Serie A Wetten aus der Schweiz – bewilligte Anbieter, Märkte und Saison 2025/26

Ein Fussball liegt auf dem Anstosspunkt eines leeren Rasenplatzes in der Abenddämmerung, dahinter leuchten Flutlichtmasten über einer Tribüne.

Stand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsliste sowie die Swisslos- und Loterie-Romande-Veröffentlichungen.

Die Serie A 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten.

Italienischer Spitzenfussball hat in der Schweiz eine eigene Rechtslage: Nur zwei Veranstalterinnen dürfen hier Sportwetten anbieten, beide haben einen eingeschränkten Markt, und das Wettprogramm ist nicht frei gestaltbar, sondern folgt einer Liste. Wer auf die Serie A setzen will, muss zuerst wissen, bei wem er spielt, welche Märkte überhaupt offen sind und was eine Quote über die eigene Wette verrät – die Marge steckt in jedem Preis.

Der Weg durch diese Seite ist deshalb bewusst gewählt: zuerst die Liga selbst, dann die Anbieterinnen im direkten Vergleich, dann Rechtliches, Spielerschutz, Wettarten und Tipps. Wer eine konkrete Frage hat, springt über das Inhaltsverzeichnis zur passenden Stelle. Wer von vorne liest, bekommt am Ende ein Bild, das ihm erlaubt, eine Quote, eine Limite und ein Angebot selbst einzuordnen.

Die italienische Liga im Überblick: Spielplan, Auf- und Abstieg

Die Serie A ist seit der Saison 2004/05 eine Zwanzigvereinliga. Davor waren es achtzehn Mannschaften; heute bestreitet jeder Verein 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel, gespielt wird von Ende August bis Ende Mai. Mit zwanzig Klubs ergibt das 380 Partien pro Spielzeit – ein dichter Rhythmus, der sich auf das Wettangebot auswirkt, weil an fast jedem Wochenende und unter der Woche Livewetten möglich sind. Die Liga wird von der Lega Nazionale Professionisti Serie A ausgerichtet, einer Untereinheit des italienischen Fussballverbands FIGC.

Eine Espressotasse und ein Bleistift liegen auf einem Caféhaustisch neben einer gefalteten Stoffserviette im Licht der Morgensonne.
Die Serie A hat seit der Saison 2004/05 20 Vereine; jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel.

Die Frage, wer oben steht und wer unten, entscheidet die Tabelle. Bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich; Entscheidungsspiele, wie sie früher ausgetragen wurden, gibt es seit der Saison 2005/06 nicht mehr. Aus der Serie A steigen die letzten drei Mannschaften ab, aufsteigen aus der Serie B die beiden Besten sowie der Sieger der Play-offs der Plätze 3 bis 6. Wer in den Top vier steht, qualifiziert sich für die Champions League, auf Platz fünf folgt die Qualifikation zur Europa League. Das macht den Endspurt der Saison auch für Wettende interessant, weil eine Position in der Tabelle über den europäischen Wettbewerb entscheidet – ein Umstand, der bei Meisterschafts- und Platzierungswetten ins Gewicht fällt.

Die Historie hilft, Favoriten einzuordnen. Rekordmeister ist Juventus Turin mit 36 Titeln, gefolgt von Inter Mailand mit 21 und dem AC Mailand mit 19 Meisterschaften. Der erste Titel der italienischen Meisterschaft wurde 1898 ausgetragen, den Sieg holte der CFC Genua. Den Namen «Serie A» trägt die Liga offiziell seit der Reform 1946, mit der die Lega Calcio entstand. Wer italienische Klubs kennt, weiss, dass die Vergangenheit in der Wahrnehmung mitspielt – bei den Quoten tut sie es auch, denn Buchmacher bepreisen Klubs wie Juventus, Milan und Inter nie wie Aufsteiger.

Die abgelaufene Spielzeit 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026. Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten, Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez von Inter mit 17 Treffern. Abgestiegen sind US Cremonese mit 34 Punkten, Hellas Verona mit 21 Punkten und Pisa SC mit 18 Punkten – Zahlen, die zeigen, wie dünn die Luft am Tabellenende wird und warum Wetten auf den Abstiegskampf schon vor März oft entschieden sind.

Für Wettende bedeutet das: Wer auf den Meister tippt, hat in der Serie A mit einem etablierten Favoritenkreis zu tun. Wer auf den Abstieg schaut, sieht eine Liga, in der zwei oder drei Klubs das ganze Jahr über um den Klassenerhalt kämpfen und die letzten vier Plätze selten überraschen. Wer auf Torschützenkönige wettet, sollte wissen, dass Martínez in einer ausgewogenen Saison 17 Tore für den Gewinn brauchte – das ist kein Ausreisser, sondern ein typischer Spitzenwert in einer Zwanzigvereinliga.

Bewilligte Wettanbieter in der Schweiz: wer Serie A anbieten darf

Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) lässt für Sportwetten als Grossspiel nur zwei Organisatoren zu: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide haben eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung, beide stehen unter der Aufsicht der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern). Jede ausländische Lizenz – aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Geltung, weil Art. 4 BGS die Bewilligung auf die Schweiz begrenzt. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, ist nicht strafbar, riskiert aber, dass Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und hat keine schweizerische Anlaufstelle bei Streit.

