Auf wen man in New York wetten darf – und auf wen nicht

Ein hohes Tennisstadion mit geschlossenem Dach, von innen beleuchtet, leere Sitzreihen umschliessen den blauen Hartplatz.

Stand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Bewilligungsliste der Gespa und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.

Das Arthur Ashe Stadium, der Hauptplatz der US Open, fasst 23'771 Sitzplätze, wurde 1997 eröffnet und erhielt 2016 ein schliessbares Dach für 180 Millionen US-Dollar.

Die US Open 2026 sind Geschichte. Vom 30. August bis 13. September 2026 wurde in Flushing Meadows gespielt, das Herreneinzel entschied Alexander Zverev gegen Ben Shelton, das Dameneinzel Jelena Rybakina gegen Aryna Sabalenka. Wer jetzt nach US-Open-Wetten sucht, blickt faktisch nach vorn: die nächste Ausgabe steht vor der Tür, und die Frage ist nicht mehr *wer spielt*, sondern *wer in der Schweiz überhaupt wetten darf*. Eine ernüchternde Antwort vorab: nur zwei Veranstalterinnen sind in der Schweiz zugelassen. Swisslos mit Sporttip in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein, Loterie Romande mit Jouez Sport in der Romandie. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Rechts. Dieser Artikel erläutert das Reglement für US-Open-Wetten in der Schweiz, erklärt die Wettmechanik und vergleicht die bewilligten Anbieter mit solchen ohne Schweizer Bewilligung.

Die US Open als Wettrahmen: Spielplan, Belag, Geschichte

Ein Turnier, das in jedem Spätsommer neu entschieden wird

Die US Open werden seit 1978 auf Hartplatz ausgetragen. Davor war der Belag zwei Jahre lang Sand und davor, von 1881 bis 1974, Rasen. Veranstalter ist die United States Tennis Association (USTA), Austragungsort der USTA Billie Jean King National Tennis Center im Flushing Meadows–Corona Park in Queens, New York City. Erstmals ausgetragen wurde es 1881 im Newport Casino in Rhode Island. Das Arthur Ashe Stadium als Hauptplatz fasst 23’771 Sitzplätze, wurde 1997 eröffnet und erhielt 2016 ein schliessbares Dach für 180 Millionen US-Dollar. Diese Zahlen bilden das Grundgerüst jeder Wettanalyse: ein Stadion mit Dach heisst *Wetter spielt keine Rolle*, ein Hartplatz stellt eine andere physische Belastung als Sand oder Rasen, ein Veranstalter mit langer Historie liefert stabile Strukturen.

Die Hochhäuser einer Grossstadt in der Dämmerung, gesehen von einem Park, im Vordergrund ein gespanntes Tennisnetz.
Die US Open 2026 fanden vom 30. August bis 13. September 2026 in New York City auf Hartplatz statt.

Warum Hartplatz die Wette verändert

Auf Hartplatz springt der Ball schneller und flacher als auf den anderen beiden Belägen. Das bevorzugt Aufschlagspielerinnen und Spieler mit präzisem ersten Aufschlag und aggressivem Return-Spiel. Wer eine Siegerwette platziert, sollte wissen, dass Belag und Spielstil zusammenhängen: ein Sandplatzspezialist wird auf Hartplatz selten dieselbe Auswahl darstellen wie ein Spieler, dessen Karriere auf schnellen Belägen begann. Diese Überlegung ist banal, wird aber oft übersehen, wenn ein Name aus einer früheren Saison einfach übernommen wird.

Der Spielplan der letzten Ausgabe

Die Ausgabe 2026 lief über zwei Wochen, Hauptfeld ab Ende August, Finaltage am Wochenende. Dameneinzel und Herreneinzel wurden parallel ausgetragen, dazu Doppelkonkurrenzen und der Mixed-Wettbewerb. Das Gesamtpreisgeld der Ausgabe 2026 betrug 108 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um 21 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger erhielten jeweils 5’500’000 US-Dollar. Diese Zahlen gehören zum Hintergrund: ein Preisgeld in dieser Grössenordnung erklärt, warum die Spitzenspielerinnen und Spitzenspieler das Turnier trotz Reisestrapazen priorisieren. Wer die kommende Ausgabe bewertet, sollte die Ranglistenergebnisse und die Formkurve der vergangenen Hartplatzsaison als Indikatoren heranziehen – und den Spielplan selbst, der die Verteilung der Belastung bestimmt.

