine Spielsperre bestehen. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird aus einem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Die Loterie Romande folgt derselben Logik für die Westschweiz. Wer also im Aargau wohnt, kann nur bei Swisslos ein Konto eröffnen; wer in Genf wohnt, nur bei der Loterie Romande. Diese Zweiteilung ist nicht Vermarktung, sondern gesetzliche Pflicht.

Live-Wetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt; das BGS kennt keine pauschale Sperre einzelner Live-Märkte. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt — es findet sich nur in den Spielregeln der Veranstalter. Was erlaubt ist, ändert sich nicht dadurch, dass ein ausländischer Anbieter mehr anbietet: Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS).

Weshalb nur zwei Veranstalter zugelassen sind

Die interkantonale Logik dahinter ist die Geldspielabgabe: Spielerträge fliessen in kantonal genutzte Fonds und in die Stiftung Sportförderung Schweiz. Swisslos hat 2025 für die kantonalen Fonds CHF 506 Mio. und für die Stiftung CHF 56 Mio. ausgeschüttet; CHF 109 Mio. davon stammten aus den Sportwetten (2024: CHF 122 Mio.). Dieses Geld soll im Land bleiben und über die Kantone verteilt werden — die zwei Veranstalter sind die rechtliche Form dieser Verteilung. Eine ausländische Plattform, die Schweizer Spieler zulässt, nimmt an dieser Logik nicht teil.

Verantwortungsvolles Spielen vor der ersten Wette

Bevor eine Wette angenommen wird, müssen Spielende bei Swisslos Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen — die Oberlimite beträgt CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung dieser Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Loterie Romande folgt mit eigenen Werten, beide Veranstalter sind gehalten, solche Limiten einzurichten (Art. 87 VGS).

Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss jeder Veranstalter anbieten (Art. 89 VGS). Eine bestehende Spielsperre hebt sich erst nach drei Monaten und mit Einbezug einer Fachstelle aufheben (Art. 84 VGS, Art. 81 BGS). Wer gesperrt ist oder das 18. Altersjahr nicht vollendet hat, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Eine Gewinnauszahlung erfolgt nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS) — anonyme Auszahlungen und Kryptowährungen sind im bewilligten Markt ausgeschlossen, ebenso Kredit an Spielende (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmittel ein Veranstalter tatsächlich annimmt, steht in dessen Spielregeln.

Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen verdeckte Testkäufe durchgeführt: In 47,5 % von 200 Versuchen wurde eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist kein Massstab für Online und nicht für eine Plattform — es ist ein Hinweis darauf, dass der Schutz an physischen Punkten nicht eng ist. Wer ausschliesslich online spielt, hat es mit Ausweis und Wohnsitznachweis zu tun, und diese Schritte schliessen Minderjährige aus.

Wettypen und das Rechnen mit Quoten

Eine Quote auf den Gesamtsieger der Herren oder Damen steht vor dem ersten Ballwechsel und sinkt, je näher der Termin rückt. Eine Einzelmatch-Wette schliesst mit dem Matchball, eine Satzwette mit dem Satzball, eine Live-Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wer erst nach dem tatsächlichen Eintreffen eines Wettausgangs setzt, spielt die Wette mit Quote 1,00 — das gilt auch dann, wenn das System sie noch angenommen hat. Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass jeder Markt cashed out werden kann.

Bei Live-Wetten in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1,00 werten. Diese Klausel schützt den Anbieter gegen Wetten, die erst nach der Entscheidung platziert werden, und sie ist der Grund, weshalb eine Live-Wette vor den spielentscheidenden Momenten gesetzt sein will. Was nicht Cash-Out-fähig ist, wird vor allem die Märkte betreffen, die der Veranstalter nicht führen will — eine zugesicherte Verfügbarkeit pro Markt gibt es nicht.

Was die Schweizer Veranstalter anbieten, ist nicht alles, was andere Anbieter zeigen. Die Gespa-Liste schreibt den Rahmen vor: Ecke, Karte, Trainingsläufe und Esports sind keine Wettmärkte. Was bleibt, ist das, was Tennis seit Jahrzehnten trägt — Match-Sieger, Satzwetten, Handicap, Gesamtgewinner, gelegentlich ein Spielwettenmarkt für Aufschlag oder Break.

