Wettquoten berechnet: was hinter der Zahl wirklich steckt

Ein Volleyballnetz spannt sich an einem leeren Sandstrand, das Meer liegt im Dunst.

Datenstand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip und Jouez Sport sowie gegen die Bewilligungsangaben der Gespa.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Eine Quote ist zuerst das, was die Wettenden am Bildschirm sehen: 1.55 für Heimsieg, 3.40 für Unentschieden, 2.10 für den Favoriten beim Tennis. Wer darunter nur eine Zahl versteht, lässt das Wichtigste aus. Die Quote ist eine übersetzte Wahrscheinlichkeit, in die ein Anbieter seinen Vorteil eingepreist hat. Sie bewegt sich, solange Geld fliesst und Nachrichten eintreffen. Und sie entscheidet am Ende, was eine Wette auszahlt – auf den Franken genau, abgerundet auf fünf Rappen.

In der Schweiz geht dieser Mechanismus nur über zwei Veranstalter, Sporttip und Jouez Sport. Beide sind bewilligt, beide stehen unter der Aufsicht der Gespa, und beide schreiben ihre Quoten, Limits und Auszahlungsregeln in eigenen Spielregeln fest. Was die Quote in der Theorie ist und was sie bei Sporttip und Jouez Sport in der Praxis bedeutet, davon handelt diese Seite.

Wettmärkte und ihre Quoten

Was eine Quote auf einem Wettschein eigentlich abbildet, ist die Frage, deren Antwort über die ganze Seite hinweg benutzt wird. Bevor man die Marge berechnet, muss man verstehen, dasselbe Ereignis auf verschiedene Arten gewettet werden kann – und dass jeder dieser Wettmärkte seine eigene Quotenstruktur hat.

Ein Golfgrün liegt am frühen Morgen im Tau, ein Ball liegt nahe dem Loch.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Was ein Wettmarkt ist

Ein Wettmarkt ist eine Frage, auf die der Wettschein eine Antwort verlangt. Die einfachste Form ist die Drei-Wege-Wette im Fussball: Wer gewinnt – Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg? Bei einem Tennismatch ist es eine Zwei-Wege-Wette: Spieler A oder Spieler B. Bei Formel 1 steht die Frage nach dem Sieger eines Grand Prix im Programm, ergänzt um Wetten auf die schnellste Runde oder auf das Podium. Die Super League taucht im Wettprogramm mit denselben Drei-Wege-Märkten auf wie eine Champions-League-Partie, nur ist die Markttiefe eine andere und damit auch die Spanne, in der sich Quoten bewegen.

Die Quote, die zu einem solchen Markt gehört, bezieht sich immer auf genau eine der möglichen Antworten. Sie sagt nicht «So wahrscheinlich ist das Ereignis», sondern «So wahrscheinlich ist genau diese Antwort». Wer auf Heimsieg wettet, bekommt die Quote für Heimsieg, nicht die für das Spiel als Ganzes.

Ein Eishockeypuck liegt in Grossaufnahme auf glatter Eisfläche, im Eis spiegeln sich Hallenlichter.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Bei Sporttip gibt es drei Wettformen, die in den Spielregeln unterschiedlich behandelt werden. Die Einzelwette steht für sich allein: Einsatz mal Quote, fertig. Die Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Eine Systemwette wiederum erlaubt es, mehrere Varianten aus einem Pool von Voraussagen zu kombinieren – Sporttip lässt pro Systemwette einen Höchsteinsatz von CHF 10’000 zu, doppelt so viel wie bei Einzel- oder Kombiwetten.

Bei Jouez Sport ist die Einteilung ähnlich, mit eigenen Grenzen. Eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen, und die Mindestquote pro Voraussage wie auch die maximale Gesamtquote (100’000) sind festgelegt. Multiples – die Westschweizer Bezeichnung für die Kombiwette – haben einen gemeinsamen Höchstgewinn von CHF 1’000’000 über alle Wetten eines Scheins hinweg.

Die wichtigste Folge aus der Produktbildung: Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten, aber es genügt eine falsche Voraussage, damit der Schein nichts zahlt. Wer zwei Quoten von 1.50 kombiniert, landet bei einer Gesamtquote von 2.25 – der Nettogewinn steigt, das Risiko ebenfalls.

Handicap, Over/Under und Spezialmärkte

Nicht jeder Markt antwortet auf eine einfache Frage. Beim Handicap bekommt ein Team ein fiktives Tor oder einen fiktiven Punkt Vorsatz, und die Quote spiegelt die neue Ausgangslage. Beim Over/Under wird nicht auf den Sieger gewettet, sondern darauf, ob die Anzahl Tore, Punkte oder Sätze über oder unter einer Schwelle liegt. Solche Märkte haben in der Regel zwei mögliche Ausgänge, und ihre Quoten sind symmetrischer als die eines Drei-Wege-Markts.

Die Gespa-Liste der erlaubten Sportarten und Wetttypen bestimmt, was im Wettprogramm überhaupt stehen darf. Wetten auf Eckbälle, Karten oder spezifische Spielereignisse sind dort nicht aufgeführt, ebensowenig eigene Märkte für E-Sports. Wer bei Sporttip oder Jouez Sport ein Wettprogramm öffnet, sieht also nur das, was diese Liste zulässt – der Rest ist nicht im Angebot.

Wie aus Einzelquoten eine Gesamtquote wird

Eine Kombiwette mit drei Voraussagen zu den Quoten 1.80, 2.20 und 1.95 hat die Gesamtquote 1.80 × 2.20 × 1.95 = 7’722. Bei einem Einsatz von CHF 10 wird der Bruttogewinn vor Rundung CHF 77.22. Bei Sporttip wird dieser Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet – was bei 7’722 den Gewinn CHF 77.20 ergibt. Die Rundung gehört zur Quote, weil sie das auszahlt, was am Ende auf dem Spielkonto landet.