Leere Klappstühle an der Seitenlinie eines Hartplatzes nach Regen, die nasse Fläche spiegelt den grauen Himmel.
Das Gesamtpreisgeld der US Open 2026 betrug 108 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um 21 % gegenüber dem Vorjahr.

Der Tiebreak bis 10: was das für Satzwetten bedeutet

Seit 2022 gilt in den US Open im Entscheidungssatz bei 6:6 ein Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Bei den Damen ist das der dritte Satz, bei den Herren der fünfte. Vorher, von 1971 bis 2021, endete jeder Satz mit einem Tiebreak bis 7 Punkte. Diese Regeländerung verschiebt die Wahrscheinlichkeit langer Sätze: ein klassischer fünfter Satz wird seltener, weil der Tiebreak früher greift. Für Satzwetten heisst das: wer auf «Satz geht in den Tiebreak» wettet, sollte wissen, dass das im Entscheidungssatz nun bei 6:6 praktisch garantiert eintritt – das ist keine Überraschung mehr, sondern die Norm. Wer auf «genau drei Sätze bei den Damen» oder «genau fünf Sätze bei den Herren» wettet, schätzt die Wahrscheinlichkeit eines klaren Sieges ohne Tiebreak. Diese Wette ist nur dann sinnvoll, wenn die Form der beiden Spielerinnen oder Spieler klar gegen einander spricht.

Wer in der Schweiz wetten darf: die zwei Bewilligungen und das Gesetz dahinter

Das Geldspielgesetz und die Gespa als Aufsicht

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein *Grossspiel* im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Artikel 3 lit. c und e). Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: der Veranstalterbewilligung und der Spielbewilligung pro Spiel (Artikel 21 bis 25 BGS). Beide gelten nur in der Schweiz (Artikel 4 BGS). Eine ausländische Lizenz – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat hier keine Wirkung.

Was gewettet werden darf, ist abschliessend in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten geregelt (Fassung 10.09.2026, Artikel 25 BGS, Artikel 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen. Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen. Rangwetten nur, wenn die Rangierung die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Eckball- oder Kartenmärkte und ein Esports-Bereich erscheinen auf der Liste nicht. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind gesperrt (Artikel 25 Absatz 2 BGS).

Warum es nur zwei Veranstalterinnen gibt

Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) festgelegt, dass in der Schweiz nur zwei Veranstalterinnen Sportwetten und Lotterien durchführen dürfen: Swisslos und Loterie Romande. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacherinnen gibt es nicht, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieterinnen per DNS blockieren (Artikel 86 bis 93 BGS, erste Liste am 3. September 2019, 671 Domains Ende 2026). Eine typische Ausweichbewegung: Domains, die blockiert werden, tauchen unter ähnlichen Namen wieder auf – die Gespa nennt dieses Vorgehen *Domain-Hopping* und führt Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Beispiele auf.

Was eine Schweizer Bewilligung konkret bedeutet

Eine bewilligte Veranstalterin unterliegt dem Geldspielgesetz, der Aufsicht durch die Gespa, der Pflicht zur Identitätsprüfung bei der Registrierung, der Pflicht zur Anbindung an das Schweizer Sperrregister und der Pflicht zur Auszahlung von Gewinnen auf ein Konto im Namen der spielenden Person (Artikel 50 Absatz 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungs-Auszahlungen existieren im bewilligten Markt nicht. Eine Kreditierung an Spielende ist verboten (Artikel 75 Absatz 1 BGS). Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Artikel 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Artikel 74 Absatz 3) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet (Artikel 131 BGS). Reingewinne fliessen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Artikel 125 BGS).