Quote mal Einsatz — was eine Wette zurückzahlt

Die Quote ist der Multiplikator, mit dem ein Einsatz bei einem gewonnenen Spiel zurückkommt. Liegt der Einsatz bei CHF 10 und die Quote bei 2,10, ist der Brutto-Rücklauf CHF 21, der Reingewinn CHF 11. Die Quote ist nicht das, was die Wettenden verdienen, sondern das, was der Anbieter anbietet — und in der Differenz zwischen den Quoten aller möglichen Ausgänge steckt seine Marge. Eine Wette kostet deshalb nicht nur ihren Einsatz, sondern auch die stillschweigende Buchmachergebühr, die in jeder einzelnen Quote eingepreist ist.

Bei Kombinationswetten multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einer Gesamtquote. Wer vier Voraussagen mit Quote 2,10 kombiniert, hat eine Gesamtquote von rund 19,45 und einen möglichen Reingewinn, der mit jedem weiteren Tipp steigt und mit jedem Tipp, der nicht eintrifft, auf null fällt. Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1,50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Ein «Boost» auf den Gewinn verändert nicht die Wahrscheinlichkeit des Eintreffens, sondern nur den Preis, falls die Wette sitzt.

Wie viel der Anbieter von jeder Wette behält — die Marge

Die Marge eines Marktes ist das, was der Buchmacher im Schnitt von jedem Franken Einsatz behält. Sie ergibt sich aus der Auszahlungsquote: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote aller Ausgänge). Die Marge = 100 % minus Auszahlungsquote.

Als Beispiel dient ein fiktiver Zweiweg-Markt mit Quoten von 1,90 auf jede Seite. Die Auszahlungsquote wäre 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95 — die Marge liegt bei rund 5 %. Das heisst: Im langen Schnitt zahlt der Anbieter für jeden gesetzten Franken 95 Rappen zurück und behält 5 Rappen.

Die Marge eines Marktes ist eine Sache, die Bedingungen einer Quote eine andere. Bei Tennismärkten auf Sand ist die Marge höher als auf Märkten, die täglich laufen — die Wettendenmasse ist kleiner, die Wettanbieter kalkulieren vorsichtiger, und die Quoten liegen enger beieinander als bei einem Bundesliga-Spieltag. Wer eine Quote annimmt, akzeptiert diese eingepreiste Marge, unabhängig davon, ob die Wette gewinnt oder verliert.

Spielplan, Felder und was zur Wette steht

Der Spielplan der French Open folgt einem festen Muster: Qualifikation, Hauptfeld mit 128 Spielerinnen und Spielern im Einzel, Achtelfinal, Viertelfinal, Halbfinal und Finale. Im Hauptfeld der Herren gewinnt, wer drei Sätze zuerst hat; bei den Damen, wer zwei zuerst hat; im Entscheidungssatz der Match-Tiebreak bis 10. Wer eine Langzeitwette auf den Gesamtsieger setzt, lässt die Wette über den ganzen Zeitraum laufen — eine Auszahlung erfolgt erst am letzten Ball des Finales. Bei einer Live-Wette auf das nächste Spiel ist der Markt dagegen Minuten lang.

Das Hauptfeld wird am Freitag vor dem ersten Spieltag ausgelost; ab dann stehen die Quoten für die erste Runde. Wer nach dem Achtelfinal noch eine Wette auf den Turniersieger setzt, bezahlt eine niedrigere Quote, weil die Spielerliste kürzer geworden ist. Wer nach dem Halbfinal noch tippt, setzt im Grunde auf eine Begegnung — die Quote nähert sich dann dem Einzelmatch-Markt. Satzwetten enden nicht am Turnierende, sondern am Ende des jeweiligen Satzes, und sie sind auf Sand unbeständiger als auf Hartplatz, weil der Aufschlag seltener durchgeht.

Was im Online-Wettprogramm von Sporttip zur French Open steht, hängt von der Gespa-Liste und von der Bewilligung des Veranstalters ab: Match-Sieger, Satzwetten, Handicap, Gesamtgewinner, gelegentlich Spielwetten. Was nicht auf der Liste steht, ist nicht im Programm — Eckballmärkte, Kartenmärkte und Esports fehlen deshalb, ohne dass es an einer technischen Möglichkeit liegen würde.

Vergleich der Wettanbieter in der Schweiz

In der Schweiz darf nur wetten, wer eine Schweizer Bewilligung hat — und das sind diese zwei: Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport. Beide sind interkantonale Veranstalter mit Sitz in der Schweiz, beide führen identisch strukturierte Wettprogramme, beide sind an die Gespa-Liste der bewilligten Wettformen gebunden. Was sie unterscheidet, ist das Vertragsgebiet: Wer im deutschsprachigen Raum oder im Tessin wohnt, spielt bei Swisslos; wer in der Romandie wohnt, spielt bei Loterie Romande.

