Sportwetten-Ergebnisse und ihre Abrechnung in der Schweiz

Ein Fussballnetz in Nahaufnahme, in dem ein Ball hängt, Wassertropfen glänzen auf den Maschen.

Wer eine Sportwette platziert, sieht auf dem Wettschein ein Resultat, bevor es überhaupt stattgefunden hat. Das eigentliche Ergebnis entsteht erst später: aus dem Schlusspfiff, dem annullierten Tor, dem verschobenen Spiel. Dazwischen liegt derjenige Teil der Wette, den die wenigsten Wettenden je lesen — die Abrechnungsregeln, die jeder bewilligte Veranstalter der Schweiz in seinen Spielregeln festhält und an die der Gewinn geknüpft ist.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Die Abrechnung von Sportwetten folgt festen Regeln: reguläre Spielzeit, Quotenberechnung und Rundung bilden die Grundlage für die Auswertung. Die beiden in der Schweiz bewilligten Veranstalter — Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport — wenden diese Regeln in ihrem jeweiligen Vertragsgebiet an. Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung agieren in einem anderen Rechtsrahmen; sie unterliegen keiner Schweizer Aufsicht, bieten keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister und fallen nicht unter die Schweizer Spielerschutzvorgaben.

Stand der Angaben: Oktober 19, 2026 — geprüft gegen die Spielregeln Sporttip Version 4.2 sowie das Règlement Jouez Sport, 17e édition, Stand 2024.

Wie ein Resultat zur Abrechnung wird

Ein Fussballspiel dauert 90 Minuten. Eine Sportwette auf dieses Spiel fragt nach dem Sieger, einem Unentschieden, einer Torzahl oder einer Doppelten Chance. Über die 90 Minuten hinaus enthält die reguläre Spielzeit auch die Nachspielzeit, in der die Schiedsrichterin Verletzungen, Wechsel und Zeitspiel nachholt. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur dann, wenn das Wettprogramm des Veranstalters darauf hinweist oder die Wette ausdrücklich darauf abgestellt ist. Wer das nicht beachtet, wettet auf etwas anderes, als er zu sehen glaubt: das Tor in der 113. Minute entscheidet eine Wette auf den Sieger nach 90 Minuten in der Regel nicht.

Ein altes Radio steht auf einer Küchenablage neben einem Glas Wasser, Morgenlicht fällt durchs Fenster.
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig.

Die reguläre Spielzeit ist die wichtigste einzelne Definition auf diesem Gebiet. Sie entscheidet, welche Tore, Karten und Momente zählen und welche nicht. Auf ihr baut die gesamte Auswertung auf: jede Wettmärkte, ob Sieg, Torzahl oder Doppelte Chance, fragt zuerst nach dem Endstand der regulären Spielzeit — und behandelt ihn als Wahrheit, mit der der Wettschein abgerechnet wird.

Was alles zur regulären Spielzeit gehört

Sporttip und Jouez Sport rechnen beide nach den Regeln, die für ihre Wettmärkte gelten. Die Spieldauer plus Nachspielzeit zählt dazu; Verlängerung und Elfmeterschiessen sind eigene Welten, in denen eigene Quoten gelten. Bei einer Wette auf «Sieger nach 90 Minuten» spielt das Ergebnis nach 120 Minuten also keine Rolle. Wer auf «Sieger des Spiels» wettet, muss prüfen, ob das Wettprogramm die Verlängerung einschliesst.

Das gilt für Fussball besonders deutlich, weil dort am häufigsten verlängert wird. In Sportarten ohne Verlängerung — Handball in der Gruppenphase, Eishockey in der regulären Saison, Tennis in einem Drei-Sätze-Match — entscheidet der Schlussstand der normalen Spielzeit. Die Nachspielzeit ist in all diesen Fällen Teil der regulären Spielzeit, nicht etwas Zusätzliches.

Wann eine Wette ungültig wird

Ein Spiel kann abgesagt oder verschoben werden. Was dann mit der Wette passiert, gehört zu den Punkten, die auf dem Wettschein unsichtbar sind und in den Spielregeln stehen. Bei Sporttip gilt: wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Das ist kein vollständiger Verlust und kein vollständiger Gewinn: die Wette verschwindet aus dem Wettschein, ohne dass der Einsatz verloren ist.

