Australian Open 2027 in der Schweiz wetten – was erlaubt ist und was es kostet

Ein Tennisnetz in Nahaufnahme im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne, feine Staubkörner schweben über dem Platz.

Stand: Oktober 19, 2026 | Geprüft gegen die Spielregeln Sporttip Version 4.2 und die Gespa-Bewilligungsliste.

Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt; für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt.

Wer in der Schweiz auf die Australian Open wetten will, hat engere Spielräume als Leser in anderen Märkten vermuten. Das liegt nicht an mangelndem Interesse, sondern am Geldspielgesetz: Nur zwei Veranstalter dürfen hier überhaupt Sportwetten anbieten, beide führen eine geschlossene Wettliste, und die Quoten auf den Sieger eines Matches, den Satzausgang oder die Zahl der Spiele enthalten eine Marge, die niemand offen auspreist. Schweizer Wettende müssen dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen, den Spielerschutz und die steuerlichen Vorgaben berücksichtigen, die den Markt in zwei bewilligte Anbieter und eine Vielzahl nicht zugelassener Marken trennen.

Was die Australian Open ausmacht – Turnierformat und Historie

Die Australian Open sind das erste Grand-Slam-Turnier des Tennisjahres und werden seit 1905 ausgetragen, zunächst unter dem Namen Australasian Championships. Seit 1987 ist der Melbourne Park in Melbourne die feste Spielstätte; das Turnier zieht jedes Jahr Anfang Januar Spielerinnen und Spieler aus der ganzen Welt an und gilt als Härtetest für die neue Saison. Die Ausgabe 2026 lief vom 18. Januar bis 1. Februar 2026, jene 2027 ist für den 17. bis 31. Januar angesetzt.

Ein Schläger und ein Handtuch liegen auf einer Bank im Schatten eines Sonnensegels, dahinter flimmert die Hitze über dem Platz.
Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt.

Der Belag war bis 2007 Rebound Ace, von 2008 bis 2019 Plexicushion und ist seit 2020 GreenSet – alle drei harte Beläge, was das Spieltempo und die Sprunghöhe des Balls beeinflusst und die Trainingsvorbereitung vieler Profis auf diese Bedingungen ausrichtet. Gespielt wird im Einzel der Herren über drei Gewinnsätze, im Einzel der Damen über zwei; steht es 6:6, wird ein Tiebreak gespielt, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis zehn Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Diese letzte Regel ist für Wetten wichtig, weil sie die Länge eines Fünfsatz-Matches nach oben begrenzt – ein Aspekt, auf den der Abschnitt zu den Wettarten zurückkommt.

Im Herreneinzel der Open Era führt Novak Djokovic die Rekordliste mit zehn Titeln an, bei den Damen Serena Williams mit sieben. Der umfassendste Rekord über alle Epochen gehört Margaret Court mit elf Einzeltiteln, von denen einige vor der Open Era ab 1969 liegen. Die Ausgabe 2026 entschied Carlos Alcaraz bei den Herren und Jelena Rybakina bei den Damen für sich. Solche Vorjahresergebnisse sind für die Wetten auf das Turnier weniger entscheidend als die aktuelle Formkurve und der Belag, aber sie rahmen die Erwartung an die Favoriten 2027.

Wer zum ersten Mal auf die Australian Open setzt, sollte das Turnierformat als Ganzes mitdenken. Eine Wette auf den Turniersieger läuft über zwei Wochen und überlebt oft nur dann, wenn die Favoriten früh ausscheiden oder ein Aussenseiter einen Lauf hat; eine Wette auf ein Einzelmatch entscheidet sich dagegen in zwei oder drei Sätzen. Die Sporttip-Statuten sprechen hier von Langzeitwetten und Einzelwetten, beide werden im selben Wettschein angeboten, unterscheiden sich aber in der Verfügbarkeit von Cash-Out und in der Mindestquote für gewisse Boosts.

Wettmöglichkeiten und Quotenformat auf die Australian Open

Auf die Australian Open lassen sich bei den bewilligten Schweizer Veranstaltern drei grosse Klassen von Wetten spielen. Die erste ist die Siegwette auf ein einzelnes Match, oft ausgeschrieben als «Sieg Spieler 1» gegen «Sieg Spieler 2», bei den Damen ohne dritte Option. Die zweite Klasse betrifft den Satzmarkt: Satzsieger, exaktes Satzergebnis wie 2:0, 2:1, 0:2, 1:2 und ähnliches, oder die Gesamtzahl der Spiele im Match. Die dritte Klasse sind Langzeitwetten auf den Turniersieger bei den Herren und Damen; sie werden im Voraus angeboten, sobald das Tableau feststeht, und bleiben bis zum Finale offen.