Die Gesamtquote sagt allerdings nichts darüber aus, wie wahrscheinlich die Kombination ist. Eine Quote von 7’722 klingt hoch, folgt aber aus drei mittleren Wahrscheinlichkeiten, von denen jede für sich genommen nicht ausgeschlossen ist. Die implizite Wahrscheinlichkeit der Kombiwette ist das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten, also der Kehrwert der Gesamtquote – hier etwa 12.95 %.

Die zwei Schweizer Veranstalter im Vergleich

Wer in der Schweiz Sportwetten platzieren will, hat nur zwei zulässige Wege. Beide sind in der Gespa-Liste als bewilligte Veranstalter für ein Grossspiel eingetragen, beide arbeiten innerhalb des Geldspielgesetzes, und beide bedienen klar getrennte Vertragsgebiete. Der Vergleich steht hier nicht, weil einer besser ist als der andere, sondern weil die Auswahl zwischen den beiden in der Alltagspraxis oft eine Frage des Kantons und der Gewohnheit ist.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter und Wettprogramm
Sporttip Gespa-Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS) Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Sitz Basel); Produkt Sporttip; Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein
Jouez Sport Gespa-Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport; Romandie (FR, GE, JU, NE, VD, VS)
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Gespa-Anbindung; Sperrliste möglich
Duelbits ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Gespa-Anbindung; Sperrliste möglich
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Gespa-Anbindung; Sperrliste möglich
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Gespa-Anbindung; Sperrliste möglich
GG Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Gespa-Anbindung; Sperrliste möglich
Playzilla ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Gespa-Anbindung; Sperrliste möglich
BassBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Gespa-Anbindung; Sperrliste möglich
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Gespa-Anbindung; Sperrliste möglich

Was die Tabelle zeigt – und was sie nicht zeigt

Die Spalte «Schweizer Bewilligung» trennt die zugelassenen von den nicht zugelassenen Anbietern – und genau diese Trennung ist der Punkt. Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); Anbietern ohne Schweizer Bewilligung kann die Gespa zudem den Zugang per DNS-Sperrliste entziehen. Für eine Wette aus der Schweiz bedeutet das: Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, ist nicht im Schweizer Ausschlussregister erfasst, hat keine Schweizer Rekursmöglichkeit, und Gewinne können je nach Kanton voll als Einkommen versteuert werden.

Die Spalte «Veranstalter und Wettprogramm» zeigt, warum beide Schweizer Veranstalter zwar formal gleich aufgestellt, praktisch aber nicht identisch sind. Sporttip und Jouez Sport decken gemeinsam die ganze Schweiz ab, aber nicht jede Person kann bei beiden ein Konto eröffnen: Wer in der Romandie wohnt, kann sich online nur bei Jouez Sport registrieren, und wer in der Deutschschweiz lebt, hat nur Sporttip als Online-Zugang. Das ist keine Wahl, sondern eine Folge des Vertragsgebiets.

Welche Folgen die Trennung hat

Die Folgen dieser Aufteilung sind nicht nur bürokratisch. Sie schlagen sich in Limits, Auszahlungsregeln und Mindestquoten nieder, die jede für sich in den Spielregeln stehen. Wer in einem Kanton lebt, in dem nur einer der beiden Veranstalter ein Konto anbietet, hat keine Ausweichmöglichkeit im bewilligten Markt. Genau hier hilft der Vergleich der Limits, weil er zeigt, wo der eine Anbieter grosszügiger ist als der andere.

Was Wettquoten eigentlich sind

Eine Quote ist eine Wahrscheinlichkeit, die in eine Zahl umgewandelt wurde. Wer das versteht, kann jede Wettseite lesen, auch ohne das jeweilige Sportprogramm zu kennen. Wer es nicht versteht, tappt im Dunkeln und verlässt sich auf die Quote wie auf einen Tipp – was sie nicht ist.

Wahrscheinlichkeit, implizit und berechnet

Eine faire Wette ohne Buchmacher würde Quoten anbieten, deren Kehrwerte zusammen genau 100 % ergeben. Bei einem perfekt ausgeglichenen Match wären das zwei Quoten von 2.00. Eine echte Wettseite zeigt aber Quoten, deren Kehrwerte zusammen mehr als 100 % ergeben, weil der Anbieter einen Vorteil einpreist. Die Differenz zu 100 % ist die Marge, und sie ist der Preis, den die Wettenden für die Möglichkeit zahlen, überhaupt zu wetten.

Aus einer Quote von 1.90 wird die implizite Wahrscheinlichkeit 1 ÷ 1.90 = 52.63 %. Aus einer Quote von 2.50 wird 40.00 %. Aus einer Quote von 7.50 wird 13.33 %. Die implizite Wahrscheinlichkeit ist die «stille» Botschaft, die eine Quote trägt. Wer drei Quoten addiert, die zusammen 105 % ergeben, sieht: 5 % sind Marge, der Rest ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit durch den Anbieter.

Die Marge als einkalkulierter Vorteil

Die Marge ist nicht versteckt, sie ist die Bedingung des Geschäftsmodells. Sie wird in den Quoten so verteilt, dass sie nicht als Aufschlag auf einen Preis sichtbar wird, sondern in jede einzelne Quote eingearbeitet ist. Bei einer Drei-Wege-Wette im Fussball mit Quoten 1.55 / 3.40 / 2.10 ergibt die Summe der Kehrwerte 1/1.55 + 1/3.40 + 1/2.10 = 0.6452 + 0.2941 + 0.4762 = 1.4155 – die implizierte Wahrscheinlichkeit liegt also bei 141.55 %, und der Aufschlag (Overround) beträgt 41.55 %. Die Auszahlungsquote an die Wettenden liegt bei 70.65 %, was einer Marge von 29.35 % entspricht.