Es gibt keinen Schweizer Standard dafür, wann genau ein Wettereignis verschoben und wann es abgesagt ist — beide Veranstalter behalten sich vor, das selbst zu definieren. Wer live wettet, muss damit rechnen, dass eine Wette nach dem tatsächlichen Wettausgang mit Quote 1.00 bewertet wird, falls das Ereignis aus Sicht der Wettstelle bereits entschieden ist.

Wettmärkte und das, was sie abrechnen

Welche Wettmärkte nach dem Ergebnis abgerechnet werden, hängt davon ab, was im Wettprogramm steht. Sporttip und Jouez Sport zeigen für Fussball, Eishockey, Tennis und weitere Sportarten eine breite Auswahl an; die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wetttypen (Stand 10.09.2026) bildet dabei den geschlossenen Rahmen. Eckball- und Kartenmärkte sind in dieser Liste nicht enthalten, ebenso wenig ein Esport-Bereich.

Die drei wichtigsten Grundmärkte:

Diese Märkte werden alle nach dem Ergebnis der regulären Spielzeit abgerechnet, sofern das Wettprogramm nichts anderes sagt. Verlängerung und Penaltyschiessen treten nur dann in Kraft, wenn die Wette darauf gerichtet ist.

Kombinationen und der Kombiboost

Eine Kombinationswette (Kombiwette) bündelt mehrere Voraussagen auf einem Wettschein, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Gesamtquote, abzüglich des Einsatzes. Bei Sporttip gibt es für solche Kombinationen einen Bonus auf den Nettogewinn — den Kombiboost. Er ist ausschliesslich online verfügbar (Prematch, Live, Systemwetten), gilt ab mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 je Auswahl und erhöht den Nettogewinn gestaffelt: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind bei diesem Boost limitiert.

Der Kombiboost ist ein Mechanismus, der nur online greift und in Verkaufsstellen nicht angeboten wird. Wer seine Wette am Schalter abgibt, spielt ohne diesen Bonus.

Quotenboosts und Profitboosts

Neben dem Kombiboost kennt Sporttip zwei weitere, online nutzbare Erhöhungen: den Quotenboost, der die Quote einer einzelnen Prematch-Voraussage anhebt, und den Profitboost, der den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz erhöht. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und sie verfallen, wenn die Wette über Cash-Out vorzeitig aufgelöst wird. Der Gewinn einer Wette mit Boost wird nach den gleichen Regeln gerundet wie eine normale Wette.

Berechnung und Rundung des Gewinns

Der Gewinn einer Sporttip-Wette ist Einsatz mal Quote. Bei Einzelwetten ist das die angezeigte Quote; bei Kombinationswetten die Gesamtquote, also das Produkt der Einzelquoten. Der so errechnete Betrag wird anschliessend gerundet: zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das bedeutet, dass der ausbezahlte Gewinn in der Praxis ein paar Rappen weniger beträgt als der rechnerische. Wer mit kleinen Einsätzen arbeitet, sieht diesen Effekt stärker als bei grossen.

Ein Beispiel: Einsatz CHF 10, Einzelquote 2.50. Der rechnerische Gewinn ist CHF 25.00. Nach Aufrundung auf zwei Nachkommastellen bleibt der Wert; das Abrunden auf 5 Rappen ändert ihn ebenfalls nicht. Bei einer Quote von 1.87 und demselben Einsatz jedoch beträgt der Reingewinn rechnerisch CHF 18.70, abgerundet auf 5 Rappen genau CHF 18.70. Bei einer Quote von 1’873 mit Einsatz CHF 100 wäre der Gewinn rechnerisch CHF 187.30, und das Abrunden auf 5 Rappen ergäbe CHF 187.30. Der Mechanismus wirkt erst bei Quoten mit drei oder mehr Nachkommastellen spürbar.