Anbieter Bewilligung Veranstalter / berichtete Lizenz
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung (BGS, Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung (BGS, Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Betify ohne Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt
Funbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt
Betclic ohne Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung Tobique (Kanada), aus Drittquellen berichtet
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt

Die acht Anbieter ohne Schweizer Bewilligung — Betify, FortuneJack, BetLabel, Funbet, Betclic, X3Bet, Bahigo und Rollbit — sind im Testfeld, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler auf sie stossen. Sie haben keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister und keinen Schweizer Rekursweg; ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen und werden dann von Schweizer Telekomanbietern per DNS-Sperre blockiert. Wer dort ein Konto führt, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens und mit ausländischen Gewinnen, die je nach Kanton anders besteuert werden.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist als Genossenschaft mit Sitz in Basel Trägerin von Sporttip und einer von zwei Veranstaltern, die das BGS für Sportwetten zulässt. Das Vertragsgebiet umfasst 19 Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Online-Konten lassen sich nur von Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet eröffnen. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für Einzel- und Kombiwetten sowie CHF 10’000 für Systemwetten; Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.

Eine Online-Wette verlangt die Identitätsprüfung: Der hochgeladene Ausweis wird ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft; ohne Wohnsitz im Vertragsgebiet gibt es kein Konto und keine Wette. Das ist kein Bonus-Hebel, sondern die Eintrittspforte. Wer sich einmal registriert, hat ein Konto auf Lebensdauer — eine zweite Registrierung ist unzulässig.

Für French-Open-Wetten bedeutet das: Wer in Zürich wohnt, kann auf Sandplatz-Tennis setzen, mit den Quoten, die Swisslos veröffentlicht, zu den Mindest- und Höchsteinsätzen, die Swisslos setzt. Wer in Genf wohnt, hat hier kein Konto. Cash-Out ist verfügbar, aber nur online, nur als vollständiges Cash-Out und nicht garantiert für jeden Markt.

Das Urteil: Sporttip ist die Schweizer Lösung für die deutschsprachige Schweiz und das Tessin — wer dort wohnt, hat damit einen Anbieter, der an die Gespa-Liste gebunden ist, der einen Wohnsitznachweis verlangt und der Gewinne auf das Konto des Kontoinhabers auszahlt. Wer eine breitere Marktpalette oder höhere Einsätze sucht, ist hier an den regulatorischen Rahmen gebunden, nicht an eine Geschäftsentscheidung des Hauses.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne ist die andere zugelassene Veranstalterin; das Produkt heisst Jouez Sport. Sie bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; ihre Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Online-Konten öffnen nur Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet und ab 18 Jahren.

Die Loterie Romande folgt den gleichen Spielregeln, der gleichen Gespa-Liste und dem gleichen Steuerrecht wie Swisslos — der Unterschied ist rein geographisch: wer in der Romandie wohnt, spielt hier; wer die Romandie verlässt, verliert die Zugangsberechtigung. Da die Französischsprachigkeit der Hausname andeutet, ist die Benutzeroberfläche auf Französisch; Sporttip führt Deutsch und andere Sprachen.

Das Urteil: Jouez Sport ist die französischsprachige Schwester von Sporttip, mit demselben Schutzrahmen, denselben Märkten und derselben Gespa-Aufsicht — wer in Genf, Lausanne oder im Wallis wohnt, hat hier den einzigen Schweizer Zugang. Wer aus dieser Region mit einer anderen Sprache spielen will, hat keine andere Schweizer Wahl.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Betify, FortuneJack, BetLabel, Funbet, Betclic, X3Bet, Bahigo und Rollbit haben keine Schweizer Bewilligung und sind hier genannt, weil die Lesenden auf sie stossen. Sie sind an keine Gespa-Liste gebunden, an keine Schweizer Verlustlimiten, an kein Schweizer Ausschlussregister und an keinen Schweizer Rekursweg. Ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa erfasst und per DNS blockiert werden; ersetzt der Anbieter die Domain, ist die Sperre innert Stunden wieder aktualisiert. Spielerinnen und Spieler, die bei einem dieser Anbieter setzen, spielen ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens und je nach Kanton mit einer anderen Besteuerung der Gewinne; X3Bet nennt eine Lizenz aus Tobique (Kanada), die übrigen ohne Schweizer Bewilligung nennen keine Lizenz, die in der Schweiz anerkannt wäre.