Spielerschutz und Limiten: was Swisslos und Loterie Romande vorschreiben

Selber setzen statt gesetzt bekommen

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das ist die Frist, die Swisslos und Loterie Romande in ihren Bedingungen anwenden; das Gesetz selbst sieht nur 24 Stunden vor, die Veranstalterinnen gehen also über die gesetzliche Mindestfrist hinaus. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die Schweiz kennt keinen gesetzlich festen Einsatzhöchstbetrag; die Limiten werden vom Spielenden selbst bestimmt. Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen getestet: in 47.5 % von 200 Fällen wurde eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer auf den Schutz an Verkaufsstellen vertraut, sollte das wissen.

Sperre und Pause: zwei unterschiedliche Werkzeuge

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selber sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Artikel 89 VGS). Eine selbstgewählte Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Artikel 84 VGS), mit Einbezug einer Fachstelle (Artikel 81 BGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Artikel 45 BGS). Wer sich für ein Turnier wie die US Open interessiert, das sich über zwei Wochen hinzieht, sollte diese Werkzeuge kennen: eine Selbstsperre für die Dauer des Turniers ist eine sinnvolle Option, eine tägliche Verlustlimite die andere.

Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und Altersgrenze

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpferin oder Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Wettarten und Quoten: was eine Wette auf die US Open wirklich bedeutet

Von der Quote zum Wettgewinn: die Grundrechnung

Bei einer Einzelwette ist die Sache einfach: Einsatz multipliziert mit Quote ergibt den Bruttogewinn, davon den Einsatz abgezogen ergibt den Nettogewinn. Eine Wette von CHF 10 auf Quote 2.50 bringt CHF 25 zurück, davon CHF 15 Nettogewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote. Wer vier Tipps mit Quote 2.00, 2.50, 3.00 und 1.80 kombiniert, erhält eine Gesamtquote von 27.00; ein Einsatz von CHF 5 bringt bei vier richtigen Tipps CHF 135 zurück, davon CHF 130 Nettogewinn. Bei einer Systemwette werden mehrere Kombinationen aus denselben Tipps gespielt; der Einsatz ist höher, aber es wird auch ein Teilgewinn ausgeschüttet, wenn nicht alle Tipps stimmen. Bei Sporttip ist der Höchsteinsatz für Systemwetten CHF 10’000, das ist das Zehnfache einer Einzel- oder Kombinationswette.

Was die Marge des Marktes kostet

Ein Buchmacher kalkuliert seine Quoten so, dass er auf jeden Markt einen Anteil der Einsätze als Marge einbehält. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen – Spielerin A gewinnt, Spielerin B gewinnt – ist die Marge das, was übrig bleibt, wenn man die Auszahlungsquote aus den Quoten berechnet. Ein Beispiel mit zwei Quoten, beide bei 1.90: Die Auszahlungsquote für diesen Markt ist 1 geteilt durch (1/1.90 + 1/1.90), also rund 0.95 oder 95 %. Das heisst: von jedem eingesetzten Franken zahlt der Markt 95 Rappen als Gewinn zurück, 5 Rappen bleiben als Marge beim Veranstalter. Bei einem Turniermarkt mit vielen Ausgängen – Siegerwette auf das Herreneinzel mit 128 Teilnehmenden – ist die Marge typischerweise höher, oft zwischen 8 und 12 %, weil der Buchmacher auf jede Position einen kleinen Abschlag nimmt. Das ist der Preis, den eine Wettende für das Angebot zahlt.

Livewetten und Cash-Out: zwei eigene Mechaniken

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das heisst: wer bei einem Elfmeter eine Wette platziert, obwohl das Ereignis schon klar ist, bekommt nichts. Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag bei Sporttip ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Für Livewetten auf Tennis gilt das Besondere, dass einzelne Punktwetten und Spielwetten unterbrochen werden können – was die Cash-Logik weiter verkompliziert.

Quotenboosts und Kombiboost: was sie wert sind und was sie kosten

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettende nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Wer den Boost nutzt, sollte wissen: er ist eine Werbeaktion, deren wirtschaftlicher Vorteil von der zugrundeliegenden Quote abhängt. Bei einer Quote von 1.50 bringt ein 100-%-Boost auf fünfzehn Tips den Nettogewinn von 1’477.50 CHF auf 2’955 CHF – vorausgesetzt, alle fünfzehn Tips treffen. Wer das für wahrscheinlich hält, hat die Quote falsch verstanden.