Für die Auszahlung gilt bei Sporttip: Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert drei Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Wer einen höheren Gewinn erzielt, hat die Auszahlung also nicht in Echtzeit auf dem Konto, sondern muss die bankseitige Bearbeitung einkalkulieren.

Die zwei Stufen der Rundung

Die zweistufige Rundung — zuerst Aufrundung auf zwei Nachkommastellen, danach Abrundung auf 5 Rappen genau — ist eine für die Schweiz ungewöhnliche Konstruktion. Sie betrifft jeden Gewinn gleichermassen und ist im Wettschein nicht sichtbar; sie steht in den Spielregeln. Wer den exakten Betrag wissen will, rechnet ihn selbst nach: Einsatz × Quote, dann das Rundungsverfahren anwenden.

Bei Quotenboosts und Profitboosts ändert sich die Reihenfolge nicht — die Regel gilt für den gesamten Gewinn, unabhängig davon, ob er durch einen Boost erhöht wurde.

Der Quotenschlüssel und die Marge einer Wette

Wer eine Quote sieht, sieht zwei Dinge auf einmal: die Auszahlung bei einem erfolgreichen Tipp und den Anteil, den die Wettstelle vom Umsatz einbehält. Dieser Anteil ist die Marge. Sie ergibt sich daraus, dass die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes kleiner als 1 ist. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit zwei Ausgängen A und B und den Quoten Q_A und Q_B ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/Q_A + 1/Q_B), und die Marge des Marktes ist 100 % minus diese Auszahlungsquote.

Beispielrechnung: Marge eines Zwei-Wege-Markts

Greift man auf zwei ausgeglichene Ausgänge mit Quote 1.90 zurück, so ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 ≈ 0.95. Die Marge dieses Marktes liegt damit bei rund 5 %. Bei 1.85/1.85 ergibt sich 1 ÷ (0.5405 + 0.5405) = 1 ÷ 1.0811 ≈ 0’925, also eine Marge von circa 7.5 %. Der Mechanismus ist immer derselbe: je näher die Quoten an der mathematischen Fairness (2.00/2.00) liegen, desto kleiner die Marge, desto mehr vom Einsatz fliesst an die Spielenden zurück.

Die so berechnete Marge ist eine statistische Aussage über viele Wetten, nicht über eine einzelne. Wer zehnmal einen Franken auf einen Zwei-Wege-Markt zu 1.90/1.90 setzt und neunmal verliert und einmal gewinnt, hat einen Gewinn von CHF 0.90 bei einem Einsatz von CHF 10 — der Verlust ist CHF 9.10. Über 100 oder 1’000 Wetten nähert sich das Ergebnis der Marge von ungefähr 5 % an. Eine einzelne Wette kann jeden Ausgang nehmen; die Marge gibt an, was im Durchschnitt über viele Wetten passiert.

Diese Rechnung ändert nichts an der Frage, ob eine konkrete Wette «sicher» ist. Gar nichts ist sicher. Sie zeigt nur, was die Wettstelle im Durchschnitt vom Markt behält — und damit, was jeder Wettende im Durchschnitt verliert.

Cash-Out und Livewetten

Cash-Out ist eine Funktion, die Sporttip online anbietet, und sie ist an klare Regeln gebunden: verfügbar für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei normalem Ausgang, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden.

Cash-Out ist also eine vorzeitige Auflösung der Wette zu einem von der Wettstelle festgelegten Preis. Dieser Preis kann tiefer sein als der Einsatz — wer vor dem Spielstand cash-outet, geht nicht leer aus, nimmt aber einen kleineren Betrag als den vollen Gewinn mit.

Livewetten: Spielstand und Annahme

Bei Sporttip gilt eine Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Wettausgang platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, VAR-Entscheid — kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Wer in der 89. Minute auf den Führenden setzt, kann ebenso auf eine Wette stossen, die mit 1.00 abgerechnet wird, wie auf eine, die zur regulären Quote angenommen wird. Die Logik dahinter ist, dass keine Wette gewinnen darf, deren Ausgang bereits feststeht.