Die Frage ist nicht, ob diese Anbieter schlecht sind; sie fallen hier aus dem schweizerischen Rahmen. Wer in der Schweiz wettet, hat mit Sporttip und Jouez Sport zwei Anbieter, die unter dem BGS stehen; alles andere ist Markt ausserhalb des Gesetzes, mit ausländischem Recht, fremder Aufsicht und ohne schweizerische Sperre im Notfall. Wer dennoch spielt, sollte sich bewusst sein, dass Spielsucht-Schutz, Limits und Steuern anders liegen.

Das Urteil: Wer in der Schweiz wohnt und auf French-Open-Tennis wetten will, hat mit den beiden bewilligten Veranstaltern den vollständigen Schutz des BGS — Spielsperre, Auszahlung auf das eigene Konto, Wohnsitznachweis, kantonale Verwendung der Reingewinne. Jeder ausländische Anbieter verlässt diesen Rahmen, und das ist der Preis einer breiteren Marktpalette.

Häufige Fragen

Welche Wetten auf Tennisturniere dürfen Schweizer Veranstalter laut der Gespa-Liste anbieten?

Die Gespa-Liste führt einzelne Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen namentlich auf — nur was dort erscheint, darf in der Schweiz gespielt werden. Bei den French Open bedeutet das Match-Sieger, Satzwetten, Handicap und Gesamtgewinner; Eckballmärkte, Kartenmärkte und Esports fehlen. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe stehen nur auf der Liste, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind; Rangwetten greifen, wenn die Rangierung über einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet.

Wie lesen sich Quoten für den Gesamtsieger bei Herren und Damen, und was ist die Marge darin?

Eine Gesamtsiegerwette läuft vom ersten Ball des Hauptfelds bis zum Matchball des Finales. Die Quote zu Beginn ist hoch, weil das Feld noch gross ist; sie sinkt mit jeder Runde, weil weniger Spielerinnen oder Spieler übrig sind. In jeder dieser Quoten sitzt die Marge des Anbieters — die Differenz zwischen den Quoten aller Ausgänge, gemessen an deren Summe, ergibt das, was der Anbieter im Schnitt behält.

Welche Rolle spielen drei Gewinnsätze bei den Herren und zwei bei den Damen für Satz- und Spielwetten?

Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei — bei 6:6 folgt der Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz der Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Herrenmatch ohne fünften Satz endet, kleiner als bei den Damen; der Satzmarkt ist bei den Herren unbeständiger und die Quote für eine frühe Entscheidung niedriger. Wer als Wettender einen Fünfsatz-Match erwartet, spielt auf Sand gegen die längere Rallye-Länge und die grössere Comeback-Wahrscheinlichkeit.

Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann wirkt eine Senkung sofort?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999. Für unter 21-Jährige liegt die Oberlimite bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden; daneben lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. So entsteht eine Schutzlinie, die nach unten beweglich ist, nach oben aber bewusst Zeit braucht, um eine impulsiv erhöhte Limite zu verhindern.

Wie unterscheidet sich ein Veranstalter mit Schweizer Bewilligung von einer ausländischen Wettseite?

Ein Veranstalter mit Schweizer Bewilligung steht unter der Aufsicht der Gespa, akzeptiert nur Spielende mit Wohnsitz im eigenen Vertragsgebiet, ist an die bewilligte Wettliste gebunden und führt das Schweizer Ausschlussregister. Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Konto im Namen des Wettenden. Eine ausländische Wettseite hat keinen dieser Anker: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Ausschlussregister, keine Pflicht zur Wohnsitzprüfung, keine Schweizer Sperrmöglichkeit im Ernstfall. Die Quote kann dort höher liegen, der Preis ist das Schutzprofil, das fehlt.

Muss ein Gewinn aus einer Wette auf die French Open versteuert werden, und was gilt je nach Kanton?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn; der bundesrechtliche Schwellenwert liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000. Die kantonalen Schwellenwerte unterscheiden sich, weshalb die Frage je nach Kanton zu stellen ist. Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Bei ausländischen Anbietern entfällt die Verrechnungssteuer; im Kanton Thurgau sind solche Gewinne unabhängig vom Betrag voll steuerpflichtig. Wer unter dem Freibetrag bleibt und bei einem Schweizer Veranstalter spielt, hat in der Regel keine Steuererklärungspflicht auf den Gewinn.

Inhalt erstellt vom Team «tippsheutech»