Wie Quoten sich vor dem Spiel bewegen

Quoten sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung eine Schätzung. Sie verändern sich, sobald Geld auf eine Seite fliesst oder sobald neue Informationen eintreffen. Meldet ein Stürmer seine Verletzung, sinkt die Quote für sein Team und steigt die Gegenquote. Geht viel Geld auf den Favoriten, wird dessen Quote gekürzt, damit der Anbieter nicht in eine Richtung überläuft. Bei Livewetten kommt der Zeitfaktor hinzu: Mit jedem Tor, jeder Gelben Karte und jedem Wechsel verändert sich die faire Wahrscheinlichkeit, und der Anbieter zieht die Quote entsprechend nach.

Bei Sporttip ist festgelegt, was bei «spielentscheidenden Situationen» passiert: In solchen Momenten – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten, das heisst den Einsatz zurückgeben. Das ist eine Schutzklausel, weil der Anbieter in Sekundenbruchteilen reagieren muss und nicht riskieren will, dass eine Wette zu einem Kurs platziert wird, der den aktuellen Spielstand nicht mehr abbildet.

Berechnungsbeispiel: die Marge in einer Zwei-Wege-Wette

Für eine illustrative Zwei-Wege-Wette mit beiden Quoten 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ 1.0526 = 95.0 %. Die Marge ist 1 − 0.95 = 5.0 %. Das heisst: Von jedem Franken, der insgesamt auf diesen Markt gesetzt wird, behält der Anbieter im Schnitt 5 Rappen, die restlichen 95 Rappen werden als Gewinne ausgezahlt. Bei einer ausgeglichenen Begegnung ist das eine sehr faire Quote; in der Praxis liegt die Marge bei Fussball-Drei-Wege-Märkten und ähnlich komplexen Märkten deutlich höher.

Eine Marge von 5 % auf einer Zwei-Wege-Wette entspricht etwa 2.5 % pro Ausgang. Bei Swisslos und Loterie Romande sind die Margen im Programm nicht öffentlich ausgewiesen – die Quoten erscheinen auf dem Wettschein ohne Hinweis auf den Auszahlungsschlüssel. Wer die Marge prüfen will, muss die Kehrwerte der angebotenen Quoten selbst addieren.

Legale Lage: was die Schweiz erlaubt

Die Rechtslage in der Schweiz ist einfach zu beschreiben und folgenreich in der Anwendung: Es gibt zwei Veranstalter, einen gemeinsamen Aufseher, eine geschlossene Liste erlaubter Märkte – und alles, was sich ausserhalb dessen bewegt, ist unzulässig.

Das Geldspielgesetz und die Gespa

Das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51) ist seit dem 1. Januar 2019 in Kraft. Es definiert Sportwetten als Grossspiel und unterstellt sie einer separaten Bewilligung: Wer in der Schweiz Sportwetten veranstalten will, braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Die Aufsicht führt die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Sie ist nicht zu verwechseln mit der ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt.

Eine Schweizer Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Ausländische Lizenzen – aus Malta, Curaçao, Deutschland – haben hier keine Wirkung. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten bewusst auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.

Vertragsgebiet und Kontozugang

Die beiden Veranstalter bedienen klar getrennte Gebiete. Sporttip wird in den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und in Liechtenstein durchgeführt. Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Wer ein Online-Konto eröffnen will, braucht Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet – die Online-Registrierung ist nur dort möglich, wo der Veranstalter auch bewilligt ist.

Diese Einschränkung hat Folgen für Grenzgängerinnen und -gänger. Wer im Kanton Bern wohnt und im Kanton Waadt arbeitet, kann nicht ohne Weiteres bei Jouez Sport spielen, weil das Konto an den Wohnsitz gebunden ist. Die Sperre ist technisch und nicht politisch, aber sie schliesst einen Teil der Wettenden vom jeweils anderen Angebot aus.

Was angeboten werden darf

Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen bestimmt, was im Wettprogramm stehen darf. Die Liste wird regelmässig aktualisiert – die im Text zitierte Fassung datiert auf den 10. September 2026. Sie zeigt ein geschlossenes Angebot: Bewilligt sind Wetten auf Sportereignisse, nicht auf Wetter, Politik oder Fernsehshows. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur dann zugelassen, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind ausgeschlossen.

Was die Liste nicht enthält, ist ebenso aufschlussreich: keine Eckball- oder Kartenmärkte, keine eigene Sektion für E-Sports. Wer einen Wettanbieter sieht, der solche Märkte anbietet, sieht einen Anbieter, der sein Wettprogramm nicht aus der Schweizer Gespa-Liste bezieht – und entsprechend ohne Schweizer Bewilligung arbeitet.

Was unzulässig ist

Ein ausländischer Anbieter, der in der Schweiz Sportwetten anbietet, macht sich strafbar: Die Durchführung ohne Bewilligung wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Werbung für nicht bewilligte Geldspiele ist eine Übertretung, die mit Busse bis zu CHF 500’000 bestraft wird (Art. 74 Abs. 3 und Art. 131 BGS). Die Wettenden selbst werden nicht bestraft – aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und der Schutz der Schweizer Spielsuchtbekämpfung gilt nicht.

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blocken müssen. Die erste Liste wurde am 3. September 2019 veröffentlicht; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Anbieter, die in der Liste stehen, verschwinden aber nicht zwingend vom Markt – sie tauchen oft unter neuen Domains wieder auf, ein Phänomen, das die Gespa «Domain-Hopping» nennt.

Spielerschutz, der zur Quote gehört

Wer die Marge in der Quote versteht, sieht auch das Verlustrisiko schärfer. Daraus ergibt sich ein zweiter Aspekt der Quotenfrage: Was unternimmt der Anbieter, damit das Wetten nicht aus dem Ruder läuft? In der Schweiz ist dieser Schutz stark reglementiert – aber die Regeln greifen vor allem dort, wo die Bewilligung gilt.