In der Schweiz hat nur Sporttip einen explizit ausgewiesenen Kombiboost und einen Profitboost im Angebot. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 pro Auswahl und erhöht den Nettogewinn gestaffelt – 5 Prozent bei vier Tipps, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Auswahlen. Der Profitboost wirkt nur auf eine einzelne Voraussage und ist pro Person und Event einmal nutzbar. Beide Boosts sind online, nur bei Prematch-Einzelwetten verfügbar; bei einem Cash-Out verfällt der Boost, und Swisslos kann ihn nicht in jedem Markt garantieren. Diese Regeln gehören zu den Spielregeln Version 4.2 und gelten für alle Sportarten, nicht nur für Tennis.

Wer auf die Zahl der Spiele in einem Match setzt, muss das Match-Tiebreak im Entscheidungssatz mitdenken. Der fünfte Satz bei den Herren endet nicht beim Stand 7:6 nach einem klassischen Tiebreak, sondern wird als Match-Tiebreak bis zehn Punkte ausgetragen. Eine Wette auf «über 39,5 Spiele» kann deshalb bei einem Fünfsatz-Match, das im fünften Satz früh kippt, durchaus verlieren, obwohl fünf Sätze gespielt wurden – das Gesetz der kleinen Zahlen schlägt hier zu. Wer auf den Satzsieger im fünften Satz setzt, setzt damit de facto auf den Spieler, der im Match-Tiebreak zuerst zehn Punkte holt.

Die Livewette auf die Australian Open folgt den allgemeinen Live-Regeln von Sporttip. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 und werden entsprechend dem Einsatz zurückerstattet. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder VAR-Entscheidungen gilt beim Fussball dasselbe Prinzip, beim Tennis betrifft es etwa Wetten, die nach dem Matchball platziert werden. Cash-Out ist bei Sporttip verfügbar, aber nur als vollständige Auszahlung ohne Teilverkauf, und nur für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten – eine Garantie, dass ein bestimmter Tennis-Markt einen Cash-Out anbietet, gibt es nicht.

Wie die Quotenmarge entsteht und was sie kostet

Eine Wettquote ist nie der faire Preis für einen Ausgang, sondern ein vom Veranstalter gesetzter Wert, der eine Marge enthält. Die Marge ist der Anteil jedes gesetzten Frankens, der im Schnitt beim Veranstalter bleibt. Sie lässt sich ausrechnen, indem man für jede Auswahl eines Marktes den Kehrwert der Quote bildet, die Werte addiert und das Ergebnis von 1 abzieht. Übrig bleibt ein Anteil, der kleiner als 1 ist – das ist die Auszahlungsquote, also der Anteil der Einsätze, der im Schnitt an die Wettenden zurückfliesst. Die Marge ist 1 minus Auszahlungsquote, ausgedrückt als Prozentwert.

Ein Beispiel macht das plastisch. Angenommen, ein Match wird als Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 auf jeden Spieler angeboten – was im Tennis nur bei den Damen ohne Unentschieden-Option möglich ist, aber als illustratives Beispiel taugt. Der Kehrwert von 1.90 ist etwa 0,5263; addiert man beide Seiten, ergibt das rund 1,0526. Die Auszahlungsquote ist dann 1 geteilt durch 1,0526, also etwa 0,95. Die Marge beträgt damit ungefähr 5 Prozent, genauer 4,76 Prozent bei glatten Werten. Von jedem Franken, der auf diesen Markt gesetzt wird, fliessen im Durchschnitt etwa 95 Rappen als Gewinn zurück und rund 5 Rappen bleiben beim Veranstalter.

In der Praxis schwankt die Marge je nach Markt, Sport und Veranstalter. Ein Drei-Wege-Markt wie 1X2 im Fussball hat konstruktionsbedingt eine höhere Marge als ein Zwei-Wege-Markt, weil der Veranstalter die dritte Option mitfinanzieren muss. Tennis-Siege sind Zwei-Wege-Märkte bei den Damen und Drei-Wege-artige Konstrukte bei den Herren, wenn ein Unentschieden angeboten wird – bei den Herren gibt es allerdings kein Unentschieden, das Match wird fertiggespielt, weshalb der Markt ebenfalls als Zwei-Wege funktioniert. Märkte mit hoher Favoritenstellung tragen höhere Margen, weil die Wettenden dazu neigen, auf den klaren Favoriten zu setzen, und der Veranstalter das Risiko breiter streuen muss. Wer Quoten vergleicht, vergleicht deshalb am besten die Marge, nicht die einzelne Zahl.