Swisslos mit Sitz in Basel organisiert Sporttip und stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Der Reingewinn 2025 betrug CHF 562 Mio., davon gingen CHF 506 Mio. an kantonale Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die davon Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe finanziert; CHF 109 Mio. stammten aus den Sportwetten. Ein Online-Konto bei Swisslos bekommt nur, wer im Swisslos-Vertragsgebiet wohnt – die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie hat ihren Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14), 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto bei der Loterie Romande setzt den Wohnsitz in einem dieser sechs Kantone voraus. Im Kanton Waadt und in der Genferseeregion ist sie der einzige Anbieter, an den man sich legal wenden kann.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind in der Gespa-Sperrliste eingetragen; Schweizer Internetprovider sperren deren Domains per DNS. Wer dennoch auf einer solchen Seite spielt, tut das ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens – ohne Spielsperre, ohne Identitätsprüfung im Schweizer Register, ohne Beschwerdestelle. Die Sperrliste wird laufend aktualisiert; Seiten, die blockiert werden, tauchen oft unter neuen Domains wieder auf, ein Phänomen, das die Gespa «Domain-Hopping» nennt.

Wichtig für die Einordnung: Swisslos und Loterie Romande teilen sich den Schweizer Markt nicht im Wettbewerb. Sie bedienen verschiedene Kantone, kooperieren bei Spielregeln und Bewilligungen und schütten ihre Reingewinne an dieselben öffentlichen Zwecke aus. Der Unterschied liegt im Wettprogramm, in den Quoten und in den digitalen Werkzeugen, weniger in der Rechtsstellung. Wer im deutschsprachigen Raum wohnt, hat keine Wahl, sondern ist auf Sporttip angewiesen; wer in der Romandie wohnt, hat keine andere Wahl als Jouez Sport.

Anbieter im Vergleich: was Sporttip und Jouez Sport unterscheidet

Beide Anbieterinnen führen Wetten auf die Serie A; in der Mechanik ähneln sie sich, in den Details unterscheiden sie sich. Der Vergleich folgt den Kriterien, die für eine Wette auf ein Spiel oder auf den Meister tatsächlich ins Gewicht fallen: Programm, Quoten, Limits, Einsatz und Auszahlung. Was die Forschung nicht abdeckt, bleibt unbenannt – ein gespiegelter Eintrag mit Bindestrichen würde dem Leser mehr versprechen, als die Daten hergeben.

Anbieterin Bewilligung in der CH Veranstalter / Spielprodukt
Swisslos Sporttip Bewilligung SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel – Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung Société de la Loterie de la Suisse Romande – Jouez Sport
22Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, gemeldete Lizenz nicht etabliert
IviBet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, gemeldete Lizenz nicht etabliert
BassBet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, gemeldete Lizenz nicht etabliert
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, gemeldete Lizenz nicht etabliert
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, gemeldete Lizenz nicht etabliert
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, gemeldete Lizenz nicht etabliert
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, gemeldete Lizenz nicht etabliert
myBet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch, gemeldete Lizenz nicht etabliert

Die Schweizer Marke ist die Lizenz, nicht das Design. Ein Blick auf die Tabelle zeigt das Wesentliche: in der ersten Spalte das Produkt, in der zweiten Spalte der Rechtsstatus in der Schweiz und in der dritten, wer die Bewilligung hält. Wer in der Schweiz eine Wette auf die Serie A platzieren will, hat je nach Wohnkanton genau eine bewilligte Anbieterin – und die übrigen acht Namen bleiben eine Referenz für Leserinnen und Leser, die im Netz auf die Angebote stossen.

Für die Serie A heisst das praktisch: zwei wirtschaftliche Zugänge zum gleichen Spielbetrieb. Beide Anbieterinnen zeigen Quoten in Dezimalschreibweise (2.10, 3.40, 3.60), rechnen Gewinne in Franken ab und führen dieselbe Bundesliga-Logik – Hin- und Rückspiel, Heimvorteil, Punkteschnitt. Der Vergleich liegt nicht in der Liga, sondern in der Plattform.

Swisslos Sporttip

Swisslos betreibt die grösste der beiden Sportwetten-Plattformen, mit Online-Angebot, App und einer breiten Verkaufsstellenstruktur in der Deutschschweiz. Sporttip deckt Fussball, Eishockey, Tennis, Handball und etliche Randsportarten ab; die Serie A gehört zum Regelprogramm. Das Wettprogramm folgt der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der jeweils aktuellen Fassung – wer eine Wette sucht, die dort nicht steht, sucht vergeblich. Was dort steht, geht: Einzelwetten, Kombiwetten, Systemwetten, Langzeitwetten, Livewetten und Cash-Out, dazu der Sporttip-Kombiboost und fallweise Quoten- oder Profitboosts auf ausgewählte Ereignisse. Die Quote bei Sporttip trägt eine Marge, die vom Markt und vom Zeitpunkt abhängt und nirgends festgeschrieben ist; sie liegt im internationalen Vergleich eher am oberen Rand, weil das Wettprogramm geschlossen und der Wettbewerb zwischen den Anbietern begrenzt ist.

Die Limits sind klar beziffert: Mindesteinsatz CHF 1 pro Einzel- oder Kombiwette, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Werte jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette, die das Limit überschreitet, wird nicht angenommen. Für Meisterschafts- und Langzeitwetten gilt dasselbe Limit, nicht ein Sonderwert – wer eine grössere Position auf den Meistertitel möchte, sprengt schnell die CHF 1’000.