Selbst gesetzte Limiten

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Person liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung des Limits gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, weil eine impulsiv gesetzte Erhöhung sonst am selben Abend noch wirksam würde. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Diese Limiten sind Selbstbindung mit Folgen: Wer die Limite überschreitet, kann nicht weiter wetten, bis der Zeitraum abgelaufen ist.

Bei Jouez Sport sind die Limiten ähnlich geregelt, aber in den Spielregeln weniger detailliert aufgeführt. Die Verpflichtung, vor der ersten Wette Limiten zu setzen, gilt für alle bewilligten Anbieter – sie steht in Art. 87 VGS und ist nicht verhandelbar.

Spielsperre und Selbst-Ausschluss

Bei Swisslos kann sich eine Person produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren. Eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Eine unbefristete Sperre wird im Schweizer Sperrregister eingetragen und gilt schweizweit für Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Die gesetzliche Frist für die Aufhebung einer Selbstsperre beträgt drei Monate (Art. 84 VGS), und die Aufhebung wird durch eine Fachstelle begleitet (Art. 81 BGS).

Diese Sperre greift nur, wenn die Person beim bewilligten Anbieter spielt. Wer auf einer ausländischen Seite ohne Schweizer Bewilligung wettet, ist im Sperrregister nicht erfasst und kann sich dort auch nicht eintragen lassen. Die Sperre ist damit ein Schutz, der in der bewilligten Welt funktioniert und in der nicht bewilligten Welt fehlt.

Werbung und ihre Grenzen

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für nicht bewilligte Spiele ist verboten. Free Games und Gratisspielguthaben aus Promotionen brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa – 2025 erteilte sie 24 solcher Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos. Damit ist nicht jedes Angebot automatisch erlaubt; die Gespa prüft im Einzelfall.

Steuern auf Gewinne

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bundessteuerfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (zuvor CHF 1’070’400); der kantonale Freibetrag ist je nach Kanton anders, weshalb man den eigenen Kanton fragt. Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Wer unter dem Freibetrag bleibt, hat gar nichts zu versteuern.

Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer – dafür kennen einige Kantone eine kantonale Praxis, die solche Gewinne unabhängig von der Höhe als Einkommen behandelt. Das ist ein Grund, warum die scheinbare «Steuerfreiheit» ausländischer Gewinne täuschen kann: Auf Bundesebene fällt nichts an, im Kanton möglicherweise schon.

Auszahlung: wie der Gewinn zum Spielenden kommt

Die Quote entscheidet, was eine Wette wert ist. Sie entscheidet aber nicht, wie das Geld zum Spielenden gelangt. Bei Sporttip und Jouez Sport sind Auszahlung, Wallet, Fristen und Methoden in den Bedingungen klar geregelt – und sie unterscheiden sich in den Details.

Auszahlungsregeln bei Sporttip

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinn aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote; der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen.

Auszahlungen aus dem Wallet sind in 365 Tagen zweimal gratis; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % erhoben werden, und die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Das Wallet selbst wird per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein aufgeladen, wobei der Mindestbetrag CHF 20 und die Höchstsumme in 30 Tagen CHF 10’000 betragen. Solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 übersteigt, kann kein weiterer Kauf getätigt werden. Bezahlt werden kann unter anderem mit PostFinance Pay, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.

Wer eine Wettauszahlung verpasst, dem läuft die Zeit davon: Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntgabe der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Wer mit einer verweigerten Auszahlung nicht einverstanden ist, muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache erheben.

Auszahlungsregeln bei Jouez Sport

Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000, und alle Gewinne eines Multiples zusammen sind auf CHF 1’000’000 begrenzt. Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, und der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette ist CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss bei Jouez Sport mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Damit ist der Spielraum für extrem hohe Quoten begrenzt – ein Aspekt, der bei sehr langen Kombinationen relevant wird, weil die Gesamtquote schnell wächst.

Was die Quote mit der Auszahlung zu tun hat

Die Quote entscheidet über die Auszahlung, aber sie entscheidet nicht, ob eine Auszahlung überhaupt stattfindet. Wer den Höchstgewinn pro Wette oder pro Multiple-Schein überschreitet, dem wird der Gewinn gekappt – die Quote bleibt gleich, der Gewinn nicht. Wer einen Fussball-Wettschein mit fünf Voraussagen zu hohen Quoten platziert, kann mit einer Gesamtquote jenseits der 100’000er-Grenze landen, und die Wette wird bei Jouez Sport nicht angenommen.

Bei Sporttip ist die Höchstgewinnregel weniger eng: Pro Einzel- oder Kombiwette gibt es keine allgemeine Gewinnobergrenze in den Spielregeln, sondern eine Einsatzgrenze von CHF 1’000 pro Einzel- und Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Wer mit kleineren Einsätzen und hohen Quoten spielt, kann theoretisch sehr hohe Gewinne erzielen – vorausgesetzt, die Quoten bewegen sich im zulässigen Rahmen.

Sporttip im Detail: Limits, Regeln, Spezialfunktionen

Sporttip ist das grössere der beiden Schweizer Angebote, gemessen an Verbreitungsgebiet, Kundenstamm und Verkaufsstellennetz. Die Spielregeln (Version 4.2) sind die Grundlage für alles, was im Wettprogramm passiert. Wer bei Sporttip wettet, sollte diese Regeln kennen, weil sie den Unterschied zwischen einer angenommenen und einer zurückgewiesenen Wette ausmachen.

Einsatzlimits und Rundung

Der Mindesteinsatz bei Sporttip beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette CHF 1’000 und pro Systemwette CHF 10’000. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern – was in der Praxis selten passiert, aber formal möglich ist.