Abhängige Ereignisse und die Bet-Builder-Funktion

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das heisst: wer auf den Sieger und auf den Tiebreak im dritten Satz tippen wollen – innerhalb desselben Matches – muss die Bet-Builder-Funktion benutzen, sonst riskiert die Wettende die Annahme und die spätere Rückabwicklung. Das ist kein Bonus, das ist eine Mechanik, die falsch verstanden werden kann.

Die reguläre Spielzeit: was bei Verlängerung zählt

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldedauer – etwa Fussball 90 Minuten – plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Tennis ist das weniger relevant, weil das Regelwerk den Begriff *reguläre Spielzeit* anders fasst, aber wer auf Tennis-Quartale oder Satzwetten tippt, sollte die Definition prüfen, die im Wettprogramm steht.

Das Turnier als Datenbasis: wer spielt, was wird gespielt

Einzel, Doppel, Mixed: drei Konkurrenzen mit unterschiedlicher Wettbasis

Die US Open umfassen bei den Erwachsenen das Dameneinzel, das Herreneinzel, das Damendoppel, das Herrendoppel und den Mixed-Wettbewerb, dazu die Qualifikation und die Juniorenturniere. Für Wettende in der Schweiz sind nur die Hauptkonkurrenzen und die Doppel relevant, weil Juniorenturniere nach dem Gesetz Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind (Artikel 25 Absatz 2 BGS) und daher nicht auf der Gespa-Liste stehen. Die Qualifikationsrunden stehen nur dann auf der Liste, wenn sie explizit aufgeführt sind. Wer auf eine Qualifikationswette setzen will, sollte vorher prüfen, ob die Runde angeboten wird.

Welche Rekorde die Wette einordnen

Bei den Herren halten William Larned, Richard Sears und Bill Tilden mit je 7 Titeln den Rekord im Herreneinzel. Im Dameneinzel hält Molla Mallory mit 8 Titeln den Rekord. Diese Zahlen sind alt und prägen die heutige Wette nicht direkt, aber sie ordnen ein, wie dominant Spielerinnen und Spieler in der langen Geschichte des Turniers waren. Für die aktuelle Siegerwette sind diese Statistiken ohne Belang; sie zeigen nur, dass das Turnier Ausnahmen kennt, die in keiner aktuellen Formkurve aufgehen.

Wie die kommende Ausgabe einzuschätzen ist

Wer die nächste Ausgabe der US Open bewerten will, hat drei Datenquellen: die Hartplatzsaison vor dem Turnier (Nordamerika-Hartplatz im Sommer), die Resultate der vergangenen US Open, und die Form der Spitzenspielerinnen und Spitzenspieler. Die Ausgabe 2026 zeigte, dass die Spitze breit ist: Zverev gewann das Herreneinzel gegen Ben Shelton, Rybakina das Dameneinzel gegen Sabalenka. Wer auf eine Wiederholung setzt, sollte die Formkurve und den Belag prüfen, nicht den Namen allein. Eine Wette auf den Turniersieger ist eine Wette auf zwei Wochen, nicht auf einen Match – das sollte jede Wettende wissen, bevor sie den Wettschein abgibt.

Die zehn im Vergleich: wer spielt mit, wer spielt nicht mit

Die folgende Tabelle ordnet die im Vergleich genannten Marken nach ihrer Bewilligungslage in der Schweiz. Die zwei bewilligten Veranstalterinnen stehen am Anfang. Die übrigen acht sind ausländische Plattformen ohne Schweizer Bewilligung; sie sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spielende ihnen im Alltag begegnen, aber sie sind in der Schweiz nicht zugelassen.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalterin oder gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Ja – Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem BGS SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Ja – Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem BGS Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport
Rollbit Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
MyStake Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
AmunRa Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Duelbits Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Gamdom Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
BetLabel Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
ZotaBet Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
X3Bet Keine Schweizer Bewilligung Tobique (Kanada), in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)