Sporttip ist die richtige Adresse für Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer mit Wohnsitz im Vertragsgebiet. Wer eine vollständige Schweizer Bewilligung, ein geregeltes Wettprogramm und klar definierte Limits sucht, findet sie hier – und akzeptiert dafür, dass die Quote das nationale Monopol mitbezahlt. Wer mit dem Wohnsitz in der Westschweiz sitzt, kann sich hier nicht registrieren.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist das Gegenstück zu Sporttip auf der anderen Seite der Sprachgrenze. Auch hier ist die Wettpalette am Gespa-Rahmen ausgerichtet, das heisst dieselbe geschlossene Liste an Sportarten, Märkten und Wettbewerben. Im Vordergrund stehen die Wettbewerbe, die das Westschweizer Publikum am stärksten interessieren: Eishockey, Fussball, Tennis und Radsport, dazu eine wachsende Auswahl an Livewetten. Bei der Serie A ist das Angebot an Spielwetten vergleichbar, bei Spezialwetten ist es tendenziell etwas schmaler – die Plattform ist im Kern kleiner und auf ihre Westschweizer Stammkundschaft zugeschnitten.

Die Logik der Einsätze folgt dem Schweizer Rahmen: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Auch die Loterie Romande kann ihre Limits ohne Vorwarnung anpassen, und auch hier gilt: was nicht im Programm steht, kann nicht gespielt werden. Was Jouez Sport anders macht, ist die frankophone Ansprache, die Verkaufsstellenstruktur im Arc lémanique und die Promotionspolitik im Rahmen von Art. 75 Abs. 2 BGS – Gratisspiele und Freispiele brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa.

Wer in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf oder Jura wohnt und auf die Serie A wetten will, hat keine Auswahl: Jouez Sport ist die einzige bewilligte Adresse. Wer den deutschsprachigen Markt gewöhnt ist, sollte wissen, dass die Benutzeroberfläche und der Hilfebereich französischsprachig geführt sind.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die übrigen acht Namen in der Tabelle – 22Bet, IviBet, BassBet, Sportuna, Rollbit, BillyBets, BetAlright und myBet – haben in der Schweiz keine Bewilligung. Sie operieren mit Lizenzen aus anderen Rechtsräumen, deren Geltung sich auf das Schweizer Hoheitsgebiet nicht erstreckt. Im Schweizer Recht zählt nur die Schweizer Bewilligung; alles andere ist im Inland nicht anerkannt.

Konkret heisst das: Diese Anbieter sind nicht an die Gespa angeschlossen, ihre Domains stehen typischerweise auf der Sperrliste und werden von Schweizer Internetprovidern per DNS blockiert, ein Spielerkonto im Schweizer Ausschlussregister gibt es dort nicht, und im Streitfall gibt es keine Schweizer Beschwerdestelle. Die Spielerinnen und Spieler sind dabei grundsätzlich nicht strafbar, riskieren aber die Einziehung von Einsätzen und Gewinnen im Verfahren gegen den Anbieter und zahlen im Kanton Thurgau die Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als Einkommen.

Für die Frage, ob einer dieser Anbieter für die Serie A genutzt werden soll, ist die Antwort aus Schweizer Sicht klar: Solange die Seite in der Schweiz keine Bewilligung erhält, ist die Nutzung ein Rechtsrisiko. Wer aus Gewohnheit bei einem ausländischen Anbieter bleibt, sollte sich bewusst sein, dass er sich ausserhalb der Schweizer Aufsicht bewegt, dass die Spielsuchtsperre nur für Schweizer Kunden gilt, und dass die Steuerpraxis – etwa im Thurgau – die Gewinne voll besteuert. Bei einem Schweizer Gewinn unter dem Freibetrag fällt diese Hürde weg; bei einem ausländischen Gewinn nicht.

Schweizer Rechtslage: was beim Sporttippen in der Schweiz gilt

Die Rechtslage ist die zweite Säule dieser Seite, weil sie die gesamte Anbieterlandschaft prägt. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) ist seit dem 1. Januar 2019 in Kraft und wird durch die Geldspielverordnung (VGS) ergänzt. Die Aufsicht obliegt der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; das ESBK ist für die Aufsicht der Casinos zuständig und spielt für die Sportwette keine Rolle. Das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft und bildet die Brücke zwischen den Kantonen.

Eine kleine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch vor einem Fenster, durch das Licht in einen ruhigen Büroraum fällt.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Eine Bewilligung als Sportwetten-Veranstalterin braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung, die die Organisation als Ganzes zulässt, und eine Spielbewilligung pro Spiel- oder Wettart (Art. 21–25 BGS). Diese Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Ausländische Lizenzen haben im Inland keine Wirkung; eine Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist eine Busse von bis zu CHF 500’000 wert (Art. 131 BGS), und das unbewilligte Veranstalten ist eine Straftat – bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS).