Die Rundung auf 5 Rappen ist ein Detail, das bei kleinen Einsätzen wenig ausmacht und bei grossen Wetten einen kleinen Unterschied: Bei einer Quote von 7’722 und einem Einsatz von CHF 1000 wäre der Bruttogewinn CHF 7’722.00, abgerundet auf 5 Rappen genau immer noch CHF 7’722.00. Bei 7’725 wären es CHF 7’725.00, weil das schon auf 5 Rappen genau ist. Bei 7’727 wird auf 7’725 abgerundet, bei 7’728 auf 7’730 – weil 5 Rappen genau 0.05 Schritte sind und die Aufrundung auf zwei Nachkommastellen die letzte Stelle festlegt.

Cash-Out und seine Tücken

Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live – aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Einmal ausgeführt, lässt sich das Cash-Out nicht rückgängig machen. Swisslos ist nicht verpflichtet, Cash-Out für alle Wetten anzubieten; der Cash-Out-Betrag liegt zudem unter dem möglichen Gewinn bei vollem Ablauf der Wette, weil der Anbieter sich die Möglichkeit, den Gewinn doch noch auszahlen zu müssen, abkaufen lässt.

Was in der Werbung als «frühzeitige Auszahlung» verkauft wird, ist also ein Verkauf der Wette zu einem Kurs, den der Anbieter festlegt. Wer mit Cash-Out aussteigt, gibt den möglichen Vollgewinn ab und nimmt einen garantierten, tieferen Betrag. In spielentscheidenden Situationen kann der Anbieter Wetten mit Quote 1.00 werten – was einem sofortigen Cash-Out zu null entspricht, weil der Einsatz zurückkommt.

Kombiboost und Quotenboost

Bei Sporttip gibt es zwei Mechanismen, die den möglichen Gewinn erhöhen. Der Kombiboost gilt nur online, vor und während des Spiels sowie bei Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von je 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Quotenboosts und Profitboosts sind die zweite Form. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist ein wichtiger Punkt, weil ein spontanes Cash-Out die ganze Erhöhung zunichtemacht.

Abgesagte Ereignisse und ungültige Wetten

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Im Turnierrahmen wird ein Ereignis behandelt, als würde es im Turnier nachgeholt – das gilt vor allem für Spiele, die innerhalb einer laufenden Meisterschaft verschoben werden.

Die «Quote 1.00»-Regel ist nicht nur eine Formalie: Sie bedeutet, dass eine abgesagte Voraussaga in einer Kombiwette als gewonnen gilt, aber keinen Gewinn bringt. Die anderen Voraussagen laufen normal weiter, und die Gesamtquote wird ohne die gestrichene Voraussage berechnet.

Bet-Builder und abhängige Ereignisse

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung – etwa «Team A gewinnt» und «Team A erzielt über 1.5 Tore» im selben Spiel – dürfen bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne die Funktion an, kann sie die ganze Kombiwette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das schützt den Anbieter davor, dass zwei abhängige Wetten wie eine unabhängige Doppelchance bewertet werden.

Jouez Sport im Detail: das Westschweizer Pendant

Jouez Sport ist das Programm der Loterie Romande, betrieben aus Lausanne. Das Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone; das Vertriebsnetz zählt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Die Spielregeln (17. Ausgabe, September 2024) sind die Referenz für Einsatzlimits, Gewinnobergrenzen und Auszahlungsmechanik.

Mindesteinsatz und Höchsteinsatz

Der Mindesteinsatz bei Jouez Sport beträgt online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette ist CHF 500; ein Multiple-Schein darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Das ist grosszügiger als die meisten vergleichbaren europäischen Angebote, aber enger als das, was internationale Online-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung offerieren.

Die Mindestquote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss bei Jouez Sport mindestens 1.10 betragen. Diese Untergrenze schliesst Wetten auf extreme Aussenseiter aus, deren Quoten oft unter 1.10 liegen würden. Die Obergrenze der Gesamtquote ist 100’000, was bei sehr langen Kombinationen mit hohen Quoten relevant wird.

Höchstgewinn und das 1’000’000er-Dach

Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei Jouez Sport ist CHF 300’000. Über alle Gewinne eines Multiples zusammen gilt ein Höchstgewinn von CHF 1’000’000. Das heisst: Ein Multiple-Schein mit zehn Voraussagen, von denen jede eintrifft, kann insgesamt nicht mehr als eine Million Franken auszahlen – selbst wenn die Gesamtquote rein rechnerisch darüber liegen würde. Die Marge zwischen 1’000’000 und einem hypothetisch höheren Gewinn verbleibt beim Anbieter.

Für eine typische Wochenendwette ist das ohne Belang; für Spezialwetten mit langen Kombinationen ist es eine harte Grenze. Wer mit einem Multiple-Schein auf der Suche nach einem Maximalgewinn ist, sollte das Dach kennen, bevor er den Schein abgibt.

Was Quoten über Wahrscheinlichkeit sagen – und was nicht

Die Quote ist eine Wahrscheinlichkeitsaussage, aber sie ist nicht die einzig mögliche. Wer die Quote des Anbieters mit seiner eigenen Einschätzung vergleicht, sucht nach einer Abweichung – und findet darin den Kern jeder Wettstrategie, die über blosse Intuition hinausgeht.

Implizite Wahrscheinlichkeit und eigene Schätzung

Eine Quote von 2.50 impliziert 40 % Wahrscheinlichkeit. Wer das Spiel selbst mit 50 % Siegchance für den Favoriten einschätzt, sieht eine Abweichung: Die Wettseite schätzt den Favoriten vorsichtiger ein, als man selbst es tun würde. Wer dann auf den Favoriten wettet, glaubt, einen Vorteil gegenüber der impliziten Schätzung des Anbieters zu haben.

Umgekehrt funktioniert es genauso: Eine Quote von 4.00 auf einen Aussenseiter impliziert 25 %. Wer glaubt, der Aussenseiter habe eine 30-%-Chance, sieht die Quote als zu hoch an. Wer auf den Aussenseiter wettet, wettet gegen die Schätzung des Anbieters.