Für den Wettenden heisst das: Je höher die Marge, desto weniger vom Einsatz fliesst im Durchschnitt zurück. Eine Marge von 5 Prozent bedeutet langfristig einen erwarteten Verlust von 5 Rappen pro Franken Einsatz – auf den ersten Blick wenig, über hundert oder tausend Franken summiert sich das. Wer regelmässig wettet, sollte den Vergleich der Margen zur Gewohnheit machen, auch wenn die Effekte pro Wette klein wirken. Für die Australian Open gilt: Die Margen auf den Favoriten sind meist höher als die auf Aussenseiter, weil das Geld der Masse auf die Favoriten fliesst.

Rechtslage in der Schweiz: nur zwei Veranstalter sind erlaubt

In der Schweiz regelt das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) seit dem 1. Januar 2019, welche Anbieter Sportwetten durchführen dürfen. Die interkantonale Aufsichtsbehörde Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) in Bern beaufsichtigt diese Veranstalter; das ESBK ist nur für Spielbanken zuständig. Eine Sportwette gilt als Grossspiel, braucht eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS), und die Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Ein Feldweg zwischen Weinreben im Wallis bei Sonnenaufgang, im Hintergrund hohe Berge und klare Luft.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf.

Die Kantone haben die Zahl der möglichen Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das sind die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip anbietet, und die Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), die ihre Wettprodukte unter Jouez Sport führt. Beide sind Genossenschaften oder Aktiengesellschaften in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft, keine privaten Anbieter. Die Verteilung der Kantone folgt der Sprachregion: Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann bei dem jeweiligen Veranstalter ein Online-Konto eröffnen; wer im Kanton Tessin wohnt, geht zu Swisslos, wer im Wallis wohnt, zu Loterie Romande. Ein Konto beim jeweils anderen Veranstalter ist nicht möglich, weil das Vertragsgebiet territorial getrennt ist.

Die angebotenen Wetten sind in einer geschlossenen Liste geregelt. Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die alle Veranstalter einhalten müssen. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden – Eckball- oder Kartenmärkte im Fussball, esports-Sektionen oder exotische Märkte wie Polit- oder Wetterwetten sind in dieser Liste nicht enthalten und dürfen in der Schweiz nicht bewettet werden. Auch die Australian Open gehören nur ins Programm, soweit das Turnier auf der Liste steht, was seit Jahren der Fall ist. Qualifikationsrunden sind nur dann wettbar, wenn sie explizit aufgeführt sind, Damen-Wettbewerbe ebenso; Ranglistenwetten sind erlaubt, soweit die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet, nicht aber Trainingsläufe.

Diese Geschlossenheit hat Folgen für das Wettangebot. Wer aus anderen Märkten eine breitere Auswahl kennt – Spielerwetten auf nächste Aufschlagquote, Tiebreak im ersten Satz, Anzahl Asse – wird bei Swisslos und Loterie Romande nicht fündig. Das ist kein Versäumnis der Veranstalter, sondern die direkte Folge der Schweizer Regulierung. Wer in der Schweiz auf die Australian Open wettet, wettet innerhalb dieses Korbs – und nur dort mit Schweizer Bewilligung.

Ausländische Anbieter und ihre Lage in der Schweiz

Wer im Internet nach Wetten auf die Australian Open sucht, stösst schnell auf Anbieter mit maltesischer, deutscher oder Curaçao-Lizenz. Diese Lizenzen haben in der Schweiz keine rechtliche Wirkung (Art. 4 BGS), weil die Bewilligung nur für die Schweiz ausgestellt wird. Die Gespa führt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt; ihre einzige zusätzliche Liste ist die Sperrliste, auf der ausländische Domains stehen, die Schweizer Internetprovider per DNS-Sperre blockieren müssen. Ende 2025 umfasste diese Liste 671 Domains; genannte Beispiele aus der Aufsichtspraxis sind Interwetten, Bet-at-Home und bet365.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung – namentlich Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet und Bahigo – sind in der Schweiz nicht zugelassen. Sie können hier keine Sportwetten anbieten, ohne sich strafbar zu machen: Wer ohne Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar, im gewerbsmässigen Fall mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe. Der Spieler wird in der Schweiz nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und der Spieler hat keinen Schutz durch das Schweizer Ausschlussregister und keinen Rekursweg zu einer Schweizer Behörde.