Diese Logik gilt nur für Livewetten bei Sporttip. Bei Jouez Sport sind Livewetten über die Plattform jeux.loro.ch verfügbar; die genauen Regeln im Detail sind im Règlement Jouez Sport, 17e édition (Septembre 2024) festgehalten. Wer im Westschweizer Vertragsgebiet spielt, hat andere Spielregeln als wer im Deutschschweizer Vertragsgebiet spielt.

Abhängige Wettereignisse und Bet-Builder

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die gesamte Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Mechanismus schützt die Wettstelle davor, dass ein Tipper mehrere stark korrelierte Auswahlen auf einem Schein bündelt und so das Wettrisiko verfälscht.

Aus Wettendensicht heisst das: «Heimsieg und Über 2.5 Tore» ist über den regulären Wettschein nicht erlaubt, über die Bet-Builder-Funktion dagegen schon. Wer die Regeln nicht kennt, riskiert eine Annullierung der Wette.

Schweizer Bewilligung und die Rechtslage

In der Schweiz dürfen Sportwetten nur zwei Veranstalter anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide stützen sich auf das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und die dazugehörige Verordnung (VGS). Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft.

Ein Flur mit Holztüren im Gegenlicht, am Ende des Gangs fällt Tageslicht durch ein Fenster.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Diese Konstruktion ist kein Zufall: das BGS begrenzt die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei, schreibt ihnen aber im Gegenzug eine Bewilligung pro Spielform vor. Eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Wettprodukt sind die zwei Schritte, die jeder der beiden Veranstalter durchläuft. Beide Bewilligungen gelten ausschliesslich in der Schweiz (Art. 4 BGS); eine ausländische Lizenz — aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Kraft.

Wer wo spielen darf

Die zwei Veranstalter decken unterschiedliche Gebiete ab. Swisslos führt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen (FR, GE, JU, NE, VD, VS).

Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, spielt Sporttip; wer in der Romandie wohnt, spielt Jouez Sport. Eine Online-Registrierung ist nur mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet möglich; eine Spielende-Identität darf nur einmal pro Person bestehen, und die Daten aus einem hochgeladenen Ausweis werden gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wer umzieht, kann den Anbieter wechseln — muss aber den Wechsel als neuen Vorgang verstehen, nicht als nahtlose Mitnahme des Spielkontos.

Welche Bewilligung, welche Schutzwirkung

Die zwei bewilligten Veranstalter bieten den umfassenden Schweizer Schutzrahmen: ein einheitliches Spielsperrenregister, eine vorgeschriebene Verlustlimite und einen Rechtsweg bei Streitfällen. Wer bei einer ausländischen Marke spielt, geht leer aus: keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Sperre, keine Schweizer Gerichtsbarkeit. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste mit Domains, die in der Schweiz per DNS gesperrt werden (Art. 86-93 BGS; Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains). Ein gesperrter Anbieter wird ersetzt — Domain-Hopping gehört zum Alltag der ausländischen Anbieter; die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele und führt bet365 als gesperrt.

Die Sperrliste ist ein Werkzeug, kein Schutz. Wer bei einem nicht bewilligten Anbieter spielt, kann das mit den üblichen Mitteln tun, sofern die Domain gerade nicht gesperrt ist. Die Wette ist trotzdem keine Schweizer Wette: die Verrechnungssteuer entfällt, die kantonal unterschiedliche Besteuerung ausländischer Gewinne greift (der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollständig als steuerbares Einkommen), und im Konfliktfall gibt es keinen Schweizer Rechtsweg. Das Spielguthaben liegt bei einem Anbieter ohne Schweizer Aufsicht und ohne Schweizer Spielsperre-Anschluss.

Einsatz, Gewinn und die Schweizer Steuern

Die ESTV, die Eidgenössische Steuerverwaltung, behandelt Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — wozu Sportwetten gehören — bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn als einkommenssteuerfrei. Der bundesrechtliche Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; 2025 betrug er CHF 1’070’400. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Der kantonale Freibetrag weicht vom Bund ab, daher die Formulierung «je nach Kanton» — eine einzelne kantonale Zahl wäre für die anderen Kantone falsch.