Die Marge als Vergleichshürde

Damit eine eigene Schätzung gegen den Anbieter gewinnt, muss sie genauer sein als seine – und zwar um die Marge. Liegt die Marge bei 5 %, reicht es nicht, die gleiche Wahrscheinlichkeit zu schätzen; man muss 5 % besser sein, um die Wette zu einer positiven Erwartung zu machen. Das ist der Grund, warum professionelle Wettende mit Modellen arbeiten, die in jedem Markt eine Marge einkalkulieren.

Bei Schweizer Grossspielen ist die öffentliche Marge nicht ausgewiesen. Wer die Marge wissen will, muss sie aus den Quoten rekonstruieren: Summe der Kehrwerte minus 100 %. Das ist eine kleine Rechnung, die vor jeder grösseren Wette sinnvoll ist, weil sie zeigt, wie viel der Anbieter im Schnitt behält.

Warum Quoten sich verändern

Quoten verändern sich, wenn neue Informationen eintreffen – Verletzungen, Aufstellungen, Wetter, Verschiebungen im Spielermarkt – und wenn das Wettvolumen sich verschiebt. Wenn 80 % des Gelds auf Heimsieg geht, wird der Anbieter die Heimsiegquote senken und die anderen Quoten anheben, um Wetten auf die Gegenseite attraktiver zu machen und das Buch auszugleichen. Das ist das Prinzip des «Book Balancing»: Der Anbieter will auf jedem Markt ein ausgeglichenes Buch haben, damit er unabhängig vom Ausgang gewinnt.

Bei Livewetten geht das in Sekunden: Ein Tor verändert die faire Wahrscheinlichkeit, der Anbieter zieht die Quoten nach. Swisslos behält sich in spielentscheidenden Situationen vor, Wetten mit Quote 1.00 zu werten – eine Schutzmassnahme, weil eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen eines Tores platziert wird, gegen den Anbieter gerichtet wäre.

Strategien rund um die Quote

Es gibt eine Reihe von Ansätzen, die alle das gleiche Ziel haben: Eine Wette zu finden, deren Quote den eigenen Erwartungen besser entspricht als der des Anbieters. Die folgenden Überlegungen sind keine Tipps, sondern Erklärungen, was solche Strategien voraussetzen und wo sie an Grenzen stossen.

Value Betting als Grundidee

Value Betting bedeutet: Eine Quote ist «value», wenn sie höher ist als die faire Quote, die der eigenen Wahrscheinlichkeitsschätzung entspricht. Die Quote 2.50 auf einen Favoriten, dem man selbst 50 % Siegchance gibt, ist value, weil 2.50 einen fairen Wert von 2.00 impliziert (Kehrwert von 50 %). Setzt man auf diese Wette, hat man auf lange Sicht eine positive Erwartung – vorausgesetzt, die eigene Schätzung ist im Mittel richtig.

Value Betting funktioniert nur, wenn man über viele Wetten hinweg eine bessere Schätzung hat als der Anbieter. Das ist schwer, weil die Anbieter ihrerseits Modelle pflegen und Informationen aggregieren. Wer Value Betting betreibt, sollte dokumentieren, warum jede einzelne Wette value ist – und im Nachhinein prüfen, ob die Schätzung gestimmt hat.

Wettbörsen und Lay-Wetten

Bei Wettbörsen wetten die Nutzenden gegeneinander, nicht gegen einen Anbieter. Die Marge entfällt, weil kein Buchmacher im Spiel ist; stattdessen zahlt die Börse eine Gebühr auf den Gewinn. Lay-Wetten erlauben es, gegen einen Ausgang zu wetten – also die Rolle des Anbieters zu übernehmen. In der Schweiz gibt es keine zugelassene Wettbörse; das Angebot beschränkt sich auf Sporttip und Jouez Sport.

Wer auf einer internationalen Wettbörse handelt, ist nicht im Schweizer Sperrregister und unterliegt nicht den Schweizer Auszahlungsregeln. Die kantonale Steuerpraxis kann ausländische Gewinne voll als Einkommen behandeln, und die Gespa-Sperrliste kann die Domain blockieren.

Systemwetten und deren Kosten

Systemwetten erlauben es, aus einem Pool von Voraussagen mehrere Kombinationen zu bilden und so das Risiko zu streuen. Bei Sporttip ist der Höchsteinsatz pro Systemwette CHF 10’000, doppelt so viel wie bei Einzel- und Kombiwetten. Eine Systemwette «3 aus 4» bildet aus vier Voraussagen alle Vierer-, Dreier- und Zweierkombinationen – und kostet den entsprechenden Mehrfacheinsatz. Der Vorteil: Schlägt eine Voraussage fehl, gewinnen die anderen Kombinationen trotzdem. Der Nachteil: Der Gesamteinsatz ist hoch, und die Marge wird mit jeder Kombination erneut eingepreist.

Systemwetten sind kein Value-Werkzeug, weil sie die Marge vervielfachen. Wer eine Systemwette platziert, zahlt auf jede einzelne Kombination den Anbieteraufschlag. Das ist ein Grund, warum viele erfahrene Wettende Systemwetten meiden und stattdessen Einzel- oder Kombiwetten mit überlegten Voraussagen spielen.

Wettquoten und Steuern: was am Ende übrig bleibt

Eine Wette, die nominell CHF 100 gewinnt, ist nicht zwingend CHF 100 wert. Steuern, Rundung, allfällige Auszahlungskommissionen und die Marge des Anbieters reduzieren den tatsächlichen Erlös. Wer die Rechnung macht, bevor er wettet, weiss anschliessend, was er wirklich gewonnen hat.