Die Liste der in der Schweiz aktiven ausländischen Anbieter ändert sich laufend, weil die Gespa neue Domains auf die Sperrliste setzt und bestehende Domains vom Netz verschwinden oder unter neuem Namen auftauchen («Domain-Hopping»). Wer aus dem Ausland auf eine solche Seite stösst, sollte prüfen, ob die Domain gerade auf der Sperrliste steht. Wer dort ein Konto eröffnet, wettet ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Spielsperre, ohne Schweizer Identitätsprüfung und mit ausländischem Recht im Streitfall. Die ausländische Lizenz schützt nur gegenüber dem ausstellenden Land, nicht gegenüber der Schweiz. Es gibt keine Schweizer Sperre für Kreditkartenzahlungen an solche Anbieter, anders als in manchen anderen Ländern.

Für den Wettenden auf die Australian Open heisst das: Wer in der Schweiz wohnt, hat die Wahl zwischen Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport. Wer dennoch bei einem ausländischen Anbieter wettet, wettet ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens und ohne die Schutzinstrumente, die das BGS vorsieht.

Spielerschutz: Limiten, Spielsperre und Verlustkontrolle

Wer in der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande ein Wettkonto eröffnen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet haben und darf nicht im Spielsperrregister eingetragen sein. Bei der Online-Registrierung wird der Ausweis hochgeladen, die Daten werden ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft; jede Person darf sich nur einmal registrieren. Diese Pflicht zur Identifizierung ergibt sich aus den Art. 47–52 VGS und gilt für alle lizenzierten Veranstalter.

Vor der ersten Wette müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze bei Swisslos liegt bei 9’999 Franken, bei Personen unter 21 Jahren bei 1’000 Franken. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – Swisslos und Loterie Romande gehen damit über das gesetzliche Minimum von 24 Stunden hinaus. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Das BGS selbst schreibt keine fixe staatliche Einzahlungsgrenze vor; die Limiten werden vom Spieler selbst gewählt, müssen aber von der Veranstalterin aktiv eingefordert werden.

Wer sich selbst vom Wetten ausschliessen will, kann bei Swisslos den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren lassen. Eine solche Sperre wird ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung eingerichtet und gilt nur für das gewählte Produkt. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Spielbanken einschliesslich Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Nach Art. 84 VGS kann eine freiwillige Sperre erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und einbezogen ist eine Fachstelle (Art. 81 BGS). Wer sich für eine Pause von bis zu sechs Monaten entscheidet, hat darauf Anspruch (Art. 89 VGS). Spielerinnen und Spieler, die im Register eingetragen sind oder das 18. Altersjahr noch nicht erreicht haben, haben keinen Anspruch auf die Auszahlung von Einsätzen oder Gewinnen (Art. 45 BGS).

Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt und dabei in 47,5 Prozent von 200 Versuchen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Das ist kein Randbefund, sondern ein Hinweis darauf, dass der Jugendschutz an Verkaufsstellen nicht flächendeckend greift – wer auf Nummer sicher gehen will, eröffnet das Konto online, weil dort die Identitätsprüfung vor der ersten Wette stattfindet. Bei Wetten über die Webseite oder die App gilt dasselbe Schutzniveau wie am Schalter.

Wichtig für Wettende: Eine Spielsperre schützt das eigene Konto, nicht das Konto eines ausländischen Anbieters. Das schweizweite Register gilt nur für die bewilligten Schweizer Veranstalter und Casinos. Wer parallel bei einem ausländischen Anbieter spielt, fällt aus diesem Schutz heraus. Wer sich sperren lässt und trotzdem beim ausländischen Anbieter wettet, hat sich selbst gegenüber keine Schutzlinie mehr gezogen.

Steuern auf Wettgewinne: der Steuerfreibetrag und die Verrechnungssteuer

In der Schweiz sind Gewinne aus bewilligten Grossspielen, also auch aus Sportwetten, einkommenssteuerfrei bis zu einem Freibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund hat diesen Freibetrag ab dem 1. Januar 2026 auf 1’071’000 Franken festgesetzt; 2025 lag er noch bei 1’070’400 Franken. Liegt der Gewinn unter diesem Schwellenwert, fällt keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer an. Der typische Sportwetten-Gewinn liegt um Grössenordnungen darunter; fast alle Wettenden bleiben steuerfrei.