Was beworben und gespielt werden darf, ist in einer geschlossenen Liste definiert: der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Die aktuelle Fassung datiert vom 10. September 2026 (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Die Liste enthält nur Sportereignisse; Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt. Qualifikationsrunden sind nur dann erlaubt, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe sind nur erlaubt, wenn sie auf der Liste stehen; Rangwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Trainingsläufe, Ecken- und Kartenwetten sind in der Liste nicht zu finden, und ein Esports-Abschnitt fehlt ebenfalls. Wettbewerbe, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Diese Liste ist der Grund, warum die Spielauswahl bei Sporttip und Jouez Sport kleiner ausfällt als bei internationalen Anbietern. Wer auf Torschützen, gelbe Karten oder die genaue Ecke wetten will, sucht bei Schweizer Veranstaltern meist vergeblich. Was die Liste abdeckt – Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg, Doppelte Chance, Über-/Unter-Tore, Handicap auf das ganze Spiel, Meisterschafts- und Platzierungswetten – reicht für die meisten Spiel- und Langzeitstrategien aus, schliesst aber Spezialmärkte aus, die bei internationalen Buchmachern zum Standard gehören.

Livewetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, sofern die Veranstalterin über eine entsprechende Zulassung verfügt. Das BGS kennt keine zusätzliche gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte; was umgesetzt wird, entscheidet die Veranstalterin im Rahmen ihrer Bewilligung. Cash-Out ist gesetzlich nicht eigens geregelt; jede Veranstalterin kann es nach eigenem Ermessen anbieten. Virtuelle Sportwetten sind in der Schweizer Bewilligungspraxis nicht etabliert; zur Frage, was genau bei virtuellen Wetten gilt, schweigt die Liste. Esports fehlt in der Gespa-Liste – wer darauf wetten will, findet in der Schweiz keine bewilligte Adresse.

Wichtig für die Identität: Ein Online-Konto bei Swisslos oder Loterie Romande setzt einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz und im Vertragsgebiet der jeweiligen Veranstalterin voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS). Wer in den Ferien aus den USA oder Deutschland ein Konto eröffnen will, scheitert an der Identitätsprüfung. Zugleich darf jede Person nur ein einziges Konto führen; Mehrfachkonten werden gesperrt. Die Identitätsprüfung liest die Daten aus einem hochgeladenen Ausweis aus und gleicht sie mit Adressdatenbanken ab. Wer nach der Registrierung umzieht, muss die neue Adresse melden, sonst riskiert das Konto eine Sperre.

Wer mit einem Wohnsitz ausserhalb des Vertragsgebiets ein Konto eröffnen will, scheitert an der Identitätsprüfung. Wer im Inland wohnt, sich aber bei einem ausländischen Anbieter anmeldet, hat kein schweizerisches Konto – mit den im Abschnitt «Bewilligte Wettanbieter in der Schweiz» beschriebenen Rechtsfolgen.

Spielerschutz und Verlustlimiten: was die Schweiz vom Wettenden verlangt

Die Schweiz setzt beim Spielerschutz eigene Akzente. Sportwetten sind erst ab 18 Jahren erlaubt, online erst recht (Art. 72 BGS). Minderjährige werden nicht zugelassen, und Mitarbeitende von Wettanbietern, die an einem Ereignis teilnehmen, dürfen auf dieses Ereignis nicht wetten – eine Regelung gegen Insiderwetten.

Eine fixe, vom Staat gesetzte Einzahlungs- oder Einsatzobergrenze kennt die Schweiz nicht. Verlustlimiten sind vom Wettenden selbst zu setzen; die Veranstalterin muss das Einrichten solcher Limite vor der ersten Wette verlangen (Art. 87 VGS). Bei Swisslos heisst das konkret: vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; die Obergrenze für ein Limit liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung eines Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – so will man impulsives Nachschärfen verhindern. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Die gesetzliche Mindestfrist für eine Limitenerhöhung beträgt 24 Stunden. Swisslos und Loterie Romande setzen 72 Stunden, also drei Tage, in ihren Bedingungen – das ist strenger als das Gesetz und soll die Hemmschwelle weiter erhöhen. Wer in einer emotionalen Phase das Limit erhöhen will, muss sich drei Tage gedulden. Wer das Limit senken will, tut es sofort und schiebt die eigene Sperre damit nach vorn.

Daneben gibt es eine Selbstaussperrung. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), wobei eine Fachstelle einzubinden ist (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt ist oder das Alter nicht erreicht, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Aus den Testkäufen 2025 weiss man: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Versuchen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Die Online-Identitätsprüfung schneidet deutlich besser ab, und der Spielerschutz im Internet liegt in der Schweiz über dem, was an der Kasse passiert. Wer das Thema Spielerschutz prüfen will, sollte online prüfen, nicht an der Verkaufsstelle.

Eine Online-Selbstsperre wirkt schweizweit und über die Anbietergrenzen hinweg. Wer bei Swisslos oder Loterie Romande gesperrt ist, kann nicht gleichzeitig im Casino in Baden oder im Online-Casino spielen – das Register wird geteilt. Genau diese Quervernetzung ist der Punkt: die Schweiz hat ein einziges Ausschlussregister, und es greift über alle bewilligten Geldspiele hinweg.

Wettquoten und Marge: wie die Quote entsteht und was sie verbirgt

Eine Wettquote ist kein Tipp, sondern ein Preis, den die Veranstalterin zahlt, wenn ein Ereignis eintritt. Eine Quote von 2.10 auf einen Heimsieg bedeutet: für jeden Franken Einsatz erhält die Wettende 2.10 Franken zurück, also 1.10 Franken Gewinn pro eingesetztem Franken. Eine Quote von 3.40 auf ein Unentschieden heisst: für jeden Franken gibt es 3.40 Franken zurück, also 2.40 Franken Gewinn. Bei einer Quote von 3.60 auf den Auswärtssieg dasselbe Spielprinzip. Wer eine Kombiwette aus drei Voraussagen platziert, multiplizieren sich die Quoten zu einer einzigen, weil die Wette nur dann gewinnt, wenn alle drei Voraussagen eintreffen.