Für die meisten Wettenden ist diese Schwelle irrelevant: ein typischer Gewinn liegt weit darunter, also ohne Einkommenssteuer und ohne Verrechnungssteuer. Wer einen grossen Einzelgewinn erzielt, muss die Schwelle im Auge behalten und mit einer Steuerberatung oder der kantonalen Steuerverwaltung klären, was im konkreten Fall gilt.

Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen nicht der Verrechnungssteuer; die kantonale Steuerpraxis variiert. Thurgau behandelt solche Gewinne unabhängig vom Betrag als steuerbares Einkommen; andere Kantone gehen milder mit ihnen um. Die Aussage «Schweizer zahlen keine Wettsteuer auf Gewinne» gilt nur für Gewinne aus bewilligten Schweizer Veranstaltern unterhalb der Freibeträge.

Werbung, Boni und was erlaubt ist

Werbung für Glücksspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen eine vorgängige Bewilligung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte die Aufsicht 24 Bewilligungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Ein konkreter Bonusbetrag und seine Bedingungen stehen ausschliesslich in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Was heisst das für Wettende? Ein «Bonus», der online beworben wird, ist keine Garantie. Ist der Anbieter nicht bewilligt, ist die Werbung möglicherweise schon unzulässig. Ist er bewilligt, kommt der Bonus mit Bedingungen, die in den Spielregeln stehen — Mindestquote, Umsatz, Frist, maximale Auszahlung. Wer ohne Blick in die Bedingungen auf einen Bonus hin einzahlt, zahlt typischerweise zu.

Spielerschutz, Verlustlimiten und Spielsperren

Beide Veranstalter sind verpflichtet, vor der ersten Online-Teilnahme eine Identitätsprüfung vorzunehmen und das Alter auf 18 festzusetzen. Minderjährige sind ausgeschlossen (Art. 72 BGS); Wettkämpferinnen und Wettkämpfer dürfen auf das Ereignis, an dem sie teilnehmen, nicht wetten. Wer sich registriert, hinterlegt einen Ausweis und lässt die Adresse automatisch prüfen.

Verlustlimiten setzen

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999; für Personen unter 21 Jahren gilt eine Oberlimite von CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Wer eine Erhöhung der Limite beantragt, hat also eine Bedenkzeit von drei Tagen — ein eingebauter Schutz gegen impulsive Entscheidungen.

Die Schweiz kennt keinen gesetzlichen festen Einsatz-Cap pro Wette oder pro Tag; die Limite wird von der Wettstelle im Rahmen ihrer Bewilligung gesetzt. Wer keine eigene Limite setzt, kann spielen, bis das vorab gewählte Limit greift — und die Senkung, nicht die Erhöhung, ist die einfachere Operation.

Spielsperre und Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt für Swisslos-Produkte, Schweizer Casinos (auch Online-Casinos) sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das Register funktioniert also als gemeinsame Sperre über mehrere Anbieter hinweg, was eine Sperre bei einem Anbieter auch für die anderen wirksam macht. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), mit Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS) — wer sich selbst sperrt, kann nicht ohne weiteres «zurück».

Ausländische Anbieter sind an dieses Register nicht angeschlossen. Wer dort spielt, hat dort keine Schweizer Spielsperre, sondern nur die Sperre, die der ausländische Anbieter in seinem eigenen System führt.

Testkäufe 2025 und ihre Aussage

Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt. In 47.5 % von 200 Versuchen wurde an Minderjährige eine Sportwette verkauft. Diese Zahl ist kein Argument gegen die Schweizer Veranstalter, sondern ein Hinweis, dass auch ein bewilligtes System Lücken an der Ladenkasse hat. Online ist die Prüfung durch den Konto-Login- und Ausweis-Abgleich dichter — wer unter 18 ist, kommt online nicht ins System, weil die Registrierung ein Ausweisdokument verlangt und das Geburtsdatum geprüft wird.

Wer in der Verkaufsstelle spielt und Minderjährige im Haushalt hat, schützt sie weniger zuverlässig als wer online mit Konto und Sperre spielt. Das gilt nicht für alle, aber für die meisten Konstellationen.