Liegt der Gewinn über dem Freibetrag, zieht die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer direkt ab. Diese Verrechnungssteuer wird über die Steuererklärung zurückgeholt, indem der Gewinn ordnungsgemäss deklariert wird. Sie ist keine zusätzliche Belastung, sondern eine Vorauszahlung auf die geschuldete Einkommenssteuer. Der kantonale Freibetrag weicht vom bundesrechtlichen ab – das ist der Grund, weshalb meist «je nach Kanton» geschrieben wird. Wer den genauen kantonalen Wert braucht, fragt die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater.

Anders sieht es bei Gewinnen aus ausländischen Grossspielen aus. Diese unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Veranstalter die 35 Prozent einbehält. Der Kanton Thurgau besteuert solche Gewinne unabhängig von der Höhe als Einkommen; andere Kantone handhaben es pragmatischer. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, sollte sich über die kantonale Praxis informieren, bevor ein grosser Gewinn auf dem Konto landet. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz – wer etwas anderes liest, hat eine ausländische Steuerregel vor sich.

Die Verrechnungssteuer und der Freibetrag sind ein Grund, warum sich hohe Quoten auf einen Australian-Open-Sieger rechnerisch nur dann lohnen, wenn der Gewinn tatsächlich eintritt. Wer auf einen 50,0-Aussenseiter setzt und gewinnt, hat einen grossen Gewinn und damit allenfalls eine Steuerfrage am Hals. Wer auf 1,20-Favoriten setzt und gewinnt, hat einen kleinen Gewinn, der unter dem Freibetrag bleibt und steuerfrei ist.

Wettsteuer in der Schweiz: was es nicht gibt

Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz. Wer von einer «5-Prozent-Wettsteuer» liest, hat eine deutsche oder österreichische Regelung vor sich, die auf den Bruttoeinsatz erhoben wird. In der Schweiz trägt der Wettende nur den Verlust, der durch die Marge entsteht, plus die Quotensteuer im Gewinnfall über dem Freibetrag. Der Unterschied ist im Alltag spürbar: Eine Wette zu Quote 2,0 mit Einsatz 100 Franken zahlt im Gewinnfall 200 Franken brutto und 100 Franken netto aus, ohne dass auf dem Wettschein eine Steuerposition auftaucht. Bei einer 5-prozentigen Wettsteuer wäre der Einsatz 105 Franken und der Reingewinn entsprechend kleiner.

Die Abwesenheit einer Wettsteuer bedeutet nicht, dass der Wettende kostenlos wettet. Die Marge ist die eigentliche Kostenposition und liegt in den meisten Märkten zwischen 3 und 8 Prozent, in Spezialmärkten und bei hoher Favoritenstellung auch darüber. Wer konsequent Wetten mit niedriger Marge sucht, spart im Laufe eines Jahres mehr als über die Frage einer Wettsteuer zu streiten. Sporttip veröffentlicht keine Marge pro Markt, aber Wettende können die implizite Marge aus den angebotenen Quoten selbst berechnen.

Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und die Einsatzgrenzen

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei 1 Franken, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette bei 1’000 Franken und für eine Systemwette bei 10’000 Franken. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Diese Limite sind im Vergleich mit internationalen Anbietern eher eng – sie zwingen dazu, grosse Wetten zu staffeln, und sie schützen den Veranstalter vor einer einzelnen Wette, die das eigene Risiko sprengen würde.

Die Obergrenze von 1’000 Franken pro Wette ist für die meisten Sportwetten auf Tennis ausreichend, weil die Quoten auf klare Favoriten unter 1,50 liegen und die effektive Gewinnauszahlung im Schnitt unter 1’000 Franken bleibt. Bei höheren Quoten – etwa einer Wette auf einen Aussenseiter zum Turniersieg – kann die Limite greifen, und der Wettende muss den Einsatz staffeln. Was nicht geht, ist eine einzelne Wette von 5’000 Franken auf den Australian-Open-Sieger; das System nimmt sie nicht an, und die Online-Eingabe wird zurückgewiesen.

Bei Loterie Romande gelten eigene Limite, die im Wettprogramm ausgewiesen sind. Die Bandbreite ist vergleichbar, aber nicht identisch; ein Blick in das Wettprogramm vor einer grösseren Wette lohnt sich. Beide Veranstalter behalten sich vor, die Limite für einzelne Events oder Wettarten anzupassen, etwa bei Livewetten oder bei Spezialmärkten.