Was in den Quoten steckt, ist die Marge der Veranstalterin. Die Marge ist kein Aufschlag auf die Auszahlung, sondern ein Teil des Marktes, den die Veranstalterin für sich behält. Sie lässt sich berechnen, indem man die Auszahlungsquote eines Marktes über alle möglichen Ausgänge ermittelt: 1 ÷ (1 ÷ Quote₁ + 1 ÷ Quote₂ + … + 1 ÷ Quoteₙ). Was übrig bleibt, ist die Auszahlungsquote an die Wettenden; was zu 100 Prozent fehlt, ist die Marge. Eine Auszahlungsquote von 95 Prozent entspricht einer Marge von 5 Prozent.

Für die genannten Beispielquoten 2.10 / 3.40 / 3.60 auf den 1X2-Markt eines fiktiven Spiels lässt sich das ausrechnen: 1 ÷ (1 ÷ 2.10 + 1 ÷ 3.40 + 1 ÷ 3.60) ≈ 1 ÷ (0’476 + 0’294 + 0’278) ≈ 1 ÷ 1’048 ≈ 95.4 Prozent. Die Marge dieses Marktes liegt also ungefähr bei knapp 5 Prozent – ein typischer Wert für eine Hauptreihenwette auf einen Fussballmarkt, wenn auch am oberen Rand. In der Praxis schwankt die Marge zwischen den Anbieterinnen, zwischen den Märkten und je nach Zeitpunkt der Wette; eine Livewette trägt oft eine höhere Marge als die Prematch-Wette, eine populäre Begegnung eine tiefere als ein Randspiel.

Der Wert, der für die Praxis entscheidend ist, ist die Marge selbst. Sie ist der stille Preisanteil. Eine Wettende, die viele kleine Wetten platziert, verliert im Mittel genau diesen Anteil – nicht, weil sie schlecht tippt, sondern weil die Quoten ihn eingepreist haben. Über hundert Wetten zu 5 Prozent Marge verlieren die Wettenden rund 5 Franken pro 100 Franken Umsatz an die Veranstalterin; bei einer Marge von 8 Prozent sind es 8 Franken. Wer als Hobbyspieler eine Saison lang tippt, bezahlt die Marge.

Wer auf eine Langzeitwette auf den Meister der Serie A setzt, sollte wissen, dass die Marge bei diesen Wetten typischerweise deutlich höher liegt als bei einzelnen Spielwetten: nicht 5, sondern 10 bis 20 Prozent sind möglich, weil der Buchmacher jede Position langfristig absichert. Genau hier ist die Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Mechanik am grössten: die Quote von 8.00 auf einen Aussenseiter sieht grosszügig aus, aber die implizierte Wahrscheinlichkeit entspricht vielleicht nur 10 Prozent, während die «wahre» Chance bei 5 Prozent liegt.

Der Mechanisch korrekte Umgang mit Quoten ist deshalb einfach: vor jeder Wette die Auszahlungsquote ausrechnen, die Marge im Kopf behalten und die Wette nur dann platzieren, wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit deutlich über der implizierten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt. «Deutlich» heisst: bei 5 Prozent Marge braucht es einen echten Wissensvorsprung, nicht ein Bauchgefühl.

Was die Marge nicht erklärt, ist die einzelne Wette. Eine Quote ist ein Preis, kein Versprechen; wer mit einer Quote von 2.10 auf einen Heimsieg tippt, gewinnt 2.10 Franken pro eingesetztem Franken, falls das Heimteam gewinnt, und verliert den Einsatz, falls es nicht gewinnt. Die Marge erklärt, warum die Veranstalterin auf Dauer Geld verdient; sie erklärt nicht, warum diese einzelne Wette verloren geht. Wer das verwechselt, sucht den Fehler in den Quoten, wo er nicht liegt.

Wettarten bei Sporttip und Jouez Sport: von der Einzelwette zur Langzeitwette

Die Wettarten, die in der Schweiz bewilligt sind, folgen der Gespa-Liste. Im Kern sind es fünf Formen: die Einzelwette auf einen Spielausgang, die Kombiwette über mehrere Voraussagen desselben oder verschiedener Spiele, die Systemwette als Sonderform der Kombiwette mit teilweiser Treffer-Toleranz, die Livewette während eines laufenden Spiels und die Langzeitwette auf einen Saisonausgang wie den Meistertitel oder einen Tabellenplatz.

Einzel- und Kombiwette

Die Einzelwette ist die Grundform: ein Einsatz, eine Voraussage, eine Quote. Bei Sporttip kostet eine Einzelwette mindestens CHF 1 und darf höchstens CHF 1’000 Einsatz tragen. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten aller Voraussagen zu einer Gesamtzahl; vier Voraussagen mit Quoten von 2.00, 3.00, 1.80 und 2.50 ergeben eine Gesamtquote von 27.00 (2.00 × 3.00 × 1.80 × 2.50 = 27.00). Mit einem Einsatz von CHF 5 beträgt der potenzielle Gewinn CHF 135, der potenzielle Reingewinn CHF 130. Bei einer Kombiwette gewinnen alle Voraussagen gemeinsam oder die Wette verliert; eine Teilauszahlung gibt es nicht.