Die Tabelle zeigt eine eindeutige Spaltungslinie: zwei Bewilligungen, acht Bewilligungslücken. Wer in der Schweiz wettet, hat faktisch die Wahl zwischen den zwei Veranstalterinnen und einer Grauzone. Die Grauzone ist kein Zufall, sondern die Folge einer bewussten Marktordnung: die Kantone haben die Veranstalterinnen beschränkt, um die Mittel daraus in gemeinnützige Zwecke zu lenken, nicht um eine freie Marktwirtschaft im Sportwettenbereich zu schaffen. Eine ausländische Plattform kann bessere Quoten oder mehr Wettarten anbieten – sie kann aber keinen Schweizer Rechtsschutz bieten und keine Sperrregister-Anbindung garantieren.

Swisslos Sporttip: das Schwergewicht der Deutschschweiz

Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die interkantonale Vereinbarung von 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Der Geltungsbereich umfasst 19 Kantone und das Fürstentum Liechtenstein, dazu kommt der Kanton Tessin. Swisslos verteilte für 2026 einen Reingewinn von CHF 562 Millionen: CHF 506 Millionen an die kantonalen Fonds und CHF 56 Millionen an die Stiftung Sportförderung Schweiz; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Millionen. Sporttip ist die einzige bewilligte Online-Sportwette für die Deutschschweiz. Wer in Zürich, Bern, Basel, Luzern, St. Gallen oder Graubünden wohnt, kann bei Sporttip spielen – und nur dort legal online.

Was Sporttip bietet: Einzel-, Kombi- und Systemwetten, Livewetten, Cash-Out für einzelne und kombinierte Wetten (online), Profitboosts und den Kombiboost. Was Sporttip einschränkt: Einsatz von CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette, Pflicht zur Verlustlimite vor der ersten Wette, Pflicht zur Identitätsprüfung, Pflicht zur Selbstanmeldung mit Ausweis und Adressprüfung. Für ein zweiwöchiges Turnier wie die US Open heisst das: wer täglich setzt, sollte sich vorher eine Verlustlimite setzen, sonst riskiert er, das Turnierbudget in zwei Tagen zu verbrauchen.

Loterie Romande Jouez Sport: das Gegenstück in der Romandie

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Wer in Genf, Lausanne, Sitten oder Neuenburg wohnt, kann bei Jouez Sport online spielen – und nur dort legal. Die Spielmechanik ist vergleichbar mit Sporttip, weil beide unter demselben Gesetz stehen und beide dieselbe Gespa-Liste bewilligter Wettarten befolgen. Im Einzelfall können sich die Quoten unterscheiden, weil jede Veranstalterin ihre eigene Quotenabteilung hat.

Rollbit, MyStake, AmunRa, Duelbits, Gamdom, BetLabel, ZotaBet: ohne Schweizer Bewilligung

Die übrigen im Vergleich genannten Marken haben keine Schweizer Bewilligung. Sie sind keine Wettanbieter im Sinne des Schweizer Rechts, weil eine ausländische Lizenz in der Schweiz keine Wirkung hat (Artikel 4 BGS). Sie sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, eine Schweizer Spielende hat dort keinen Rechtsschutz, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen. Schweizer Spielende, die dort spielen, spielen auf eigenes Risiko: Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen die Anbieterin eingezogen werden, eine Beschwerdestelle gibt es nicht, und das Geld fliesst ins Ausland. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass eine ausländische Plattform in der Schweiz weder beworben noch empfohlen werden darf – und dass die Gespa sie aktiv blockieren kann. Das Vorgehen der Gespa ist die *Sperrliste*, kein Werbeverbot an die Spielenden.

X3Bet: ausländische Lizenz ohne Schweizer Wirkung

X3Bet wird von Drittquellen mit einer Lizenz aus Tobique (Kanada) in Verbindung gebracht. Eine solche Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Artikel 4 BGS); sie ist im Geldspielgesetz nicht anerkannt. Für Schweizer Spielende gilt dasselbe wie bei den anderen ausländischen Marken: keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, kein Rechtsschutz, Domainsperrung möglich. Die Nennung der Lizenz durch Drittquellen ändert an der Schweizer Rechtslage nichts.