Werbung, Bonus und Spielerschutz: was erlaubt ist

Werbung für Glücksspiele darf in der Schweiz nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und kann mit einer Busse bis zu 500’000 Franken geahndet werden (Art. 131 BGS). Es gibt keine zeitliche Werbebeschränkung – ein Werbeverbot nachts, wie es in manchen anderen Ländern gilt, existiert hier nicht. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 hat sie 24 Einwilligungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bonusangebote sind also kein Massenprodukt, sondern einzeln bewilligte Instrumente, deren Höhe und Bedingungen vom Veranstalter festgelegt werden.

Die Schreibweise von Bonusangeboten in der Werbung ist oft vollmundig. Ein «100-Prozent-Bonus» heisst, dass der Veranstalter den eingezahlten Betrag bis zu einer gewissen Obergrenze aufstockt, aber an Umsatzbedingungen knüpft. Ein «risikofreier Wettschein» heisst, dass der Einsatz im Verlustfall als Gratiswette zurückkommt – der Einsatz ist also weg, die Gratiswette trägt ihren eigenen Wert. Wer auf den ersten Blick attraktive Angebote sieht, sollte zuerst die Bedingungen lesen: Wie oft muss der Bonus umgesetzt werden? Welche Mindestquote gilt? Wie lange ist die Frist? Diese Fragen beantworten sich aus den Spielregeln und nicht aus der Werbung.

Die Werbebeschränkung bedeutet auch, dass ausländische Anbieter in der Schweiz nicht für ihre Produkte werben dürfen. Wer in sozialen Medien, auf Sportportalen oder in Suchmaschinen auf eine Werbung für einen ausländischen Anbieter stösst, hat eine Bewilligungslücke vor sich. Die Gespa geht solchen Fällen nach, und die Domain des Anbieters landet auf der Sperrliste.

Was Spielerinnen und Spieler bei einer Wette auf die Australian Open konkret prüfen sollten

Eine Wette auf die Australian Open ist ein Vertrag mit dem Veranstalter, und die Spielregeln sind Teil dieses Vertrags. Wer ohne Prüfung der Spielregeln setzt, läuft Gefahr, eine Wette zu platzieren, die nicht so gilt, wie sie gemeint war. Vier Punkte verdienen vor einer Wette Aufmerksamkeit.

Erstens die Spielregeln Version 4.2. Sie regeln, wann eine Wette gültig ist, wie der Gewinn berechnet wird, welche Boosts gelten und wann Cash-Out verfügbar ist. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag aus dem Einsatz mal der Quote berechnet, bei Kombinationen mit der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten, und das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das klingt technisch, bedeutet aber, dass kleine Rundungsdifferenzen zwischen dem angezeigten Gewinn und dem tatsächlich ausgezahlten Gewinn möglich sind.

Zweitens die Verfügbarkeit des Marktes. Nicht jeder Markt ist bei jeder Partie verfügbar. Bei Qualifikationsspielen ist das Wettangebot oft dünner als bei Hauptfeldpartien, und bei den ersten Runden kann die Wette auf Satzsieger oder Spielsieger im fünften Satz fehlen. Wer auf einen Markt setzen will, der im Wettprogramm nicht erscheint, kann ihn nicht erzwingen.

Drittens die Mindestquoten für Boosts. Der Kombiboost verlangt pro Voraussage mindestens 1,50; wer in einer Kombiwette eine Quote von 1,40 nutzt, fällt aus dem Boost heraus. Das ist ärgerlich, weil die Wette trotzdem gilt, der Bonus aber verfällt.

Viertens der Cash-Out. Cash-Out bei Sporttip ist nur als vollständige Auszahlung verfügbar und nicht garantiert. Wer mitten im Match eine Wette teilweise auszahlen will, kann das nicht, und wer darauf baut, dass ein bestimmter Markt einen Cash-Out anbietet, sollte sich nicht darauf verlassen. Bei einem Cash-Out verfällt zudem ein aktiver Boost.

Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport im direkten Vergleich

Einordnung Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter / Bewilligungsbasis
Schweizer Veranstalter Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, Produkt Sporttip; Vertragsgebiet Deutschschweiz, Tessin und Liechtenstein
Schweizer Veranstalter Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Sitz Lausanne, Produkt Jouez Sport; Vertragsgebiet Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS)
Ausländisch Rainbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie angegeben: nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
Ausländisch BassBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie angegeben: nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
Ausländisch DirectionBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie angegeben: nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
Ausländisch Betovo ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie angegeben: nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
Ausländisch Rollbit ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie angegeben: nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
Ausländisch Sportuna ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie angegeben: nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
Ausländisch Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie angegeben: nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung
Ausländisch Bahigo ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie angegeben: nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung

Die Tabelle fasst den Bewilligungsstatus der genannten Marken zusammen. Für die Schweizer Veranstalter ist die Bewilligung dokumentiert; ausländische Marken besitzen in der Schweiz keine Bewilligung. Detaillierte Angaben zu Wettmärkten, Live-Optionen oder Cash-Out-Bedingungen für einzelne Anbieter finden sich direkt in deren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Swisslos Sporttip

Swisslos Sporttip ist die Sportwette der deutschsprachigen Schweiz und des Tessins, getragen von einer interkantonalen Genossenschaft mit Sitz in Basel. Die Online-Teilnahme setzt einen Wohnsitz im Vertragsgebiet voraus, eine Identitätsprüfung per Ausweis und die Abwesenheit einer Spielsperre. Das Wettprogramm folgt der Gespa-Liste, das heisst, das Angebot ist auf das beschränkt, was die Aufsicht bewilligt hat. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten, vollständig, online, vor Spielbeginn und live, aber nicht garantiert pro Markt. Wer in der Deutschschweiz auf die Australian Open wetten will, kommt an Sporttip nicht vorbei, weil es schlicht die einzige legale Option im Vertragsgebiet ist.

Für 2025 hat Swisslos 562 Millionen Franken Reingewinn ausgeschüttet, davon 506 Millionen an die kantonalen Fonds und 56 Millionen an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Aus den Sportwetten allein stammen 109 Millionen Franken, nach 122 Millionen im Vorjahr. Diese Zahlen sind kein direkter Hinweis auf das Wettangebot, aber sie zeigen, dass die Sportwetten ein nennenswerter Teil des Geschäfts sind und das Produkt entsprechend gepflegt wird. Der Mindesteinsatz liegt bei 1 Franken, der Höchsteinsatz bei 1’000 Franken pro Einzel- oder Kombiwette. Die Spielregeln Version 4.2 sind die letzte verfügbare Version und regeln auch die Boosts, den Cash-Out und die Behandlung von Livewetten, die nach dem Ausgang platziert werden. Wer Sporttip nutzt, sollte diese Regeln vor der ersten Wette durchgelesen haben – sie sind kurz und präzise.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist die Sportwette der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende und hat ihren Sitz in Lausanne. Wie bei Swisslos ist die Online-Teilnahme an einen Wohnsitz im Vertragsgebiet gebunden und an eine Identitätsprüfung. Das Wettprogramm folgt ebenfalls der Gespa-Liste, und der Regelwerkrahmen ist vergleichbar.

Wer in Genf, Waadt, Freiburg, Neuenburg, Jura oder Wallis wohnt, hat keine andere legale Option, um in der Schweiz online auf die Australian Open zu wetten. Die Westschweizer Version des Wettprogramms übernimmt den Spielplan aus Melbourne, kann aber in einzelnen Märkten und Boosts vom Deutschschweizer Programm abweichen. Ein Blick in das aktuelle Wettprogramm vor einer Wette ist sinnvoll, weil sich die Quoten und die verfügbaren Märkte zwischen den Veranstaltern unterscheiden können, auch wenn die zugrunde liegende Regulierung dieselbe ist.

Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung

Die übrigen acht Marken der Liste – Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet und Bahigo – sind in der Schweiz nicht zugelassen. Sie tauchen in der Liste auf, weil sie Spielern in der Schweiz im Internet begegnen, nicht weil sie in der Schweiz tätig werden dürften. Die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen, was die Erreichbarkeit aus Schweizer Netzen einschränkt; die Sperre wird per DNS umgesetzt, was die Seite nicht aus dem Ausland unerreichbar macht, aber aus den meisten Schweizer Anschlüssen. Wer aus dem Ausland auf eine solche Seite stösst und sie in der Schweiz nutzt, tut das ausserhalb des Schweizer Rechts.