Der Kombiboost, den Sporttip anbietet, gilt nur online (Prematch, Live, System) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquoten von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier Voraussagen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Cash-Out und Boost schliessen sich aus: wenn die Wette vorzeitig ausgewertet wird, verfällt der Boost.

Systemwette

Die Systemwette ist eine Sonderform der Kombiwette. Statt eine vollständige Kombiwette zu spielen, wählt die Wettende mehrere Kombinationen aus ihren Voraussagen und gewinnt teilweise, auch wenn nicht alle Voraussagen eintreffen. Eine 2/3-Systemwette auf drei Voraussagen A, B und C enthält drei Zweierkombinationen (AB, AC, BC); wenn A und B treffen, gewinnt die Kombination AB; wenn nur A oder nur B treffen, ist die Wette verloren. Bei Swisslos darf eine Systemwette bis zu CHF 10’000 im Einsatz tragen, viermal mehr als eine Einzel- oder Kombiwette.

Systemwetten tragen eine hohe Marge, weil sie implizit viele Kombinationen voraussetzen. Wer mit drei Voraussagen ein 2/3-System spielt, bezahlt die Marge dreifach. Wer mit fünf Voraussagen ein 3/5-System spielt, bezahlt sie zehnfach. Die Quote, die das System anzeigt, ist deshalb kein verlässlicher Hinweis auf die Auszahlungsquote einer einzelnen Auswahl – sie ist ein Mischwert, der die implizierte Mehrfachabsicherung widerspiegelt.

Langzeitwette

Eine Langzeitwette ist eine Wette auf einen Saisonausgang: den Meister der Serie A, einen bestimmten Tabellenplatz, einen Torschützenkönig, einen Aufsteiger oder Absteiger. Sie wird vor oder während der Saison platziert und gilt oft bis zum Saisonende. Bei Sporttip gilt dasselbe Limit wie für jede andere Wette (CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette); wer eine grössere Position auf den Meister möchte, kommt mit dem Limit schnell an die Grenze.

Die Marge bei Langzeitwetten ist höher als bei Spielwetten, weil die Veranstalterin das Risiko trägt, bis zum Saisonende eine Wette offen zu halten. Bei einem Feld von 20 Vereinen und klarer Favoritenrolle ist die Quote auf den Favoriten knapp gehalten (1.50 bis 2.50), auf einen Aussenseiter grosszügig (10.00 bis 100.00). Die implizierte Wahrscheinlichkeit addiert sich über alle Kandidaten zu über 100 Prozent – das ist die Marge. Wer wissen will, wie hoch sie ist, rechnet die Quoten rückwärts.

Cash-Out ist auch bei Langzeitwetten möglich, aber der Betrag ist typischerweise niedrig, weil die Wette früh ausgewertet wird, wenn die Veranstalterin das Risiko noch nicht abschätzen kann. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche spätere Gewinn, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Livewette

Die Livewette wird während eines laufenden Spiels platziert. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, VAR-Entscheidung) kann die Veranstalterin Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer in der 89. Minute tippt, gerade als das 1:0 fällt, bekommt den Einsatz zurück – und nicht den Gewinn.

Voraussetzung für eine Livewette ist eine Veranstalterbewilligung mit Live-Erlaubnis; Sporttip und Jouez Sport haben diese. Die Quoten passen sich an den Spielstand an; bei einem Rückstand des Heimteams steigt dessen Quote, bei einer Führung sinkt sie. Die Margen sind in der Livewette oft höher als in der Prematch-Wette, weil die Veranstalterin das Risiko tagesaktuell absichert.

Spezial- und Boost-Wetten

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Wichtig zum Verständnis der Mechanik: Ein Quotenboost erhöht die Quote auf eine bestimmte Voraussage für eine bestimmte Person einmalig. Die zugrunde liegende Auswahl bleibt dieselbe; nur der Preis, den die Wettende erhält, ist höher. Cash-Out funktioniert andersherum: die Veranstalterin kauft die offene Wette zu einem Kurs zurück, der sich am laufenden Spielstand orientiert. Wer eine Wette vorzeitig auswerten lässt, verzichtet auf den späteren Gewinn und nimmt den Cash-Out-Preis.

Tipps, Prognosen und das Wahre daran

Tipps für die Serie A sind überall im Netz allgegenwärtig, von grossen Sportportalen bis zu Social-Media-Kanälen. Sie versprechen, das nächste Spiel zu kennen, den nächsten Tabellenführer vorherzusagen oder einen Tipp abzugeben. Sie sind, was sie sind: Meinungen, oft durchsetzt mit Statistik, oft ohne. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Tipps beginnt da, wo die Mechanik aufhört.

Was Tipps leisten können: Sie ordnen Spiele in ein Wahrscheinlichkeitsraster ein. Wer Heimform, Verletzungen, Suspensionen und die durchschnittliche Torausbeute einer Mannschaft gewichtet, kann zu einer groben Einschätzung kommen, die mit der Quote korrespondiert oder von ihr abweicht. Liegt die eigene Einschätzung deutlich über der implizierten Wahrscheinlichkeit der Quote, ist die Wetteinen Wert; liegt sie darunter, ist sie kein Wert. Diese Logik funktioniert nur, wenn die Wettende diszipliniert setzt, nicht jagt.