Die zwei Schweizer Veranstalter im Vergleich

Beide Veranstalter sind bewilligt, beide unterstehen der Gespa, beide nutzen die Wettschein-Logik mit Quote mal Einsatz. Die Unterschiede liegen in den Details: Vertragsgebiet, Mindesteinsatz, Höchsteinsatz, Höchstgewinn, Cash-Out-Funktion.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel (BGS, SR 935.51) unter Gespa-Aufsicht SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel (BGS, SR 935.51) unter Gespa-Aufsicht Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport für die Westschweizer Kantone

Beide schöpfen die gesetzliche Höchstzahl an Veranstaltern aus: es gibt in der Schweiz keine weiteren bewilligten Sportwetten-Anbieter. Wer einen anderen Namen hört, hat es fast immer mit einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung zu tun — diese sind in der Liste unten separat geführt.

Swisslos Sporttip

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, die IKV 2020. Das Sportwetten-Produkt heisst Sporttip. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Wettkämpferinnen und Wettkämpfer dürfen auf das Ereignis, an dem sie teilnehmen, nicht wetten. Wer online mitmachen will, muss im Swisslos-Vertragsgebiet wohnen und einmalig ein Konto mit Ausweisprüfung eröffnen.

Die Eckwerte für Sporttip: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten, Höchsteinsatz CHF 10’000 für Systemwetten. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer an einem Sonntagmorgen fünf Wetten à CHF 2’000 platzieren will, wird beim dritten Wettschein abgewiesen — die obere Grenze liegt bei CHF 1’000 pro Schein.

Cash-Out ist online verfügbar für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag kann jederzeit geändert werden und ist niedriger als der theoretische Wettgewinn bei normalem Ausgang.

Das Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein aufladen (Mindestbetrag CHF 20); in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und der Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Als Zahlungsart steht unter anderem PostFinance Pay zur Verfügung, bestätigt direkt in der PostFinance App.

Die Auszahlung läuft innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen. Die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Das Urteil. Sporttip ist die einzige Bewilligung für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein — wer hier wohnt, hat keine andere Schweizer Wahl. Das Spielregelwerk ist mit Version 4.2 detailliert dokumentiert und trägt eine Bewilligung pro Spielform, sodass alle gängigen Wettmärkte von Sieg bis Kombination abgedeckt sind. Wer Sporttip nutzt, bekommt das volle Schweizer Schutzpaket: Gespa-Aufsicht, Spielsperre im Register, keine kantonale Besteuerung unter dem Freibetrag und einen Rechtsweg bei Streitfällen. Wer hier nicht wohnt, kann kein Konto eröffnen — ein harter Ausschluss, der einem gespiegelt wird, bevor die erste Wette platziert ist.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande führt Jouez Sport in den Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura durch. Als Kontaktadresse gibt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne an, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Das Produkt heisst Jouez Sport und richtet sich an dieselbe Wettende-Gruppe wie Sporttip: volljährige Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet.

Die Eckwerte: Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples ebenfalls CHF 2), Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der maximale Gewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Die Spielregeln sind im Règlement Jouez Sport, 17e édition (Septembre 2024) festgehalten. Sie definieren die Pflichten der Wettenden und des Veranstalters, das Vorgehen bei Annullierung, die Quotenbildung und das Cash-Out-Verfahren, falls eines angeboten wird.

Das Urteil. Jouez Sport ist die einzige Schweizer Bewilligung für die Romandie — wer in Genf, Waadt oder einem der vier weiteren Kantone wohnt, hat keine andere Schweizer Wahl als dieses Produkt. Das Wettprogramm ist mit 2’350 Verkaufsstellen stark auf das stationäre Spiel ausgerichtet, was die Loterie Romande für Spielerinnen und Spieler interessant macht, die ihre Wette am Schalter platzieren. Die maximale Auszahlung ist grosszügiger als bei Sporttip, dafür sind die Wettmärkte teilweise enger gefasst. Wer in der Westschweiz wohnt und nicht auf den Deutschschweizer Anbieter ausweichen kann, spielt hier mit demselben Schweizer Schutzpaket.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Wer in der Schweiz «online Sportwetten» googelt, stösst früher oder später auf Namen, die hier nicht erlaubt sind. Diese Anbieter sind in der Schweiz bewusst nicht zugelassen — die Gespa hat sie auf die Sperrliste gesetzt, weil sie keine Veranstalterbewilligung nach BGS besitzen. Aus dem Ausland operieren sie unter Lizenzen aus Curaçao, Malta, Anjouan oder anderen Jurisdiktionen, die in der Schweiz keine Kraft haben (Art. 4 BGS). Wer bei einem von ihnen spielt, hat kein Schweizer Schutzpaket, und seine Wette ist aus Schweizer Sicht eine ausländische Wette.