Für die Frage nach Wetten auf die Australian Open bedeutet das schlicht: Wer in der Schweiz wohnt und legal wetten will, hat zwei Optionen, und beide richten sich nach dem Wohnsitzkanton. Die ausländischen Marken bleiben eine Randnotiz für Spieler, die bewusst das Schweizer Schutzsystem verlassen – sei es, weil sie das breitere Wettangebot suchen, weil sie keine Schweizer Verlustlimite akzeptieren wollen oder weil sie schlicht die Schweizer Bewilligung nicht brauchen. Sie sind keine Alternative zu den zwei Schweizer Veranstaltern, sondern ein anderer Markt.

Häufige Fragen zu den Australian Open in der Schweiz

Wann fanden die Australian Open zuletzt statt, und wann beginnt die nächste Ausgabe?

Die Australian Open 2026 liefen vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne. Für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt, ebenfalls in Melbourne. Das Turnier wird jedes Jahr Anfang Januar ausgetragen und erstreckt sich über rund zwei Wochen von der ersten Runde bis zu den Finals. Die genauen Daten werden einige Monate vor Turnierbeginn vom Veranstalter bestätigt, liegen aber erfahrungsgemäss im genannten Zeitfenster. Wer eine Wette auf den Turniersieger platziert, sollte das Datum des Finales im Auge behalten, weil die Wette erst mit dem letzten Ball des Finales entschieden ist.

Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?

Ja, in der Schweiz ist die Wette auf die Australian Open erlaubt, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern: Swisslos Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und Loterie Romande Jouez Sport für die Westschweiz. Ein Online-Konto bekommt, wer im jeweiligen Vertragsgebiet wohnt, volljährig ist, keine Spielsperre hat und sich mit Ausweis identifiziert. Andere Anbieter – gleichgültig, welche Lizenz sie aus anderen Ländern vorweisen – sind in der Schweiz nicht zugelassen, ihre Werbung ist verboten und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen.

Wie wirkt sich der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz auf Wetten auf Satz und Spielausgang aus?

Bei den Herren wird im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis zehn Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt, sobald es 6:6 steht. Das begrenzt die Länge des fünften Satzes und damit die maximale Spieldauer eines Matches. Für Wetten auf die Gesamtzahl der Spiele heisst das: Ein Fünfsatz-Match, das im fünften Satz früh kippt, kann durchaus weniger Spiele enthalten als ein Vier-Satz-Match mit längeren Sätzen. Wer auf «über X Spiele» setzt, sollte die mögliche Matchlänge realistisch kalkulieren und sich nicht auf vergleichbare Matches aus anderen Turnieren ohne diese Regel verlassen.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der Gewinn ist Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten mit der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Marge steckt in der Quote selbst: Bildet man für jede Auswahl den Kehrwert und addiert die Werte, erhält man eine Summe grösser als 1. Der Kehrwert dieser Summe ist die Auszahlungsquote, also der Anteil der Einsätze, der im Schnitt an die Wettenden zurückfliesst; 1 minus Auszahlungsquote ist die Marge. Bei zwei Auswahlen zu je 1,90 liegt die Marge bei rund 5 Prozent – von jedem Franken Einsatz bleiben etwa 5 Rappen beim Veranstalter.

Welche Verlustlimiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?

Vor der ersten Wette müssen Spielende bei Swisslos Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Obergrenze von 9’999 Franken (1’000 Franken unter 21 Jahren). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Eine Spielsperre für 1 bis 180 Tage lässt sich direkt im Online-Konto einrichten und gilt produktbezogen; eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und für Liechtenstein. Wer eine Selbstsperre aufheben will, muss die Frist von drei Monaten abwarten und eine Fachstelle einbeziehen.

Wie funktioniert der Steuerfreibetrag bei Wettgewinnen, und was heisst «je nach Kanton»?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zu einem Freibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bund hat diesen Freibetrag ab 1. Januar 2026 auf 1’071’000 Franken festgesetzt, 2025 lag er bei 1’070’400 Franken. Liegt der Gewinn darüber, werden 35 Prozent Verrechnungssteuer direkt vom Veranstalter abgezogen, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden können. Der kantonale Freibetrag weicht vom bundesrechtlichen ab, weshalb die Rede vom Freibetrag «je nach Kanton» ist. Wer den genauen Wert für seinen Kanton braucht, fragt die kantonale Steuerverwaltung. Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, werden aber im Kanton Thurgau unabhängig von der Höhe als Einkommen besteuert; andere Kantone handhaben es weniger streng.

Inhalt erstellt vom Team «tippsheutech»