Was Tipps nicht leisten können: Sie wissen, wer gewinnt. Auch die beste statistische Modellierung schätzt Wahrscheinlichkeiten; sie gibt keine Antwort. Eine Heimmannschaft in Topform gewinnt nicht, weil ein Tippportal das vorhersagt, sondern wenn sie das Spiel kontrolliert. Wer einem Tipp folgt, der nicht eintrifft, verliert seinen Einsatz; wer einem Tipp folgt, der eintrifft, gewinnt den Betrag, den die Quote vorsieht – nicht mehr. Das ist die ganze Wahrheit über Tipps.

Häufige Strategien sind das Wetten auf den Favoriten, das Wetten auf Unentschieden, das Wetten auf über 2.5 Tore oder das Wetten auf einen frühen Treffer. Jede Strategie hat eine implizierte Marge und ein saisonales Profil. Favoritenwetten treffen häufiger, gewinnen aber weniger pro Treffer; Unentschieden treffen seltener, gewinnen mehr; über 2.5 Tore hängt von der Spielweise der Mannschaften ab und ist in der italienischen Liga seltener als in der englischen. Keine Strategie gewinnt garantiert.

Häufige Fehler sind das Erhöhen des Einsatzes nach Verlusten («Jagd»), das Wetten auf jedes Spiel, nur weil eines angeboten wird («Verzettelung»), und das Wetten aus emotionaler Verbundenheit mit einem Verein. Die Veranstalterin lebt von diesen Mustern. Eine Wettende, die nicht in diese Muster fällt, sondern Linien zwischen Spielen sucht, in denen die Quote von der eigenen Einschätzung deutlich abweicht, ist näher an einem nachhaltigen Modell – aber auch sie nimmt die Marge mit, die in jeder Wette steckt.

Wer auf Prognosen setzt, sollte die Quelle kennen, die Quote prüfen, den Einsatz im Verhältnis zur Verlustlimite setzen und nie mehr wetten, als er sich leisten kann zu verlieren. Dies ist die bescheidene Wahrheit über Tipps: Sie sind Werkzeuge, keine Versprechen, und sie nützen am meisten, wenn sie am wenigsten gebraucht werden.

Buchmacher ausserhalb der Schweizer Bewilligung: was die Romandie und die Deutschschweiz nicht abdecken

Die Schweizer Bewilligung deckt nicht alles ab. Wer auf den Swisslos- und Loterie-Romande-Plattformen nicht findet, was er sucht, weil der Markt kleiner ist oder die Wettarten schmaler, sieht sich nach Alternativen um. Diese gibt es – in Form ausländischer Buchmacher wie 22Bet, IviBet, BassBet, Sportuna, Rollbit, BillyBets, BetAlright und myBet. Sie alle operieren ohne Schweizer Bewilligung.

Diese Anbieter zeichnen sich durch eine breitere Wettauswahl, oft höhere Quoten, zahlreichere Promotions und mehr Zahlungsmethoden aus. Sie haben Lizenzen aus den Niederlanden, Curaçao, Malta und gelegentlich Deutschland; diese Lizenzen sind nicht ungültig, aber im Schweizer Rechtsraum nicht anerkannt. Wer dort spielt, ist kein Verbrecher, aber er ist auch nicht geschützt.

Die Konsequenzen sind greifbar. Im Streitfall gibt es keine Schweizer Beschwerdestelle; die Gerichte des Anbietersitzes sind zuständig. Schweizer Spielsperren greifen dort nicht, weil das Schweizer Ausschlussregister nur die Schweizer Anbieterinnen bedient. Wer im Inland gesperrt ist, hat faktisch ungehinderten Zugang zu diesen Seiten – das ist die Schattenseite der Schweizer Sperre. Gewinne aus ausländischen Grossspielen werden im Kanton Thurgau unabhängig vom Betrag als Einkommen besteuert. Und die Gespa führt eine Sperrliste von Domains, die Schweizer Internetprovider per DNS blockieren – die Liste wird laufend aktualisiert, weil gesperrte Domains oft unter neuen Adressen wieder auftauchen.

Für die Frage, ob eine Wettende zu einem solchen Anbieter wechseln soll, gibt es keine einfache Antwort. Wenn die Wettende die Wettarten braucht, die das Schweizer Programm nicht hergibt – etwa Eckenwetten, Kartenwetten oder Asiatisches Handicap – und sie bereit ist, das höhere rechtliche Risiko zu tragen, kann ein ausländischer Anbieter eine sinnvolle Ergänzung sein. Wenn die Wettende mit dem Schweizer Programm auskommt und Wert auf den Schweizer Rechtsschutz, den Spielerschutz und die faire Besteuerung legt, ist der Wechsel unnötig.

Wichtig zum Verständnis: Die Schweizer Bewilligung ist kein Qualitätsurteil über die ausländische Plattform. Sie ist eine Aussage über die Aufsicht. Eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung kann kompetent, sicher und unterhaltsam sein, aber sie ist im Inland nicht zugelassen. Wer auf einer solchen Plattform spielt, handelt selbst.

Cash-Out und Livewetten: was die Veranstalterinnen anbieten und was nicht

Cash-Out ist eine Funktion, mit der eine offene Wette vorzeitig ausgewertet wird. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche spätere Gewinn, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann von der Veranstalterin jederzeit geändert werden; die Veranstalterin muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Livewetten sind Wetten während eines laufenden Spiels. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Das heisst: Wer in der 90. Minute auf den 1:0-Endstand tippt, nachdem das 1:0 schon gefallen ist, bekommt den Einsatz zurück – nicht den Gewinn einer 1.01-Quote. In spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, VAR-Entscheidung) kann die Veranstalterin Wetten mit Quote 1.00 werten.