Keine Wettsteuer in der Schweiz

Die Schweiz kennt keine Wettsteuer auf Einsätze – anders als etwa Deutschland, wo auf jede Online-Wette eine Steuer von 5 % erhoben wird. Das heisst: Ein Einsatz von CHF 100 kostet in der Schweiz CHF 100, nicht CHF 105. Die Marge steckt in der Quote, nicht in einer separaten Gebühr.

Steuerfreier Gewinn unter dem Freibetrag

Wer bei Sporttip oder Jouez Sport unter dem Steuerfreibetrag bleibt, hat einen steuerfreien Gewinn. Der Bundessteuerfreibetrag pro Einzelgewinn liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000. Wer also eine Fussballwette mit einer Quote von 7.50 zu einem Einsatz von CHF 100 abschliesst und gewinnt, hat CHF 750 gewonnen – alles steuerfrei, keine Verrechnungssteuer, keine Einkommenssteuer.

Anders sieht es bei einer Kombiwette aus, die mit einem Schlag CHF 50’000 abwirft: Auch das ist unter dem Freibetrag und damit steuerfrei. Wer aber eine Einzelwette platziert, die einen Gewinn von CHF 1’500’000 auslöst, hat den Freibetrag überschritten; Swisslos zieht 35 % Verrechnungssteuer ab, und der verbleibende Betrag muss in der Steuererklärung deklariert werden.

Auszahlung und Kommission

Bei Sporttip ist die Auszahlung aus dem Wallet in 365 Tagen zweimal gratis; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % erhoben werden. Wer das Wallet regelmässig leert, kann diese Kommission vermeiden, indem er Gewinne direkt auf das Bankkonto überweisen lässt (bei Gewinnen über CHF 1’000 automatisch, bei kleineren Gewinnen durch eine Auszahlungsanforderung). Die Kommission ist ein kleiner Betrag, aber sie reduziert den Nettogewinn – und sie ist einer der Punkte, die im Wettalltag unterschätzt werden.

Bei Jouez Sport ist die Auszahlung in den Spielregeln weniger detailliert beschrieben. In der Praxis werden Gewinne in Verkaufsstellen direkt ausbezahlt, online über die im Konto hinterlegte Zahlungsverbindung.

Wettquoten bei Live-Events

Livewetten sind das dynamischste Element im Wettprogramm. Die Quoten verändern sich nicht mehr nur auf Grund von Wetten oder Nachrichten, sondern in Reaktion auf das, was auf dem Platz, dem Court oder der Strecke passiert. Bei Sporttip ist die Mechanik in den Spielregeln festgelegt; sie schützt den Anbieter davor, Wetten zu akzeptieren, die mit bereits eingetretenen Ereignissen platziert werden.

Wie Live-Quoten entstehen

Eine Live-Quote ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Neuberechnung. Nach jedem Spielzug, jedem Tor, jedem Kartenwechsel und jeder Auswechslung wird die faire Wahrscheinlichkeit neu geschätzt, und der Anbieter passt die Quoten an. Das passiert bei Sporttip automatisiert, weil manuell in Sekundenbruchteilen nicht reagiert werden kann.

Wer eine Live-Wette platziert, wettet auf den nächsten signifikanten Spielzug – ein Tor, eine Karte, einen Punktestand. Die Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeit, dass der nächste signifikante Spielzug in die eine oder andere Richtung geht, plus Marge. Je länger das Spiel dauert und je stabiler der Spielstand bleibt, desto näher kommen die Live-Quoten den Pre-Match-Quoten.

Wette nach dem Ereignis

Bei Sporttip zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00 – der Einsatz wird zurückerstattet. Das ist eine Schutzklausel, die verhindert, dass jemand eine Wette platziert, nachdem er das Ergebnis bereits kennt (etwa durch eine Verzögerung im Livestream). Die Wette wird aus formalen Gründen nicht storniert, sondern mit der niedrigstmöglichen «Quote» abgerechnet.

In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist eine zusätzliche Schutzklausel, weil der Ausgang in solchen Momenten eine massive Verschiebung der fairen Wahrscheinlichkeit auslöst.

Live ohne Live-Übertragung

Eine Wette bei Sporttip ist unabhängig davon gültig, ob das Ereignis live übertragen wird. Wer wettet, ohne das Spiel zu sehen, akzeptiert eine Quote, die auf dem aktuellen Datenstand basiert – und riskiert, dass die Quote bereits veraltet ist, wenn die Wette platziert wird. Wer mit Verzögerung wettet, akzeptiert das Risiko, dass die Wette mit Quote 1.00 gewertet wird, falls das Ergebnis in der Zwischenzeit eingetreten ist.

Wie eine Wette technisch abläuft

Die Reihenfolge vom Wettklick bis zur Auszahlung ist bei beiden Schweizer Anbietern ähnlich. Wer den Ablauf kennt, sieht, an welchen Stellen Gebühren, Limits und Fristen eingreifen.

Registrierung und Verifikation

Die Online-Registrierung bei Swisslos erfordert mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und nur eine Registrierung pro Person. Die Daten werden aus einem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Bei Loterie Romande ist die Registrierung ähnlich, mit Wohnsitz in einem der sechs Westschweizer Kantone.

Die Verifikation ist kein optionaler Schritt; ohne sie gibt es kein Spielkonto und keine Wette. Sie ist die Grundlage dafür, dass Auszahlungen später an die richtige Person gehen, und sie ist die Grundlage für die Eintragung im Sperrregister.

Einzahlung, Wette, Auszahlung

Das Wallet wird per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein aufgeladen, mindestens CHF 20, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen. Die Wette wird im Wettprogramm ausgewählt, der Einsatz festgelegt, der Schein abgeschickt. Mit dem Abschluss ist die Wette verbindlich; eine Stornierung ist nur möglich, wenn die Quote sich seit der Anzeige wesentlich verändert hat oder das Ereignis abgesagt wird.