Werbung, Boni und die Frage, was eine Wette wirklich kostet

Warum Werbung für ausländische Wetten verboten ist

Werbung für Glücksspiel, das in der Schweiz nicht bewilligt ist, ist verboten (Artikel 74 Absatz 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Artikel 131 BGS). Das gilt für Werbung im Inland, die Werbung im Ausland unterliegt anderen Regeln. Für die beworbenen Marken heisst das: Werbung, die Schweizer Spielende erreicht, ist grundsätzlich problematisch, weil sie auf einen Markt zielt, in dem die Anbieterin nicht bewilligt ist. Wer eine Plattform sieht, die für Schweizer Spielende wirbt, sollte das wissen: die Plattform wirbt in einem Markt, in dem sie nicht spielen darf. Die Konsequenz ist nicht *die Plattform ist schlecht*, sondern *die Plattform umgeht die Schweizer Marktordnung*.

Was Boni in der bewilligten Welt wert sind

Gratisspiele oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Artikel 75 Absatz 2 BGS); im Jahr 2026 hat die Gespa 24 Zustimmungen für die Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt. Bonushöhen und -bedingungen kommen nur aus den Bedingungen der jeweiligen Veranstalterin. Bei Sporttip heisst das: der Kombiboost bringt bis zu 100 % auf den Nettogewinn bei fünfzehn Tips mit Mindestaufwand 1.50, der Quotenboost gilt für einzelne Prematch-Wetten. Beide sind pro Spielende nur einmal nutzbar, in Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost als *gratis Geld* versteht, hat den Mechanismus nicht verstanden: ein 100-%-Boost ist keine Verdoppelung der Gewinnchance, sondern eine Verdoppelung des Nettogewinns bei fünfzehn richtigen Tips – was statistisch sehr selten vorkommt.

Was eine Wette wirklich kostet: die Marge als Preis

Eine Wette von CHF 10 auf Quote 2.00 bringt CHF 20 zurück. Was die Wettende zahlt, ist nicht der Einsatz, sondern die Marge, die im Markt eingepreist ist. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen und Quoten 1.90 / 1.90 liegt die Marge bei rund 5 %. Bei einem Siegerwettmarkt mit vielen Ausgängen liegt die Marge typischerweise höher, oft zwischen 8 und 12 %. Bei einer Livewette mit schnell wechselnden Quoten kann die Marge noch höher liegen, weil der Anbieter das höhere Risiko einer Fehleinschätzung einpreist. Wer über zwei Wochen täglich auf Tennis setzt, gibt einen erheblichen Teil des Einsatzes als Marge ab. Diese Zahl steht in keiner Werbung, und sie ist der wichtigste Kostenfaktor einer Wette.

Steuern und Auszahlung: was am Ende übrig bleibt

Der Steuerfreibetrag und die Verrechnungssteuer

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn; oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Der Bund hat den Freibetrag seit dem 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 festgelegt. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich, daher die Formulierung *je nach Kanton*. Eine typische Wettende gewinnt weit unter dem Freibetrag: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis – etwa im Thurgau – behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Eine Wettende, die in einem Kanton mit strenger Praxis wohnt, sollte ihre Gewinne aus ausländischen Plattformen deklarieren, auch wenn der Betrag klein ist. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze – wer eine solche Steuer beschreibt, beschreibt eine, die es nicht gibt.

Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen

Gewinne und Saldi werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers ausbezahlt (Artikel 50 Absatz 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungs-Auszahlungen existieren im bewilligten Markt nicht. Bei einer ausländischen Plattform ist die Auszahlungsmechanik eine andere: Auszahlungen erfolgen nach den Regeln der Plattform, oft mit Warengruppen, einer Verifizierung der Identität und einer Wartezeit. Wer bei einer ausländischen Plattform spielt, sollte wissen, dass die Auszahlung Wochen dauern kann und dass die Plattform die Regeln einseitig ändern kann.