Was die Sperrliste macht und was nicht

Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre blocken. Erstmals am 3. September 2019 veröffentlicht, umfasste die Liste Ende 2025 671 Domains. Wer in der Schweiz surft, kann also nicht jede Domain erreichen — eine Sperre, die aber ersetzt wird, sobald der Anbieter eine neue Domain aufsetzt. Die Gespa nennt dieses Vorgehen Domain-Hopping und führt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele sowie bet365 als auf der Liste geführt.

Die Sperre ist kein Schutz, sondern ein Zugangsfilter. Wer auf einer gesperrten Domain spielen will, weicht auf eine ungesperrte Domain desselben Anbieters aus. Wer bei einem nicht bewilligten Anbieter spielt, hat trotzdem kein Schweizer Schutzpaket: keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Aufsicht, keinen Schweizer Rechtsweg.

Welche Marken auftauchen und was fehlt

BetPanda. Plattform mit Kryptowährungen und Sportwetten; Lizenz laut Eigenangaben nicht ausgewiesen für die Schweiz; ohne Schweizer Bewilligung.

Rainbet. Sportwetten und Casino unter derselben Marke; Lizenz laut Eigenangaben nicht ausgewiesen für die Schweiz; ohne Schweizer Bewilligung.

Rabona. Sportwetten mit Fussball-Schwerpunkt; Lizenz laut Eigenangaben nicht ausgewiesen für die Schweiz; ohne Schweizer Bewilligung.

Wettigo. Sportwetten mit deutschsprachiger Oberfläche; ohne bewilligten Zugang zum Schweizer Markt, keine Anbindung an das Sperrregister.

Jackbit. Sportwetten mit Krypto-Schwerpunkt; operiert ohne Schweizer Bewilligung und ist nicht im Sperrregister erfasst.

BDMBet. Sportwetten mit gemischter Sportartenpalette; keine Schweizer Konzession, daher auch kein Anschluss an das nationale Sperrsystem.

Pribet. Sportwetten mit Wettmärkten auf Fussball und Tennis; besitzt keine Schweizer Lizenz und ist nicht mit dem Sperrregister verbunden.

Cloudbet. Plattform mit langer Historie im Krypto-Glücksspiel; agiert ohne Schweizer Genehmigung und ausserhalb des nationalen Sperrregisters.

Bei allen acht Marken gilt dasselbe: keine Veranstalterbewilligung nach BGS, kein Schweizer Spielsperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Gewinne kantonabhängig steuerbar (Thurgau: voll steuerbar). Wer dort spielt, sollte vorher prüfen, ob die genutzte Domain gerade gesperrt ist, und sich bewusst sein, dass die Sperrliste sich schnell ändert. Welche Wettmärkte, Quoten, Limits und Bonusstrukturen diese Anbieter im Detail führen, lässt sich in den Bedingungen des Anbieters selbst nachlesen.

Welche Wege ein Wettender heute hat

Wer in der Schweiz wohnt, hat die Wahl zwischen einem von zwei Wegen: dem bewilligten Weg über Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport, oder einem nicht bewilligten Weg über einen ausländischen Anbieter. Beide Wege haben Vor- und Nachteile, beide kommen mit Regeln, die zu kennen sind, bevor die erste Wette platziert wird.