Die Auszahlung erfolgt je nach Höhe: bis CHF 1’000 ins Wallet, darüber aufs Bank- oder Postkonto. Die Auszahlung aufs Bankkonto dauert 3 Arbeitstage (bei bekannter Zahlungsverbindung). Wer das Wallet leeren will, beantragt eine Auszahlung; die ersten zwei pro Jahr sind gratis, ab der dritten kann eine Kommission von 3 % anfallen.

Was die Tabelle nicht zeigen kann

Der Abschnitt «Die zwei Schweizer Veranstalter im Vergleich» zeigt die Marke, die Schweizer Bewilligung und den Veranstalter. Er zeigt nicht, was eine Wette im Einzelfall kostet, wie grosszügig die Limits sind, oder welche Spezialfunktionen das Programm hat. Wer die Bewilligung als einziges Auswahlkriterium nimmt, sieht den wichtigsten Punkt – aber nicht die ganze Praxis.

Bewilligung als Grundvoraussetzung

Wer in der Schweiz wettet und auf den Schutz des Geldspielgesetzes zählen will, hat keine andere Wahl als Sporttip oder Jouez Sport. Diese Aussage ist eine Folge des Gesetzes, nicht eine Wertung der beiden Anbieter. Wer aus anderen Gründen – Gewohnheit, Sprachregion, Verfügbarkeit – den einen oder anderen Anbieter bevorzugt, wählt innerhalb dieser beiden.

Limits, Gebühren und Funktionen als sekundäre Kriterien

Innerhalb der bewilligten Anbieter sind die Unterschiede in den Details zu finden. Sporttip hat einen grösseren Funktionsumfang (Cash-Out, Kombiboost, Quotenboosts, Profitboosts) und grosszügigere Limits für Systemwetten; Jouez Sport hat tiefere Mindesteinsätze online, aber eine klare Höchstgewinnregel pro Multiple. Welcher Anbieter für wen passt, hängt davon ab, welche Wettform man bevorzugt und wie gross die Einsätze sind.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung als Sonderfall

Die übrigen acht Anbieter in der Tabelle haben keine Schweizer Bewilligung. Sie sind in der Tabelle aufgeführt, weil Schweizer Wettende sie im Internet finden, aber sie sind im bewilligten Sinn keine Wettanbieter. Wer bei einem von ihnen spielt, hat keine Schweizer Spielsuchtbekämpfung, keine Schweizer Auszahlungsregeln, und je nach Kanton eine volle Besteuerung der Gewinne. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, was den Zugriff aus der Schweiz erschwert, aber nicht zwingend verhindert.

Häufige Fragen zu Wettquoten

Was genau ist die Marge in einer Wettquote?

Die Marge ist der Teil der Quoten, der nicht durch Wahrscheinlichkeiten gedeckt ist. Addiert man die Kehrwerte aller Quoten eines Markts, liegt das Ergebnis über 100 %; die Differenz ist die Marge. Eine Zwei-Wege-Wette mit beiden Quoten 1.90 hat zum Beispiel eine Auszahlungsquote von rund 95 % und damit eine Marge von etwa 5 %. Die Marge ist der Preis, den der Anbieter für die Möglichkeit, zu wetten, einbehält.

Wie berechne ich aus einer Dezimalquote die implizite Wahrscheinlichkeit?

Die implizite Wahrscheinlichkeit ist der Kehrwert der Quote. Eine Quote von 1.80 entspricht 1 ÷ 1.80 = 55.56 %; eine Quote von 2.50 entspricht 40 %; eine Quote von 7.50 entspricht 13.33 %. Wer die Quoten eines Markts addiert, sieht, ob die implizierten Wahrscheinlichkeiten über 100 % liegen – und damit, wie gross die Marge ist.

Warum verändern sich Quoten vor und während eines Spiels?

Quoten verändern sich, wenn neue Informationen eintreffen und wenn sich das Wettvolumen verschiebt. Vor dem Spiel beeinflussen Aufstellungsänderungen, Verletzungen und Wetter die faire Wahrscheinlichkeit. Während des Spiels kommen Spielereignisse hinzu, die eine kontinuierliche Neuberechnung auslösen. Bei Sporttip werden in spielentscheidenden Situationen Wetten mit Quote 1.00 gewertet, um den Anbieter gegen verzögerte Wetten zu schützen.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote abgerundet?

Bei Sporttip wird der Bruttogewinn (Einsatz mal Quote) zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Bei Jouez Sport gelten vergleichbare Regeln, die in den Spielregeln festgelegt sind. Die Rundung beeinflusst kleine Einsätze wenig, grosse Einsätze messbar – wer mit hohen Einsätzen spielt, sollte den Rundungsmechanismus kennen, weil er den Nettogewinn um einige Rappen verschieben kann.

Wie entsteht die Gesamtquote einer Kombiwette?

Die Gesamtquote einer Kombiwette ist das Produkt der Einzelquoten. Drei Voraussagen mit Quoten 1.80, 2.20 und 1.95 ergeben eine Gesamtquote von 7’722. Bei Sporttip ist der Kombiboost an bestimmte Mindestquoten und Voraussageanzahlen gebunden, von 5 % bei vier bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Bei Jouez Sport muss die Gesamtquote zwischen 1.10 und 100’000 liegen, und die Anzahl Voraussagen pro Kombiwette ist auf 2 bis 10 begrenzt.

Wer legt bei Sporttip und Jouez Sport die Quoten fest?

Die Quoten werden von den beiden Veranstaltern selbst festgelegt: Swisslos (Sitz Basel) für Sporttip, Loterie Romande (Sitz Lausanne) für Jouez Sport. Beide stehen unter der Aufsicht der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht, und müssen die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wetttypen einhalten. Eine ausländische Lizenz, etwa aus Malta oder Curaçao, hat in der Schweiz keine Wirkung; bewilligt sind ausschliesslich die zwei genannten Veranstalter.

Inhalt erstellt vom Team «tippsheutech»