Was eine Wettende im Alltag mitnimmt

Eine Wettende, die auf die US Open setzen will, hat drei Entscheidungen zu treffen: wo sie spielt (Sporttip oder Jouez Sport, je nach Kanton), wie viel sie setzt (Limiten vor der ersten Wette setzen), und worauf sie setzt (Siegerwette, Satzwette, Livewette). Jede dieser Entscheidungen hat einen Preis: die Veranstalterin nimmt eine Marge, die Limite begrenzt den Verlust, die Wettart begrenzt die Tiefe der Analyse. Eine Wettende, die zwei Wochen lang täglich setzt, gibt leicht 8 bis 12 % des Bruttoeinsatzes als Marge ab. Wer das nicht will, spielt nicht.

Die nächste Ausgabe der US Open steht vor der Tür. Wer sie verfolgen will, kann bei Sporttip oder Jouez Sport eine Wette platzieren. Wer lieber bei einer ausländischen Plattform spielt, kann das tun – aber ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsschutz und mit der Möglichkeit, dass die Gespa die Domain sperrt. Beide Wege sind legal oder illegal, beide Wege haben ihren Preis. Diese Seite beschreibt beide Wege, sie empfiehlt keinen.

Häufige Fragen zu US-Open-Wetten in der Schweiz

Dürfen in der Schweiz Wetten auf die US Open platziert werden, und bei welchen Veranstalterinnen?

Ja – aber nur bei den beiden bewilligten Veranstalterinnen. Swisslos mit Sporttip in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein, Loterie Romande mit Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Artikel 4 BGS), und eine Anbieterin ohne Schweizer Bewilligung darf in der Schweiz nicht beworben werden (Artikel 74 Absatz 3 BGS). Wer woanders spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Rechts.

Wie entsteht die Quote auf den Turniersieger, und was bedeutet die Marge?

Die Quote setzt sich aus der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit und der Marge des Anbieters zusammen. Bei einem Zweiwege-Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 beträgt die Auszahlungsquote rund 95 %, die Marge rund 5 %. Bei einem Turniersiegermarkt mit vielen Ausgängen liegt die Marge typischerweise höher, oft zwischen 8 und 12 %. Diese Marge ist der Preis, den die Wettende für das Angebot zahlt.

Was bedeutet der Tiebreak bis 10 Punkte seit 2022 für Satzwetten?

Seit 2022 wird der Entscheidungssatz bei 6:6 mit einem Tiebreak bis 10 Punkte und zwei Punkten Vorsprung entschieden. Das verkürzt die Wahrscheinlichkeit langer Sätze und macht das Erreichen des Tiebreaks bei 6:6 praktisch sicher. Für Satzwetten heisst das: wer auf *Satz geht in den Tiebreak* tippt, sollte wissen, dass das im Entscheidungssatz keine Überraschung mehr ist.

Welche Rolle spielen Hartplatz und Form bei einer begründeten Einschätzung vor dem Turnier?

Hartplatz bevorzugt Aufschlagspielerinnen und Spieler mit aggressivem Return. Die Formkurve in der Hartplatzsaison vor dem Turnier ist ein besserer Indikator als der Name. Wer die Ausgabe 2026 als Vorlage nimmt, sollte die Formkurven der Spitzenspielerinnen und Spitzenspieler prüfen, nicht die Endspielergebnisse allein.

Wie werden Gewinne aus Wetten auf Turniere steuerlich behandelt, und was heisst Steuerfreibetrag je nach Kanton?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund hat den Freibetrag seit dem 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 festgelegt; die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich, daher *je nach Kanton*. Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die durch Deklaration zurückgefordert werden kann. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen je nach Kanton einer anderen Praxis.

Was gilt für Anbieterinnen ohne Schweizer Bewilligung und für die Sperrliste der Gespa?

Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Anbieterinnen ohne Schweizer Bewilligung sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, bieten keinen Schweizer Rechtsschutz und können auf der Gespa-Sperrliste landen, die Schweizer Telekomanbieterinnen per DNS blockieren. Schweizer Spielende spielen dort auf eigenes Risiko. Die Gespa führt 671 Domains auf der Sperrliste (Stand Ende 2026).

Inhalt erstellt vom Team «tippsheutech»