Wer im Swisslos-Gebiet wohnt

Wer in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, für den ist Sporttip die einzige Schweizer Bewilligung. Die Auswahl an Sportarten und Wettmärkten entspricht der Gespa-Liste Version 10.09.2026; die Höchsteinsätze (CHF 1’000 Einzel/Kombi, CHF 10’000 System) sind grosszügig, das Cash-Out ist online verfügbar, der Kombiboost und Quotenboosts sind online nutzbar. Wer eine breite Schweizer Spielmenge und volle Aufsicht möchte, ist hier richtig; wer mehr Wettmärkte oder Krypto-Zahlungen sucht, ist es nicht.

Wer im Westschweizer Gebiet wohnt

Wer in Genf, Waadt, Freiburg, Neuenburg, Jura oder Wallis wohnt, spielt Jouez Sport. Die Online-Mindestquote liegt ebenfalls bei 1.10, der maximale Gewinn pro Wette ist höher als bei Sporttip, das Verkaufsstellennetz ist dichter. Wer Schalter-Service schätzt und eine hohe Auszahlungsgrenze braucht, ist hier richtig; wer eine Online-Cash-Out-Funktion wie bei Sporttip sucht, sollte das Règlement Jouez Sport prüfen.

Wer einen ausländischen Anbieter nutzt

Wer sich für einen ausländischen Anbieter entscheidet, akzeptiert damit die folgenden Punkte: keine Schweizer Veranstalterbewilligung, kein Anschluss an die Schweizer Spielsperre, kein Schweizer Rechtsweg, kantonabhängige Besteuerung der Gewinne, mögliche DNS-Sperre und damit verbundene Zugriffsprobleme, keine Garantie, dass die beworbenen Boni ausgezahlt werden. Wer diese Punkte mitträgt, kann dort spielen; wer sie nicht tragen will, hat in der Schweiz nur die zwei bewilligten Veranstalter.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird eine Sportwette nach dem Ergebnis abgerechnet?

Eine Sportwette wird nach dem Ergebnis des Wettereignisses abgerechnet, in der Regel nach der regulären Spielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder die Wette darauf gerichtet ist. Das Ergebnis wird in den Wettschein eingelesen und gegen die platzierte Voraussage geprüft — gewonnen, verloren oder ungültig.

Was gilt als reguläre Spielzeit, und zählen Verlängerung und Penaltyschiessen?

Die reguläre Spielzeit ist die normale Spieldauer plus Nachspielzeit. Bei Fussball sind das 90 Minuten plus die von der Schiedsrichterin nachgegebene Zeit. Verlängerung und Penaltyschiessen sind nicht Teil der regulären Spielzeit; sie zählen nur, wenn das Wettprogramm sie ausdrücklich einschliesst oder die Wette darauf abgestellt ist.

Was passiert mit der Wette, wenn ein Spiel abgesagt oder verschoben wird?

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette bei Sporttip ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Bei Jouez Sport gilt das im Règlement 17e édition geregelte Verfahren; die genauen Bedingungen stehen dort.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet und gerundet?

Der Gewinn ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationswetten Einsatz mal Gesamtquote (Produkt der Einzelquoten). Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei kleinen Einsätzen und Quoten mit vielen Nachkommastellen fällt der Rundungsabschlag stärker ins Gewicht.

Welche Rolle spielen Ergebnisse vergangener Spiele für eine Einschätzung?

Vergangene Ergebnisse liefern Datenpunkte für eine Einschätzung, mehr nicht. Form, Heim- und Auswärtsbilanz, Verletzungen und Spielplan sind Input, kein Beweis. Ein einzelnes Ergebnis sagt nichts über künftige Resultate aus, und eine Wette auf ein wahrscheinliches Ergebnis bleibt eine Wette auf ein Ereignis, das auch anders ausgehen kann. Die Marge der Wettstelle fliesst in jede Quote ein und reduziert die Auszahlung im Durchschnitt.

Was gilt bei Livewetten, die nach dem tatsächlichen Wettausgang platziert werden?

Bei Sporttip zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Wettausgang platziert werden, mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder VAR-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Wer live auf den Führenden setzt, kann also eine Wette bekommen, die zwar angenommen, aber faktisch wertlos ausgewertet wird.

Inhalt erstellt vom Team «tippsheutech»