Beide Funktionen sind Beispiele für die Mechanik der Veranstalterin: Sie sichert sich gegen Risiken ab, indem sie Preise anbietet, die niedriger sind als die spätere Auszahlung. Wer Cash-Out nutzt, akzeptiert einen Abschlag im Tausch für die Sicherheit, das Geld jetzt zu haben. Wer weiter auf den Schlusspfiff wartet, hofft auf den späteren Gewinn – aber das Risiko trägt bis zuletzt die Wettende.

Bonusbedingungen, Quotenboosts und Profitboosts: was beworben wird und was es kostet

Bewilligte Veranstalterinnen dürfen Gratisspiele oder Gratiswetten nur nach vorgängiger Zustimmung der Gespa anbieten (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen für die Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt. Die genauen Konditionen kommen aus den Bedingungen der jeweiligen Anbieterin, nicht aus einer allgemeinen Regel.

Quotenboosts bei Sporttip sind zeitlich eng begrenzt: Sie gelten nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen Prozentsatz und sind ebenfalls an eine Voraussage gebunden. Beide Boosts sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Der Sporttip-Kombiboost, der einzige strukturelle Vorteil, gilt nur online (Prematch, Live, System) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquoten von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn skaliert: 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Wer sieben Voraussagen mit Quoten knapp über 1.50 kombiniert, bekommt 20 Prozent Bonus auf den Gewinn; wer fünfzehn Volltreffer in einer 15er-Kombi landet, verdoppelt den Gewinn.

Jede dieser Promotionen hat einen Haken. Der Quotenboost gilt für eine Wette, nicht für eine Strategie; wer jede Woche einen Boost mitnimmt, bekommt nicht mehr als die Wöchentlichen Quotenboosts. Der Kombiboost gilt nur, wenn die Mindestquote pro Voraussage 1.50 erreicht – wer unter 1.50 liegt, fällt aus dem Boost und spielt eine gewöhnliche Kombiwette. Und alle Boosts verfallen beim Cash-Out.

Die Werbung um diese Promotionen ist laut, aber die Mechanik ist nüchtern. Wer eine Promotion nutzt, sollte die Bedingungen lesen, die im Kleingedruckten stehen – Mindestquote, Einsatzlimit, Verfalldatum. Wer das nicht tut, läuft Gefahr, eine Wette zu platzieren, die nicht zu den Bedingungen passt, und damit den Bonus zu verlieren.

Häufige Fragen zu Sportwetten und Serie A in der Schweiz

Nur zwei Veranstalterinnen sind in der Schweiz bewilligt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ausländische Lizenzen aus Curaçao, Malta, den Niederlanden oder Deutschland haben im Inland keine Geltung, weil das Geldspielgesetz die Bewilligung auf den Schweizer Rechtsraum begrenzt.

Sind Wetten auf italienischen Fussball von der Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten gedeckt?

Die Serie A gehört zum Kernprogramm der Gespa-Liste. Wetten auf Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg, Doppelte Chance, Tore, Handicap, Meisterschaft und Platzierungen sind zugelassen. Spezialmärkte wie Ecken- oder Kartenwetten sind in der Liste nicht zu finden; esports fehlt vollständig. Wer auf solche Märkte wetten will, findet bei Schweizer Anbietern keine passende Wette.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette auf einen Spieltag aus Einsatz und Quote?

Für eine Einzelwette ist die Auszahlung Einsatz × Quote; bei Quote 2.10 und Einsatz CHF 5 sind das CHF 10.50, also CHF 5.50 Reingewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten, der Einsatz wird mit dem Produkt multipliziert; aus vier Quoten wird ein Produkt, das bei einem Treffer aller Voraussagen den Gewinn bestimmt.

Was bedeutet die Marge in den Quoten für Meister- und Langzeitwetten?

Die Marge ist der Teil der Quoten, den die Veranstalterin für sich behält; sie ergibt sich aus 100 Prozent minus der Auszahlungsquote aller möglichen Ausgänge. Bei Spielwetten auf einen konkreten Spieltag liegt die Marge oft im Bereich von 4 bis 8 Prozent. Bei Langzeitwetten auf den Meister der Serie A liegt sie typischerweise deutlich höher, weil das Risiko bis Saisonende offen bleibt – 10 bis 20 Prozent sind möglich, was die Quote für Aussenseiter grosszügig, aber nicht «fair» macht.

Was gehört bei Fussballwetten zur regulären Spielzeit, und zählt die Nachspielzeit mit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (rund 90 Minuten) plus die Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf ein Ergebnis nach 90 plus Nachspielzeit tippt, bekommt dieses Ergebnis ausgewertet; wer auf das Ergebnis nach Verlängerung tippt, muss dies im Wettprogramm sehen.

Ab welchem Betrag wird ein Gewinn aus Sporttip oder Jouez Sport besteuert, und was gilt je nach Kanton?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der bundesrechtliche Freibetrag beträgt seit dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000; liegt ein Gewinn darüber, werden 35 Prozent Verrechnungssteuer von der Veranstalterin abgezogen, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, weshalb die genaue Höhe je nach Kanton variiert; eine verbindliche Auskunft gibt die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater.

Inhalt erstellt vom Team «tippsheutech»